Gesund durch die Natur

Shinrin-yoku oder: Wald als Medizin

Shinrin-yoku bedeutet übersetzt „Waldbaden“ und ist eine japanische Tradition, die an Universitäten im Land der aufgehenden Sonne als Forschungszweig „Waldmedizin“ gelehrt wird. Stellt sich die Frage, ob das auch ein Grund dafür ist, warum es in Japan die ältesten Menschen der Welt gibt?

© Unsplash_Trent_Haaland

Mit Sicherheit kann man das natürlich nicht feststellen, aber zumindest ist es wissenschaftlich belegt, dass die Umgebung von Wald eine positive Wirkung auf den menschlichen Körper hat. Wer in den Wald geht, spürt es instinktiv: Wald tut gut. Aber warum ist das so? Fakt ist, dass Waldluft rund 90 Prozent weniger Staubteilchen als Stadtluft enthält. Nicht umsonst werden Wälder auch als grüne Lungen der Erde bezeichnet. Zusätzlich enthält Waldluft Stoffe, die sich positiv auf unsere Gesundheit auswirken. Sie ist ein natürliches Antidepressivum, sie hilft gegen psychische Stressbelastung und schütz vor Burnout. Die „Wald-Aura“ stärkt unser Immunsystem und kann uns vor ernsthaften chronischen Krankheiten bis hin zu Herzinfarkt und Krebs schützen.

© Pexels_Max_Andrey

Am besten erlebt man die positiven Effekte des Waldes in ausgedehnten Waldgebieten – wie in Deutschland zum Beispiel dem Nationalpark Schwarzwald. Rund um das neue Nationalparkzentrum am Ruhestein an der Schwarzwaldhochstraße oberhalb von Baiersbronn ergeben sich schon auf kurzen Spaziergängen oder etwas längeren Wald-Erlebnispfaden vielfältigste Möglichkeiten sich vom Wald therapieren zu lassen. Mit der Schwarzwald Plus Gästekarte gibt es zusätzlich die Möglichkeit im Nationalparkzentrum kostenfrei tief in die verborgenen Welten des Waldes und die Geschichte des Schwarzwalds einzutauchen. Hier geben interaktive Ausstellungen Einblicke in die Bedeutung und Funktionen des Waldes.
Am besten verbringt man aber gleich mehrere Tage oder zumindest eine ganze Nacht im Kreis der mächtigen Weißtannen – dem bedeutendsten Baum im Schwarzwald. Das geht, ganz legal in einem der sechs Trekking Camps rund um Baiersbronn. Hier ist das Campen zwischen Mai und Oktober gegen Voranmeldung ganz offiziell erlaubt. Die Camps sind nur zu Fuß zu erreichen und verfügen über Stellplätze für bis zu drei Zelte, eine Feuerstelle und ein kleines Toilettenhäuschen. Und die natürlich-gesunde Waldluft. Mehr nicht. 

Das könnte Sie auch interessieren