Jüdische Geschäftsleute benutzten bereits im Mittelalter den Ausdruck „Hatslokhe u brokhke“, um sich bei einem bevorstehenden Geschäftsabschluss viel Glück und Erfolg zu wünschen. Deutschsprachige Zuhörer verstanden es allerdings falsch. Da es ähnlich klingt, machten sie daraus die Floskel Hals- und Beinbruch, die sich in unserem Sprachgebrauch etabliert hat.
Missgünstige Geister und Mächte
Eine andere Erklärung für den außergewöhnlichen Ausdruck fällt auf den Aberglauben zurück. Die Menschen waren bereits in der Antike davon überzeugt, dass Schicksalsmächte oder böse Geister jeden guten Wunsch in das Gegenteil umwandelten. Deswegen sagen sich auch Seefahrer vor einer langen Reise „Mast- und Schotbruch“. Auch dieser Spruch soll der Besatzung anstatt Pech eine gute Überfahrt garantieren. In manchen Kulturen ist der Aberglaube heute noch weitverbreitet. Die Vietnamesen äußern nur Negatives über ein Baby, um die Dämonen nicht auf das Neugeborene aufmerksam zu machen.