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Besser als sein Ruf? Die größten Fastfood-Mythen

Besser als sein Ruf? Die größten Fastfood-Mythen

Fastfood macht dick und schlapp und schadet dem Körper? Ist das schnelle Essen eine Erfindung der modernen Zeit? Das stimmt so nicht ganz – viele Snacks haben ihr Image als Gesundheitskiller nicht verdient.
  • Burger, Softdrink und Pommes

    iStock/cookelma

    „Fastfood ist ungesund“, das ist die landläufige Meinung. Und aus diesem Grund verzichten viele Menschen auf schnelle Snacks. Aber stimmt das wirklich? Oder ist das „Junkfood“ besser als sein Ruf?

  • Dickerer Mann versucht Jeans zuzuknöpfen

    iStock/AtnoYdur

    Fastfood enthält sehr viel Fett. Eine Currywurst mit Pommes deckt bereits zwei Drittel des Tagesbedarfs eines Erwachsenen. Und im Vergleich zu Eiweiß und Kohlehydraten enthält Fett mehr als doppelt so viele Kalorien.

  • Gruppe isst Fast Food

    iStock/kzenon

    Allerdings wird das Wort „Kalorie“ im Alltag als Verursacher für jegliches Übergewicht gesehen – ein Missverständnis. Korrekt formuliert spricht man von „Kilokalorie“, das ist die Bezeichnung für eine Energieeinheit im Stoffwechsel. Jeder Mensch hat einen täglichen Energiebedarf, den er in Form von Kalorien zu sich nimmt. Bei Frauen liegt der Richtwert bei 2.000, bei Männern bei 2.500 Kilokalorien. Wer nicht mehr als diese Menge bei normaler täglicher Beschäftigung, beispielsweise Büroarbeit, zu sich nimmt, der wird auch nicht dick. Fastfood in Maßen macht also keineswegs dick. Nach Verzehr eines Burger-Menüs sollte man allerdings darauf achten, den Rest des Tages fettarme, vitamin- und mineralstoffreiche Kost zu sich zu nehmen, um die empfohlene tägliche Fett- und Kalorienmenge nicht zu überschreiten.

  • Zwei uniformierte Asiaten essen Fast Food

    imago/newspix

    Grundsätzlich ist es nicht sinnvoll, Essen schnell in sich hineinzustopfen. Denn dabei isst man leicht über den tatsächlichen Bedarf hinaus. Das Fastfood selbst ist aber nicht schuld daran, dass wir zu viel und zu schnell essen, sondern unsere generellen Essgewohnheiten. Wahrscheinlich kauen die Wenigsten ihr Essen zwanzigmal, so wie sie es als Kinder beigebracht bekommen haben, bevor sie es schlucken.

  • Mann in Büro ist Mittag

    iStock/Jill Chen

    Wer sich beim Essen nicht auf den Genuss der Speisen konzentriert, sondern beispielsweise fernsieht, liest oder gar im Laufen isst, der nimmt zwangsläufig mehr zu sich als er benötigt. Denn durch die Ablenkung merken wir oft nicht, dass wir eigentlich bereits satt sind. Die Folgen sind Übelkeit, Völlegefühl und Mattheit.

  • iStock/Pierdelune

    Viele Menschen glauben, dass Fastfood eine moderne amerikanische Erfindung ist. Doch das schnelle Essen wurde bereits in der Antike erfunden. Die ersten Fastfood-Buden gab es bereits im Römischen Reich. In Pompeji wurden Gebäude ausgegraben, die den modernen Fastfood-Restaurants erstaunlich ähnlich sind. Da die meisten antiken Haushalte keine eigene Küche besaßen und die Bewohner somit keine Möglichkeit hatten, Speisen zu erhitzen, kam man damals auf die Idee, warmes Essen öffentlich anzubieten.

  • Schild einer Bistro

    imago/Imagebroker

    Die direkten Vorläufer der modernen Schnellrestaurants entstanden im 19. Jahrhundert in Frankreich. Hier errichtete man damals zahlreiche Take-Away-Restaurants. Die unter Napoleon aus Russland heimgekehrten Soldaten bezeichneten sie als „Bistro“, was sich vom russischen Adjektiv „bystro“ ableitet und „schnell“ bedeutet. Fastfood – wie wir es heute kennen – entstand erst um 1950 in den USA. Mit der Gründung und Expansion der Ketten McDonalds und Burger King trat dann der Hamburger seinen Siegeszug durch die ganze Welt an. Die erste McDonalds-Filiale in Deutschland wurde 1971 eröffnet und befindet sich immer noch in München im Betrieb.

  • Müde Frau auf Sofa

    imago/Imagebroker/bergsteiger

    Nach Verzehr eines Fastfood-Snacks fühlt man sich zunächst gut gesättigt und zufrieden. Doch lange hält dieses Gefühl nicht an. Schon nach wenigen Stunden sinkt die Stimmung und wir haben erneut Hunger.

  • Mann reibt sich Bauch

    iStock/lolostock

    Hier ist nun aber tatsächlich das Fastfood schuld: Es enthält viele kurzkettige Kohlenhydrate, die der Körper in Windeseile in Zucker umwandelt. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel rasch an, was für einen kurzzeitigen Energieschub sorgt. Doch gleichzeitig produziert die Bauchspeicheldrüse hohe Mengen an Insulin, um den Zucker aus dem Blut in die Zellen zu transportieren, in denen er dann verarbeitet wird. Dadurch fällt der Blutzuckerspiegel schnell wieder ab und wir werden schlapp.

  • Eine Pizza auf einem Holztisch

    iStock/Yingko

    Fastfood und Vitamine? In einem Burger oder einer Currywurst vermuten wohl die wenigsten Menschen essenzielle Nahrungsbestandteile. Doch eine „Pizza Vierjahreszeiten“ enthält beispielsweise weit mehr Vitamin C als ein gemischter Salat und außerdem die Vitamine A, B6, E und K sowie Biotin und Folsäure. Eine Currywurst ist zwar extrem fetthaltig, doch auch in ihr verbergen sich Biotin, Folsäure und zudem auch Niacin, was gut für die Nerven und Muskeln ist. Und selbst ein Hamburger enthält zahlreiche Vitamine und zudem das Carotinoid Lycopin. Dieses macht freie Radikale im Körper unschädlich und schützt somit vor verfrühter Alterung.

  • Verschiedenes Gemüse

    iStock/aga7ta

    Allerdings gilt: Die Menge all dieser Nährstoffe ist meist nur in geringem Maße in den Snacks enthalten. Ein Erwachsener kann seinen Tagesbedarf hiermit nicht decken. Daher sollte Fastfood auch immer im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung verzehrt werden.

Fastfood macht dick und schlapp und schadet dem Körper? Das stimmt so nicht ganz – viele Snacks haben ihr Image als Gesundheitskiller nicht verdient.

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