Obwohl es schon fast als Gesundheitsweisheit gilt, dass regelmäßiges Kaltduschen förderlich für das Immunsystem ist, erweisen sich die wissenschaftlichen Belege dafür als sehr dünn. Bei einer großen Studie dazu sind niederländische Forscher der Behauptung auf den Grund gegangen. Dazu haben sie über 3000 gesunde Erwachsene in vier Gruppen eingeteilt: Die erste musste jeden Tag 30 Sekunden lang kalt duschen, die zweite Gruppe 60 Sekunden, die dritte 90 Sekunden und die Kontrollgruppe durfte so duschen wie bisher. Die Studie war auf 30 Tage angelegt, 21 Prozent der Teilnehmer brach wegen eines andauernden Kältegefühls ab.
Was bewirkt kaltes Wasser im Körper?
Bei kaltem Wasser verengen sich unsere Blutgefäße und dehnen sich danach wieder aus. Das heißt, unsere Gefäße werden trainiert, es hat also einen positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System. Außerdem sorgt das kühle Nass dafür, dass sich die Poren schließen. Haut und Haare trocken dadurch weniger aus. Untrainierte dürfen ihren Körper aber nicht überfordern. Denn wer ohne Vorbereitungen in den Eissee springt, der wird höchstwahrscheinlich krank. Bei wechselwarmen Duschen sollten Anwender am rechten Fuß anfangen, da die Stelle am weitesten vom Herz entfernt ist und der Kreislauf sich so auf den Temperaturschock vorbereiten kann. Bevor man aus der Dusche steigt, sollte man die Temperatur noch einmal herunterdrehen.