Weltraum

Warum schrumpft der Mond?

In den letzten hundert Millionen Jahren ist der Mond um circa 50 Meter Durchmesser geschrumpft, das belegt eine kürzlich veröffentlichte NASA-Studie. Doch warum ist das so?

© iStock-Romolo Tavani

Der Mond schrumpft wie eine Weintraube, die zur Rosine wird. Er wird kleiner und faltiger, was durch große Klippen und Spalten auf der Mond-Oberfläche sichtbar wird. Aber warum ist das so? 

Der Grund dafür: Der Erdtrabant kühlt von innen immer mehr aus. Bei seiner Entstehung vor knapp 4,5 Milliarden Jahren war die Temperatur noch deutlich höher als heute. Dass der Mond sich zusammenzieht wie eine Rosine, lässt sich physikalisch so erklären: Je kühler eine Materie wird, desto weniger schwingen die Atome, aus denen sie zusammengesetzt ist, und desto näher rücken sie zusammen.

Eine Analyse der Daten, die während der Apollo-Mission gesammelt wurden, ergab weitere neue Erkenntnisse: Die Falten auf der Mondoberfläche, bzw. die sogenannten Geländestufen, die durch die Abkühlung entstehen, sind immer noch aktiv und lösen starke Beben aus. Diese Mondbeben können Hangrutsche auslösen, so dass sogar große Felsen abbrechen können. 

Diese aktive Mondtektonik haben die Wissenschaftler lange nicht erkannt. Umso bemerkenswerter ist es, dass Daten von vor fast 50 Jahren halfen, mit neuesten Technologien weitere bahnbrechende Erkenntnisse über unseren Erdtrabanten zu erlangen.

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