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Lebensmittelbetrug

Ist der Honig aus dem Supermarkt gepanscht?

Kaum ein Lebensmittel erfreut sich hierzulande so großer Beliebtheit wie Honig – Deutschland ist nach den USA der größte Konsument der Welt. Die Gründe liegen auf der Hand, ist er doch ein reines Naturprodukt ohne Zusätze und gilt dadurch als gesunde Alternative zu Zucker. Doch stimmt das auch?

© iStock-AndreyCherkasov

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Ist, wenn man im Supermarkt zum Honig greift, auch wirklich das drin, was dem Käufer versprochen wird? „Um die nötige Menge zu produzieren, wird Honig im großen Stil mit billigem Sirup gestreckt, und das ist bei diesem Naturprodukt nicht zulässig“, sagt Norberto Garcia, Präsident der Internationalen Organisation der Honigexporteure: „Wenn jemand das Doppelte für ein Produkt bezahlt, das falsch etikettiert ist, dann ist das Betrug. Ein Verbrechen am Verbraucher.“ 

Mittlerweile gehört das „flüssige Gold“ gar zu den am meisten gefälschten Lebensmitteln weltweit. Speziell Konzerne aus China, mit 474.000 Tonnen größter Produzent der Welt, überschwemmen den Weltmarkt mit gepanschtem Honig. In der EU rangiert er bereits auf Platz 6 der gefälschten Lebensmittel – 1,4 von zehn Honigproben sind laut EU-Analyse verfälscht. Das Problem: Für den Konsumenten ist oft nicht zu erkennen, woher der Honig in den Supermarktregalen stammt. Dazu ist wahre Detektivarbeit nötig, denn chinesischer Honig ist meist nicht also solcher belabelt.

Falsches Label

Seit die USA China mit Strafzöllen belegt haben, exportiert man in Länder wie Thailand, Vietnam oder die Ukraine, damit der Honig unter falscher Flagge in die EU geschleust werden kann. Und auch die Wissenschaft hat Mühe, die Fälschungen aufzuspüren. „Es gibt so viele verschiedene Sirupe, die beigesetzt werden könnten, dass man nie weiß, wonach man suchen muss“, sagt Lebensmittelanalytiker Stephan Schwarzinger. 

Auf 600 Millionen Euro schätzt Norberto Garcia den wirtschaftlichen Schaden, der jedes Jahr durch verfälschten Honig für die ehrlichen Imker entsteht. Gleichzeitig warnt der Experte: „Der ökonomische Schaden ist nur die Spitze des Eisbergs.“ Grund: Wenn Imker nicht mehr überleben können, wird es weniger Bienen geben. Wenn dadurch die Pflanzen unbestäubt bleiben, leidet die Artenvielfalt – mit schwerwiegenden Folgen für den gesamten ökologischen Kreislauf. 
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