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Flüchtlinge in Deutschland

Kiron University bietet Flüchtlingen kostenlose Studiengänge an

Kiron University bietet Flüchtlingen kostenlose Studiengänge an

Was steckt hinter der Non-Profit-Organisation Kiron University und wie kann man sie unterstützen?

Wer als Flüchtling, Vertriebener oder Asylbewerber aus Krisenregionen nach Deutschland kommt, hat es oftmals nicht leicht, in dem fremden Land beruflich Fuß zu fassen oder an einer Universität zu studieren. Oft fehlen rechtliche Dokumente, Schulzeugnisse oder die nötigen Sprachkenntnisse. Auch hindern hohe Studiengebühren und mangelnde Kapazitäten an Hochschulen die Flüchtlinge an einem Zugang zu höherer Bildung.

Doch viele junge Leute dürstet es genau nach diesem grundlegenden Menschrecht. Ihnen soll die nicht-staatliche Non-Profit-Organisation Kiron University einen kostenlosen Zugang zu Hochschulbildung ermöglichen. Hier werden den Studieninteressierten fünf Bachelorstudiengänge angeboten, deren jeweilige Branchen händeringend nach Fachkräften suchen: Informatik, Ingenieurwesen, Betriebswirtschaft, Architektur und Kulturwissenschaften. Das Besondere an der Uni: Selbst wenn dem Flüchtling noch keine Aufenthaltsgenehmigung ausgestellt wurde, kann er sein Studium beginnen.

Wie sieht ein Studium an der Kiron University aus?

Das dreijährige Studium besteht auf der einen Seite aus einem zweijährigen Onlinestudium an der Kiron University. Hier wählen die Studenten aus einem Pool an Kursen, den sogenannten „Massive Open Online Courses“ (MOOCs), die u.a. von Universitäten wie Harvard, MIT, Stanford oder Yale stammen. Zum anderen absolvieren die Studierenden nach diesen zwei Jahren noch ein weiteres Jahr an einer Partneruniversität. Zu ihnen gehören derzeit unter anderem die Macromedia Hochschule Berlin und die Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg. Kiron selbst gibt an, mit 15 Hochschulen zu verhandeln.

Erst nachdem die Studenten das Onlinestudium abgeschlossen haben, müssen sie die nötigen Dokumente, wie eine Aufenthaltsgenehmigung, einreichen, um sich an einer Partneruniversität einschreiben zu können. Die Kurse werden in Englisch angeboten. Nach bestandener Abschlussarbeit stellt die jeweilige Universität einen international anerkannten Studienabschluss aus.

Unter Berücksichtigung ihrer besonderen Umstände und ergänzend zu den Onlinekursen unterstützt die Non-Profit-Organisation die Flüchtlinge außerdem mit zusätzlichen Leistungen wie beispielsweise Sprachkursen und psychologischer Beratung. Allein im letzten Jahr erreichten die Kiron University 15.000 Anfragen von Studieninteressierten.

Wie kann man die Kiron University unterstützen?

Da die Kiron University eine Non-Profit-Organisation ist, die kostenlos Bildung zur Verfügung stellen will, ist das Projekt auf Spenden angewiesen. Die Crowdfunding Plattform „Startnext“ hat hierzu eine Kampagne ins Leben gerufen, deren Ziel es ist, ein Pilotsemester mit 1.000 Studenten an den Start zu bringen. Um einem Studenten ein dreijähriges Bachelorstudium zu finanzieren, benötigt die Uni 1.200 Euro. Demnach beträgt das Finanzierungsziel 1.200.000 Euro.

Bis zum 7. November 2015 können sich Unterstützer an der Finanzierung eines oder mehrerer Stipendien beteiligen. Ein Stipendium deckt dabei Betreuung, Hardware, Internet, Softwarelizenzen, Wartung und Entwicklung der Plattform, Gebühren sowie Administration ab. Das Ziel? Aus der Kraft der Schwarmfinanzierung langfristig Investoren aus Politik und Wirtschaft zu gewinnen und damit den Flüchtlingen Hoffnung auf eine bessere Zukunft durch Bildung zu geben.

Das Projekt auf Welt der Wunder TV

In der dritten Folge von Street Economy wird die Universität samt ihrer Mission, Philosophie sowie ihrem Mitbegründer Markus Keßler vorgestellt. Zusammen mit seinem Team plant Keßler, im nächsten Jahr einen eigenen Campus in der Nähe von Berlin zu eröffnen.

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