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Geschichte

Einfluss aus dem Hintergrund: Frauen im Alten Rom

Einfluss aus dem Hintergrund: Frauen im Alten Rom

Cäsar, Augustus, Cato: Hatten in Rom nur die Männer das Sagen? Ein genauerer Blick zeigt, dass Frauen durchaus Rechte und Einfluss hatten – und manchmal sogar in der Weltpolitik mitmischten.

In der römischen Gesellschaft hatten Frauen meist nicht viel zu sagen. Offiziell durften sie nicht am politischen Geschehen teilnehmen und zuhause galt der „pater familias“ als der unumschränkte Chef. Doch hatten Frauen im Alten Rom wirklich keine Rechte und keine Macht? Tatsächlich nutzten viele ihre Rolle als Ehefrau oder Mutter, um Einfluss zu nehmen und manche sogar dazu, Weltpolitik zu machen.

Von den Frauen im Alten Rom wurde vor allem eines erwartet: die Erziehung der Kinder. Doch dadurch übten sie einen enormen Einfluss auf die zukünftigen Staatsbürger Roms aus. Denn mit der Kontrolle der Erziehung saßen die Frauen an den Hebeln der Macht und zahlreiche römische Politiker und Kaiser fragten ihre Mütter auch später noch um Rat, wenn es galt, politische Entscheidungen zu fällen. Auf diese Weise konnten diese im Hintergrund die Strippen ziehen.

So hatten Frauen zum Beispiel im römischen Senat nichts zu suchen – Agrippina die Jüngere aber ließ sich davon nicht beirren: Sie lauschte hinter einem Vorhang den Sitzungen, um anschließend ihren Sohn, dem Kaiser Nero, zu ihr gefälligen Entscheidungen zu überreden. Sie erlangte im Laufe der Jahre enormen Einfluss: So gilt sie beispielsweise als Gründerin Kölns.

Kampf um Privilegien

Obwohl man ihre Hauptaufgabe in der Kinderbetreuung sah, gingen doch viele römische Frauen einem Beruf nach. Vor allem Ärztin oder Hebamme war eine beliebte Tätigkeit. Andere arbeiteten in Manufakturen, Gaststätten oder als Künstlerin.

Eine besondere Rolle kam im Alten Rom den Vestalinnen zu. Der Kult um die Göttin Vesta, die als Hüterin des Feuers galt, wurde im gesamten römischen Imperium praktiziert. Im Vesta-Tempel auf dem Forum Romanum in Rom kümmerte sich eine Gruppe von Priesterinnen persönlich um das Feuer auf dem so genannten Staatsherd. Auch bei vielen öffentlichen Kultakten war die Anwesenheit der Vestalinnen erforderlich, um einer Zeremonie Glanz und Ehre zu verleihen und die Götter gnädig zu stimmen. Bis zum Ende ihrer dreißigjährigen Dienstzeit mussten die Vestalinnen ihre Jungfräulichkeit bewahren, ansonsten drohte ihnen die Todesstrafe.

Gleichzeitig konnten sie so unabhängig von Männern leben. Vestalinnen hatten deutlich mehr Rechte als andere Frauen. Sie waren rechtlich selbständig, konnten ohne die Unterschrift eines Mannes Geschäfte tätigen und ihr Geld selbst verwalten. Viele waren sehr reich und gehörten der römischen Oberschicht an. Sie hatten außerdem stets einen Leibwächter bei sich – ein Privileg, dass sonst nur hohen Staatsbediensteten zustand. 

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