Vermögensaufbau

Immobilien-Crowdfinanzierung Exporo: Als Kleinanleger am Immobilienmarkt profitieren

Der Immobilienmarkt boomt, doch angesichts rasant steigender Preise sind Investments in Immobilien denen vorbehalten, die über sehr viel Kapital verfügen. Das Crowdinvesting-Unternehmen Exporo bietet Anlegern eine Option, auch mit wenig Kapital vom Immobilienmarkt zu profitieren. Aber selbst im Immobiliengeschäft bleibt ein solches Invest riskant – wie jede Art von Unternehmensbeteiligung.

© Envato

Als das Startup Exporo 2014 auf dem Immobilienmarkt auftauchte, schien der Zeitpunkt perfekt. In den Großstädten explodierten die Immobilienpreise und mit dem Konzept „Crowdinvesting in Immobilien“ schien es eine neue Möglichkeit zu geben, auch als Kleinanleger mit Immobilien in Toplagen gute Renditen zu erzielen. Das Prinzip ist denkbar einfach: Immobilienentwickler bestreiten ihre Projekte mit dem Geld privater Anleger, das sie nach Fertigstellung und Verkauf der Immobilie mit vergleichbar hohen Zinsen wieder zurückzahlen. Eine vermeintlich sichere Form der Anlage, die trotz kurzer Laufzeiten fünf Prozent oder gar mehr Rendite in Aussicht stellt. Aber, darauf werden die Investoren beispielsweise bei Exporo explizit hingewiesen, ist auch diese Art der Schwarmfinanzierung wie diejenige, bei der das Kapital beispielsweise in Startups fließt, hoch riskant. Selbst ein Totalverlust ist bei der Immobilien-Variante des Crowdinvest nicht ganz ausgeschlossen, wenngleich sehr unwahrscheinlich. 
 
Verspätete Rückzahlungen durch Verzögerungen in der Entstehungsphase
 Auch wenn die Corona-Pandemie andere Wirtschaftszweige härter getroffen hat: Auch die Baubranche bekam und bekommt die Folgen der Pandemie zu spüren. Materialengpässe, vorübergehende Betriebsschließungen, logistische Probleme: Auf vielen Baustellen kam es zu erheblichen Verzögerungen. Dabei sind vor allem die finanzierten Bauprojekte wie auch die crowdfinanzierten „spitz“ gerechnet: Oftmals sind die geplanten Wohn- und Geschäftseinheiten schon längst verkauft, bevor der Bau so richtig in Schwung kommt. Und die künftigen Eigentümer bekommen Verträge ausgehändigt, in denen klare Fristen und Übergabedaten stehen. Kommt es baubedingt zu großen Verzögerungen, oder etwa einen vorübergehenden Baustopp, werden in der Folge Vertragsstrafen fällig, die die komplette Rentabilität auffressen oder sogar einen Teil des eingesetzten Kapitals.
 
Daher ist bei dieser Anlageform, wie sie beispielsweise Exporo anbietet, immer wieder darauf hinzuweisen, dass es sich hierbei um reines Risiko-Kapital-Geschäft handelt. Und dieses Risiko liegt einzig beim Investor. Und das, obwohl auf den ersten Blick der Eindruck entsteht, dass ja bei Immobilien stets zumindest das Gebäude als Gegenwert erhalten bleibt. Aber auch das stimmt nur bedingt, denn, genau genommen, wird bei diesen Finanzierungen kein echtes Eigentum am Gebäude übertragen – ein großer, aber bedeutender Unterschied zum klassischen Immobiliengeschäft. 
 
Gleichwohl sind Exporo sowie alternative Immobilien-Crowd-Investmentgesellschaften eine durchaus interessante Option für Kapitalanlagen. Allerdings gilt hier wie bei jeder Form der Risikokapitalanlage, dass Investoren ausschließlich Geld investieren sollten, das sie für einen langen Zeitraum nicht benötigen – und dessen Totalverlust Sie nicht in den Ruin treiben würde. 

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