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Infektionskrankheit

Affenpocken in Deutschland: Wie gefährlich ist das Virus?

Affenpocken in Deutschland

Eine Labosituation mit Mann an einem Mikroskop ist ein Symbolbild für den ersten Nachweis der Affenpocken in Deutschland

Nachdem sich die Krankheit in europäischen Nachbarländern zeigte, wurde Mitte Mai 2022 der erste Fall von Affenpocken in Deutschland nachgewiesen. Diese Symptome und Gefahren gehen mit dem Virus einher:

Eine Labosituation mit Mann an einem Mikroskop ist ein Symbolbild für den ersten Nachweis der Affenpocken in Deutschland
DisobeyArtPh / Envato

Mitte Mai 2022 wurde der erste Fall von Affenpocken in Deutschland nachgewiesen.

Die Meldung aus dem Mikrobiologischen Institut der Bundeswehr macht Mitte Mai 2022 Schlagzeilen: der erste Fall von Affenpocken in Deutschland. Zwei Jahre nach Ausbruch der Corona-Pandemie versetzt diese Nachricht über ein Virus in Angst. Nach derzeitigem Kenntnisstand sind Affenpocken jedoch weniger besorgniserregend.

Was sind Affenpocken?

Affenpocken sind eine Viruserkrankung. Eines der Symptome ist ein Hautausschlag, der meist im Gesicht beginnt. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) ist die Infektionskrankheit selten. Sie überträgt sich von Tieren – insbesondere Nagetieren – auf den Menschen. Eine Übertragung des Affenpocken-Virus von Mensch zu Mensch ist bei engem Kontakt möglich, kam bisher jedoch weniger häufig vor. Erstmals nachgewiesen wurde das Affenpockenvirus 1970 in der Demokratischen Republik Kongo. Seither war das Virus vor allem in Ländern Zentral- und Westafrikas verbreitet. Es zeigten sich bereits unterschiedliche Varianten, die sich unterschiedlich schnell ausbreiteten.

Die Verläufe gelten als mild. Erkrankte erholen sich in der Regel nach einigen Wochen vollständig. Schwere Verläufe sind dennoch nicht ausgeschlossen. Todesfälle gab es in Endemiegebieten unter sehr jungen oder immunschwachen Erkrankten.

Wie überträgt sich das Affenpocken-Virus?

Fälle außerhalb des afrikanischen Kontinents kamen in der Vergangenheit bereits vor. 2003 wurde das Virus in den USA erstmals nachgewiesen. Die Ursache waren importierte Nagetiere, die das Virus zunächst an Hunde übertrugen. Diese gaben es an Halterinnen und Halter weiter.

Bislang war eine Ansteckung über Menschen selten. Wie das RKI angibt, erkrankten Menschen nach Kontakt mit Fleisch von infizierten Tieren. Ebenso nach Kontakt mit Blut, Gewebe und Ausscheidungen sowie bei Berührung des Affenpocken-Ausschlags. Unter Menschen verbreitete sich das Virus bisher über Körperflüssigkeiten und den Ausschlag. Die längste Infektionskette unter Menschen, die bis Mai 2022 nachgewiesen wurde, betraf sechs Menschen.

Symptome von Affenpocken: So zeigt sich das Virus

Wer sich mit Affenpocken infiziert, zeigt zunächst unspezifische Symptome wie Fieber und Kopfschmerzen. Schmerzen in den Muskeln und im Rücken können außerdem auftreten. Ebenso schwellen die Lymphknoten an. Wenige Tage später zeigt sich ein Hautausschlag. Die sogenannten Hauteffloreszenzen treten meist zuerst im Gesicht auf. Es sind allerdings auch Fälle bekannt, bei denen der Ausschlag im Intimbereich ausbrach.

Die Inkubationszeit bei Affenpocken liegt zwischen 7 und 21 Tagen. Wer Symptome zeigt, sollte zur diagnostischen Abklärung einen Arzt oder eine Ärztin kontaktieren. Die Weltgesundheitsorganisation WHO rief dazu auf, bekannte Fälle genauestens zu verfolgen. Sollten virulente Varianten existieren, ist eine schnelle Reaktion nötig.

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