- Welt der Wunder
Weihrauch ist ein Harz, das aus dem Weihrauchbaum (Boswellia) gewonnen wird. Dieses Balsambaumgewächs kommt in Ostafrika, Arabien und Indien vor. Für die Ernte werden Schnitte in die Baumrinde geritzt, durch die das milchige Harz austritt.
Medizinische Wirkung von Weihrauch
Nicht bei allen der sechs in Weihrauch enthaltenen Boswelliasäuren ließ sich bisher eine pharmakologische Wirkung nachweisen. Belegt ist aber, dass die Säuren-Varianten AKBA und KBA entzündungshemmend wirken. Daher setzen Mediziner zum Beispiel Weihrauch-Kapseln vielfach bei entzündlichen Gelenk-, Darm- und Hautkrankheiten ein. Patienten nehmen Weihrauch oral ein, damit er über den Magen-Darm-Trakt an den Wirkungsort gelangt. Auch die Aufnahme über die Haut ist möglich, Weihrauch-Salbenpräparate lassen sich bei Haut- und Gelenkkrankheiten zielgenau auftragen – so wirkt es zudem schmerzlindernd.
Weihrauch in der modernen Medizin
Weihrauchhaltige Präparate sind als Naturheilmittel in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen, aber als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich. Medikamente mit dem Weihrauchpräparat H15 (indischer Weihrauch) können auf ärztliche Verordnung aus dem Ausland eingeführt werden. Auch die Anfertigung von Rezepturen durch einen Apotheker ist mit der Verschreibung eines Arztes möglich.
