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Apokalypse

Die skurrilsten Szenarien zum Weltuntergang

Die skurrilsten Szenarien zum Weltuntergang

Asteroideneinschlag, Sonnenstürme, Polumkehr: Glaubt man selbsternannten Apokalypse-Experten, wird die Welt schon bald auf die eine oder andere Art untergehen – und zwar zum x-ten Mal. Gänzlich neu sind solche Warnungen nämlich nicht. Welt der Wunder unternimmt einen amüsanten Ausflug in die Geschichte der fälschlicherweise vorausgesagten Apokalypsen.
  • Brennender Erdball

    imago/Science Photo Library

    Es begann mit einem Kinofilm: Als 2009 der Katastrophenkracher „2012“ anlief, war das Thema Weltuntergang plötzlich in nahezu allen Medien präsent. Was ist der Hintergrund? Im Dezember 2012 endete der derzeitige Kalender der südamerikanischen Maya-Kultur, was angeblich gleichbedeutend mit dem Ende der Welt ist. In der Folge verschieben sich in Roland Emmerichs Kassenschlager die Pole der Erde - was zu Flutwellen, Erdbeben und Vulkanausbrüchen führt, welche unseren Heimatplaneten an den Rand des Abgrunds treiben. Trotzdem gibt es - ganz im Sinne Hollywoods - natürlich ein Happy-End. Und ein solches erwartet die Erde auch in der Realität, das hat sogar die NASA mit einer offiziellen Stellungnahme zu diesem Weltuntergangsszenario unterstrichen.

  • Kalender mit Weltuntergang

    imago/McPHOTO

    „Der Kalender der Mayas endet nicht am 21. Dezember“, erklärt der NASA-Wissenschaftler Don Yeomans vom Near Earth Objects Programm (NEO) der Raumfahrtbehörde, „an dem Tag endet nur ein Zyklus und ein neuer beginnt - genau wie unser Kalender am 31. Dezember endet und dann am 1. Januar neu beginnt.“ Es gäbe also eigentlich keinen Grund zur Panik, zumal diese Feststellung auch nicht neu ist. Fans der Apokalypse-Theorie rund um den Maya-Kalender lassen sich von solchen Fakten aber nicht so einfach überzeugen. Drei gängige Szenarien für einen möglichen Weltuntergang halten sich dementsprechend hartnäckig: Der Zusammenstoß der Erde mit einem ominösen „Planeten X“, der auch unter dem Namen „Nibiru“ gehandelt wird, eine Umkehr der Pole unseres Planeten und ein Anwachsen der Sonne bis auf eine Größe, die für die Erde vernichtende Folgen hätte. Warum all diese Weltuntergangsszenarien an den Haaren herbeigezogen sind und was es noch so an abstrusen Vorhersagen für die Apokalypse gab und gibt, erfahren Sie in dieser Bildergalerie.

  • Bild einer Sonnenfinsternis

    imago/Michael Heuberger

    Wir werden alle sterben. Daran lässt sich leider nichts ändern. Fraglich ist nur, wann das passiert. Seit Menschen denken können, gab es zahlreiche Versuche, das Ende der Welt genau vorauszusagen. Die meisten Prophezeiungen kamen von Geistlichen und orientierten sich an Aussagen der Bibel. Teilweise wurden aber auch astronomische Phänomene wie Sonnenfinsternisse oder Kometen als Vorboten der Apokalypse gedeutet.

  • Zeichnung der Arche Noah

    imago/Leemage

    „Ich werde eine Flut über die Erde hereinbrechen lassen, in der alles Lebendige umkommen soll“, spricht Gott im Alten Testament. „Weder Mensch noch Tier wird mit dem Leben davonkommen.“ Ausgenommen sind davon natürlich Noah, seine Frau, ihre drei Söhne, deren Frauen und ein Pärchen jeder Tierart. Die Arche Noahs ist eine schöne Geschichte - das Schiff, auf dem alle Tiere in Frieden miteinander leben ist aber eindeutig ein Märchen. Nach Berechnungen von Theologen spielt diese Geschichte 6.023 Jahre nach der Schöpfung der Erde. Geht man von heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen aus, gab es zum damaligen Zeitpunkt jedoch weder Menschen, noch Pflanzen oder Tiere - und vor allem keine feste Erdoberfläche.

  • Komet fliegt an Erde und Mond vorbei

    imago/Science Photo Library

    Im Jahr 66 nach Christus sahen die Bewohner Jerusalems einen hellen Stern an der Erde vorbeiziehen. Ihre Interpretation war eindeutig: Das war eine Warnung Gottes! Das Ende ist nah! Der Weltuntergang wurde für das Jahr 70 vorausgesagt. Tatsächlich handelte es sich bei dem Stern vermutlich um den Halleyschen Kometen. Er ist alle 76 Jahre von der Erde aus zu sehen und sollte die Menschen noch einige weitere Male in Angst und Schrecken versetzen.

  • Zeichnung des Vulkanausbruchs bei Pompeii

    imago/Leemage

    Die Römer lebten in Saus und Braus. Sie liebten Luxus und Verschwendung und führten ein zügelloses Leben. Als im Jahr 79 nach Christus die Stadt Pompeji nachts unter Lavamassen des Vulkans Vesuv begraben wurde, deuteten das viele Römer als letzte Warnung: Ändert euch oder der Rest der Welt ist auch dran. Wieder wurde mit dem baldigen Weltuntergang gerechnet.

  • Kreuz im Sonnenschein

    imago/epd

    Wenn ein Feiertag auf einen Sonntag fällt, ist das heute noch ärgerlich. Hat uns der Kirchenkalender doch wieder einen freien Tag gemopst! Auch in Lothringen mochte man solche Zufälle nicht. Im Jahr 970 fielen hier Mariä Verkündigung und Karfreitag auf denselben Tag. Ein klares Zeichen für den Weltuntergang, prognostizierten Geistliche.

  • Mann verkleidet als Dämon

    imago/Westend61

    Das erste Jahrtausend endete in Sachsen mit einer Kette unglücklicher Ereignisse. Eine Hungersnot zog Krankheiten nach sich, dann wurde im Land auch noch ein missgebildetes Kind geboren. Der Antichrist ist da! War er natürlich nicht. Aber zum ersten Jahrtausendwechsel wurden zahlreiche Begebenheiten als Vorzeichen des Weltuntergangs beziehungsweise im christlichen Glauben als Ankunft des Antichristen gedeutet. Um sein Volk vor dem Gegenspieler Jesu zu schützen, exhumierte König Otto der III. sogar den „Gründer Europas“ Karl den Großen an Pfingsten des Jahres 1000. Kaiser Karl war zu diesem Zeitpunkt etwa 200 Jahre tot, seine Wiederauferstehung erübrigte sich jedoch aufgrund der Abwesenheit des Antichristen.

  • Vitrine mit Vogelmaske

    imago/epd

    Im 14. Jahrhundert wütet die Pest in Europa. Etwa ein Drittel der Bevölkerung verstirbt an der hochgradig ansteckenden Krankheit. 1347 erklärt die katholische Kirche die Seuche zum Anzeichen für den drohenden Weltuntergang - die Pest sei eine letzte Warnung Gottes, um die Menschen zu einem anständigeren Leben zu bewegen.

  • Statue von Martin Luther

    imago/Klaus Martin Höfer

    Sogar der Urheber der evangelischen Kirche, Martin Luther, versuchte sich an Weltuntergangsprognosen. Zwar wollte er sich nicht auf ein genaues Datum festlegen lassen - er war sich aber sicher, dass die Apokalypse auf keinen Fall später als im Jahr 1600 eintreten wird.

  • Sonne hinter Erdball

    imago/Science Photo Library

    Der Dominikanermönch Tommaso Campanella war einer der frühen Astronomen. Er beobachte den Nachthimmel und die Konstellation der Sterne. Im Jahr 1603 unterlief ihm dabei ein folgenschwerer Rechenfehler - er prognostizierte eine Kollision von Sonne und Erde, die für uns den Weltuntergang bedeutet hätte.

  • Gemälde Kolumbus-Landung in Amerika

    imago/UIG

    Auch Christopher Kolumbus neigte zum Aberglauben. Nachdem er 1492 Amerika entdeckte, deutete er das neue Land als erste Etappe in ein endzeitliches Paradies. Der Weltuntergang sollte sich aber seiner Meinung nach noch Zeit lassen bis zum Jahr 1666 - die Zahl 666 gilt nach der Offenbarung des Johannes als „Zahl des Antichristen“.

  • Komet fliegt an Erde vorbei

    imago/Science Photo Library

    Und wieder Besuch aus dem All: 1835 war der Halleysche Komet mal wieder von der Erde aus zu sehen. Prompt wurde er für allerlei Katastrophen verantwortlich gemacht: An Kriegen in Kuba, Mexiko, Ecuador, Peru, Argentinien und Bolivien sollte der Stern schuld sein, außerdem trug er angeblich auch für ein zerstörerisches Feuer in New York City die Verantwortung. Und so natürlich auch für den bald drohenden Weltuntergang...

  • Mann mit Bibel und Zeugen Jehovas Zeitschrift

    imago/Schöning

    Im Jahr 1874 sagten die Zeugen Jehovas zum ersten Mal einen Weltuntergang voraus. Dieses Datum sollte nur eine von zahlreichen anderen Gelegenheiten sein, zu der Gott - nach Meinung der Zeugen endlich - die Erde richten und die Ungläubigen vernichten sollte. Spätere Apokalypsen wurden für 1878, 1881, 1910, 1914, 1918, 1925, 1975, 1984 und 1994 vorausgesagt.

  • Grafik des Sonnensystems

    imago/Imagebroker/saurer

    Mit dem 20. Jahrhundert begann auch der Siegeszug wissenschaftlicher Prognosen. Wissenschaft lässt sich berechnen, es gibt keine Grauzonen, es gibt nur richtig oder falsch. 1919 berechnete der Meteorologe Albert Porta so die Kollision von sechs Planeten unseres Sonnensystems. Die Erde war zwar nicht Teil dieses Teams, allerdings sollten bei der Kollision freigesetzte Gase sich an der Sonne entzünden, die so anschließend die Erde verglühen ließe. Porta hatte sich verrechnet. Seine Prognosen lösten dennoch eine Welle an Suiziden und Panik vor dem Weltuntergang aus.

  • Traktor sprüht Insektizid auf Feld

    imago/United Archives

    In den vierziger Jahren begannen Bauern in den USA und Europa ihre Pflanzen mit dem Insektizid DDT zu besprühen. DDT, das ist heute bekannt, ist hochgradig krebserregend. Die Biologin und Wissenschaftsjournalistin Rachel Carson überspitzte Prognosen um die Auswirkung von DDT jedoch, als sie 1962 in ihrem Bestseller „Der stumme Frühling“ schrieb, eine Krebsepidemie werde in den nächsten Jahrzehnten die gesamte Menschheit auslöschen.

  • New York wird überflutet

    imago/Unimedia Images

    Der Sektenführer Bhagwan Shree Rajneesh sagte zwischen 1984 und 1999 diverse Weltuntergangsszenarien und Katastrophen voraus: Tokio, New York, San Francisco, Los Angeles und Bombay sollten durch Fluten, Erdbeben, Vulkanausbrüche und Kriege zerstört werden, die Folge sei ein Zusammenbruch der Weltwirtschaft und damit: der Weltuntergang.

  • Kommunistische Flagge neben Jesus-Schrein

    imago/fotoimedia

    Der Weltuntergang der Sekte „Kinder Gottes“ zählt vermutlich zu den absurdesten Szenarien der Apokalypse der Neuzeit. Ihrer Meinung nach sollte die Sowjetunion im Jahr 1986 Israel und die USA besiegen und eine weltweite, kommunistische Diktatur errichten. Die gute Nachricht lässt aber nicht lange auf sich warten: Im Jahr 1993 sollte nach Glauben der Sekte Jesus auf die Erde zurückkehren, die totalitäre Herrschaft beenden und uns ins zeitlose Paradies führen.

  • Totenkopf auf Laptop-Bildschirm

    imago/Imagebroker

    Viele von uns erinnern sich noch: Wir schrieben das Jahr 1999 und zahlreiche Medien wollten uns einreden, dass mit dem Sprung ins Jahr 2000 alle Computer abstürzen würden - niemand hatte beim Programmieren angeblich den Sprung der vierstelligen Jahreszahl bedacht. Ein solcher globaler Kollaps hätte natürlich den Zusammenbruch von Kommunikationsnetzen und Flugzeugabstürze nach sich gezogen. Und ja, auch den nun endlich eintretenden Weltuntergang. Auch das Jahr 2000 selbst ließ manch christlichen Theologen aufhorchen: Teilt man die Zahl durch drei, so erhält man 666,666. Wieder ein eindeutiges Anzeichen für die Präsenz des Antichristen.

  • Münzprägung von Michel de Nostredame

    imago/United Archives

    Der französische Arzt und Astrologe Michel de Nostredame darf natürlich bei keinem Weltuntergangsszenario fehlen. Aus seinen zukunftsvoraussagenden Überlieferungen lassen sich verschiedene Daten für das Ende der Welt interpretieren - der späteste davon im Jahr 7000.

  • Auszug Wörterbuch zu Apokalypse

    imago/blickwinkel

    Zugegeben: Es ist gut möglich, dass die Menschheit sich vor dem Ende der Welt selbst auslöscht. Kriege mit immer zerstörerischen Waffen sprechen dafür, dass wir diesen Planeten nicht bis zum Ende besiedeln werden. Um das Jahr 4.500.000.000 ist nach heutiger, astronomischer Ansicht aber endgültig Zapfenstreich: Zu diesem Zeitpunkt wird die Sonne vor ihrem eigenen Tod zu einem gigantischen Feuerball anschwellen und in diesem Zuge die Erde, den Merkur, die Venus und eventuell auch den Mars verglühen lassen. Wann es denn für die Menschheit soweit ist, lässt sich nicht voraussagen, auch wenn Verschwörungstheoretiker, Geistliche, Esoteriker und auch Wissenschaftler sich immer wieder daran versuchen. Letztendlich bleibt uns so nur ein recht hoffnungsvolles Zitat aus der Bibel. „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte vergehen nicht; sie bleiben gültig für immer und ewig“, spricht Gott im Matthäusevangelium. „Doch der Tag und die Stunde, wann das Ende da ist, kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel - nicht einmal der Sohn. Nur der Vater kennt sie.“ Es braucht also niemand vorsorglich in Angst zu leben - lassen wir uns überraschen

Asteroideneinschlag, Sonnenstürme, Polumkehr: Welt der Wunder unternimmt einen amüsanten Ausflug in die Geschichte der fälschlicherweise vorausgesagten Apokalypsen.

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