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Die Cholesterinlüge: Mythen und Fakten

Die Cholesterinlüge: Mythen und Fakten

Jeder fürchtet die Diagnose und doch wissen nur wenige wirklich Bescheid: hohe Cholesterinwerte. Sie gelten als bedenklich – ja gar als lebensbedrohlich. Wir haben dem Schreckgespenst „Cholesterin“ auf den Zahn gefühlt und Mythen durch Fakten ersetzt.
  • Cholesterinlüge

    imago/Niehoff

    Cholesterin kommt allein in tierischen Lebensmitteln vor und gilt landläufig als Auslöser für Arterienverkalkungen und damit einhergehenden Schlaganfällen und Herzinfarkten. Die Pharmaindustrie hat hier Lunte gerochen und macht ein Milliardengeschäft mit cholesterinsenkenden Medikamenten. Aber ist die körpereigene (!) Substanz wirklich so schlecht wie ihr Ruf?

  • Arterienverkalkung

    imago/emil umdorf

    Wer cholesterinreiche Nahrung zu sich nimmt oder von Haus aus einen hohen Cholesterinspiegel besitzt, hat ein erhöhtes Risiko an Arterienverkalkungen zu erkranken. Diese können im Ernstfall bis zum Herzinfarkt und damit zum Tod führen.

  • Cholesterin als körpereigener Stoff

    imago/Russian Look/Fotoimedia

    Das Cholesterin per se zu verteufeln ist völlig falsch, denn: Es ist für uns unentbehrlich! Tatsächlich produziert unser Körper – und dabei vor allem die Leber – selbst Cholesterin. Ohne den körpereigenen Stoff würden unsere Organe nicht richtig arbeiten, unser Gedächtnis würde ins Stocken geraten. Ja sogar unser angeblich so bedrohtes Herz besteht selbst zu zehn Prozent aus Cholesterin.

  • Speck und Eier

    imago/CHROMORANGE

    Maximal zwei Eier soll man in der Woche essen – so der gängige Ratschlag. Es ist ja auch reich an Cholesterin, würde so die Blutfettwerte in die Höhe schnellen lassen und damit dem lieben Herzen stark zusetzen. Auch vor Fettschleudern wie Speck wird zum Wohl der Cholesterinwerte gewarnt.

  • Körper regelt Cholesterinwerte

    imago/Imagebroker

    Wer Cholesterin über Nahrung aufnimmt, treibt damit nicht zwangsläufig seine Werte in die Höhe. Unser Körper besitzt nämlich einen Mechanismus, der vor einer Cholesterin-Überdosis aus Eiern oder Speck schützt: Nehmen wir über Lebensmittel große Mengen Cholesterin auf, drosselt unser Organismus die interne Produktion. Verschiedene Studien bestätigen, dass Ei-Liebhaber nicht öfter an Herzproblemen oder Arterienverkalkungen erkranken wie Ei-Ablehner. Dieser Freifahrtschein gilt allerdings nicht für Menschen, die bereits einen erhöhten Cholesterinspiegel besitzen!

  • Cholesterinsenkende Produkte

    imago/Newscast

    Diagnostiziert der Arzt hohe Blutfettwerte, sind Patienten sofort alarmiert und packen gedanklich schon sämtliche cholesterin- und fettarmen Produkte aus den Supermarktregalen in den Einkaufwagen.

  • Erhöhte Blutfettwerte

    imago/Rust

    Menschen mit erhöhten Blutfettwerten haben aber einen entscheidenden Vorteil: Im Fall einer Blutvergiftung kann ihnen Cholesterin das Leben retten. Studien weisen darauf hin, dass im Fall einer Blutvergiftung Cholesterin Teil eines raffinierten Abwehrmechanismus unseres Körpers ist. Würden wir die Menge mit Medikamenten künstlich senken, würden wir damit auch diesen Abwehrmechanismus schwächen.

  • Margarine

    imago/Rüdiger Wölk

    Im Gegensatz zu fetter Butter wird Margarine oftmals als gesünder angesehen. Tierische Fette in Butter erhöhen angeblichen den Cholesterinspiegel und machen zudem auch noch dick. Deswegen scheint der Griff zur Margarine doch nur sinnvoll – oder?

  • Butter

    imago/INSADCO

    Wie bei den Eiern stimmt auch beim Butterverzehr der Körper seine Eigenproduktion auf die Nahrungs-Zufuhr von Cholesterin ab. Eine Langzeitstudie der Harvard Universität in den USA ergab, dass eine sehr butterlastige Ernährung die Blutfettwerte gesunder Menschen nur um höchstens zwei Prozent verändert. Zudem ist Butter ein wichtiger Energielieferant, der unseren Akku bei körperlichen oder geistigen Anstrengungen schnell wieder auflädt.

  • Medikamente gegen zu hohe Cholesterinwerte

    imago/Thea

    Seit der vermeintlichen Entdeckung vor über 100 Jahren, dass Cholesterin für Arterienverkalkungen verantwortlich sei, hat die Pharmaindustrie einen immer größeren Umsatz mit cholesterinsenkenden Medikamenten verzeichnet. Und das ist auch gut so, denn immerhin leben wir mit ihnen auch länger – oder?

  • Grapefruitsaft senkt Werte

    imago/blickwinkel

    Die in cholesterinsenkenden Medikamenten enthaltenen Statine senken den Cholesterinhaushalt zwar zuverlässig – doch ist eine Behandlung damit nur ab einem bestimmten Schweregrad sinnvoll. Vorbeugend sollte man sie nicht nehmen, denn sie bergen gefährliche Nebenwirkungen. Die Einnahme kann bei übergewichtigen Cholesterinpatienten mit hohem Blutdruck zu einem verstärkten Diabetesrisiko führen. Die Kombination mit Grapefruitsaft führe in manchen Fällen sogar zu Muskelschäden.

  • Cholesterinwerte

    imago/Petra Schneider

    Übersteigt der eigene Cholesteringehalt einen Wert von 200 Milligramm pro Deziliter Blut, gilt er als zu hoch und damit gefährlich für die Gesundheit.

  • Bluthochdruck

    imago/CHROMORANGE

    Es lässt sich kein allgemeingültiger Wert festlegen, der auf alle Menschen zutrifft. Wie gefährlich der vom Arzt ermittelte Cholesterinwert wirklich ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: beispielweise ob Erkrankungen wie Diabetes vorliegen, wie hoch der Bluthochdruck ist oder wie alt man ist. Zudem muss man innerhalb des Gesamtcholesterinwertes noch zwischen LDL- und HDL-Werten unterscheiden: Das HDL-Cholesterin löst Fette auf und transportiert sie in die Leber, wo sie verarbeitet werden. Das LDL-Cholesterin kann sich beim Transport der Fette zu den Körperzellen in den Arterien ablagern und diese dann verstopfen. Unterm Strich ist ein erhöhter HDL-Wert sogar wünschenswert, ein hoher LDL-Wert gibt hingegen Grund zur Sorge.

  • Alkohol

    imago/Karina Hessland

    Neben den schädlichen Inhaltsstoffen von Zigarette, wird auch Alkohol eine gefäßschädigende Wirkung zugeschrieben. Zur Sicherheit wird bei erhöhten Cholesterinwerten also auf Alkohol verzichtet.

  • Rotwein, Bier, Schnaps

    imago/Imagebroker

    Den Alkohol aus Prinzip verbannen? Keineswegs! Diverse Studien haben ergeben, dass ein gelegentliches Glas Rotwein, eine Flasche Bier oder ein Gläschen Schnaps unseren Gefäßen gut tun kann. Das liegt daran, dass Alkohol das „gute“ HDL-Cholesterin erhöht, Entzündungen hemmt, die Fließeigenschaften des Blutes verbessert und dazu führt, dass unsere Blutplättchen nicht verklumpen. Aber Obacht! Selbstverständlich gilt hier: Alles in Maßen. Zu viel Alkohol wirkt sich wiederum negativ auf unseren Cholesterinhaushalt aus.

Jeder fürchtet die Diagnose und doch wissen nur wenige wirklich Bescheid: hohe Cholesterinwerte. Sie gelten als bedenklich – ja gar als lebensbedrohlich. Wir haben dem Schreckgespenst „Cholesterin“ auf den Zahn gefühlt und Mythen durch Fakten ersetzt.

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