Frage der Woche

Warum kriegen wir Muskelkater?

Vom Sportmuffel zum Starathlet? Nichts ist unmöglich. Doch Vorsicht: Wer zu viel und zu hart trainiert, bekommt die schmerzhafte Quittung am nächsten Tag – in Form von Muskelkater. Aber wieso eigentlich?

Krafttraining

© Imago/Westend

Jeder Muskel scheint zu brennen, schnelle Bewegungen sind unmöglich. Wie Muskelkater genau entsteht und welche Ursachen er hat, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Untersuchungen zeigen aber, dass Krafttraining wesentlich häufiger Muskelkater verursacht als Ausdauersport. Forscher nehmen deshalb an, dass Muskelkater von winzigen Rissen im Muskelgewebe hervorgerufen wird. Diese entstehen bei zu harter Trainingsbelastung in den Muskelfasern.

Doch nicht die Risse selbst verursachen den Schmerz: Erst wenn Wasser hineinfließt, um die entstandenen Eiweißbruchstücke abzutransportieren, schwillt der Muskel stark an. Der gestiegene Gewebedruck verursacht eine schlechtere Durchblutung, die für weitere Verspannungen sorgt. Deshalb entsteht der Muskelkater oft erst einen oder mehrere Tage nach dem Training.

Wärme lindert den Schmerz

Sitzt der Muskelkater einmal im Körper, sollte man sämtliche sportlichen Betätigungen auf ein Minimum reduzieren. Zusätzliche Belastungen verzögern den Heilungsprozess und sorgen für weitere Schmerzen. Auch Massagen sind laut Sportphysiologen nur bedingt zu empfehlen: Entspannender sind warme Bäder oder ein Saunabesuch. Die Wärme sorgt für eine bessere Durchblutung und lindert den Schmerz.

Die Aufwärmrunde vor und das Dehnen nach dem Training helfen gegen Muskelkater und sollten obligatorisch sein. Doch wer Schmerzen vermeiden will, braucht sich nicht allein darauf zu verlassen: Kirschsaft ist angeblich noch viel effektiver – und zugleich auch leckerer. Er enthält entzündungshemmende Substanzen und lindert den Schmerz. Ansonsten gilt die alte Faustregel: Regelmäßig Sport treiben und sich langsam steigern. Dann gibt es am nächsten Tag auch keine böse Überraschung.

Das könnte Sie auch interessieren