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Bergwandern lernen – gut vorbereitet ins Naturerlebnis

Viele Menschen haben im vergangenen Jahr die Berge für sich entdeckt. Naturgenuss und aktive Erholung sind gefragter denn je. Vor allem das Bergwandern und leichtes Bergsteigen werden immer beliebter. Dabei gilt gerade für Einsteiger: ein Schritt nach dem anderen. Bergführer Riccardo Mizio aus der Tiroler Zugspitz Arena erklärt, was es zu beachten gilt und welche Touren sich für Berg-Neulinge anbieten.

© Envato

„Eine Wanderung oder Bergtour beginnt schon Zuhause mit einer guten Tourenplanung“, sagt Riccardo Mizio. „Und zwar bevor der Rucksack gepackt und die Wanderschuhe geschnürt werden.“ Der Bergführer in der Alpinschule Lermoos muss es wissen. Gerade Einsteiger sollten sich die Fragen stellen: „Wo geht’s hin? Wie sind die Wege beschaffen? Welche Schuhe brauche ich dafür? Wie wird das Wetter? Welche Einkehrmöglichkeiten liegen auf meiner Route? Wieviel zum Essen und Trinken benötige ich?“ Je besser die Planung, desto schöner das Erlebnis! Und wer dann noch die richtige – seinem Leistungsniveau entsprechende – Tour heraussucht, der kann den Zauber der Bergwelt in vollen Zügen genießen.

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Riccardo Mizio ist ausgebildeter staatlicher Berg- und Skiführer sowie Canyoning Guide/Schluchtenführer in Lermoos, am Fuße der Zugspitze. „Tolle Touren unserer Region findet man gut ausgearbeitet im interaktiven Tourenplaner – inklusive GPS-Track, Wegstrecke, Höhenmeter und Schwierigkeitsgrad“. Wer auf Nummer sicher gehen will, bucht sich am besten einen einheimischen Bergführer oder Bergwanderführer. Wie beispielsweise Riccardo oder einen seiner Kollegen in den Bergsportschulen der Tiroler Zugspitz Arena. „Jeder Bergsteiger muss mal klein anfangen. Es werden jede Menge Kurse oder Fortbildungen für alle Tätigkeiten über verschiedenste Alpinschulen angeboten, die eine Bergtour um einiges sicherer machen. Man sollte nicht unerfahren einfach in die Berge starten. In den Bergen ist es sehr schön, es kann aber mit mangelhaftem Wissen schnell zur Gefahr werden.“ 

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Bergwandern wird zum Trendsport – letzten Sommer haben so viele Menschen wie noch die die Berge für sich entdeckt. Riccardo Mizio sieht das ambivalent: „Einerseits kommen sehr viele Menschen in die Berge, um die Ruhe und die Natur zu genießen, andererseits finden sich darunter aber auch viele Besucher, die die Natur nicht gebührend zu schätzen wissen. Sie lassen den Müll zurück und zerstören das sensible Ökosystem, in dem sie allgemeine Verhaltensregeln nicht einhalten und Grundsätzliches im korrekten Umgang mit der Natur einfach missachten.“ Trotzdem ist jeder eingeladen wunderschöne Bergwelten zu erkunden. Aber insbesondere Neueinsteiger und unerfahrene Natur-Neulinge sollten den Rucksack nicht allzu leicht auf die Schulter nehmen – Vorbereitung ist die halbe Miete (aber nicht der halbe Weg)!

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