Koenigs ursprünglicher Familienname Königsberg wurde zu Koenig
Walter Koenig wurde am 14. September 1936 in Chicago geboren. Seine aus Litauen eingewanderten Eltern verkürzten ihren Namen von Königsberg zu Koenig. Als Kind zog er mit seiner Familie in den New Yorker Stadtteil Inwood in Manhattan und besuchte dort die Schule. Solche Namensänderungen waren unter Einwanderern üblich und erleichterten den Alltag in den USA.
Koenigs Vater stand unter Beobachtung des FBI
Koenigs Vater war Kommunist und geriet in der McCarthy-Ära ins Visier des FBI. Die Ermittler suchten damals gezielt nach Menschen mit linken Überzeugungen.
Der Weg zu Star Trek führte über Gastrollen und einen Zufall
Zum Schauspielberuf fand Koenig erst nach seinem College-Abschluss. Er besuchte die Neighborhood Playhouse School of the Theatre in New York und schloss ein Studium an der University of California ab. Mit Science-Fiction hatte er vor seiner Rolle in „Raumschiff Enterprise“ kaum Berührung.
Gene Roddenberry kannte ihn aus „The Lieutenant“
Bevor er in „Raumschiff Enterprise“ mitspielte, war Koenig in den Serien „Alfred Hitchcock präsentiert“, „Tennisschläger und Kanonen“ sowie „The Lieutenant“ zu sehen. Letztere Serie entstand unter Gene Roddenberry, dem Schöpfer von „Raumschiff Enterprise“. Koenig hatte sich also bereits in dieser Serie bei dem Mann bewiesen, der später über seine Besetzung in „Raumschiff Enterprise“ entscheiden sollte. 1967 erhielt er die Rolle des Chekov in der zweiten Staffel von „Raumschiff Enterprise“.
Aus einer wiederkehrenden Rolle wurden 36 Folgen
Anfangs hatte man Koenig nur eine wiederkehrende Rolle in Aussicht gestellt. Er trat schließlich in 36 der von 1967 bis 1969 ausgestrahlten 50 Folgen auf. Das Studio hatte die Rolle zunächst klein angelegt, musste sie aber ausbauen, da die Figur beim Publikum sehr gut ankam.
Die Zeichentrickserie kam ohne Chekov aus
Chekov fehlte in der animierten Serie, weil das Budget knapp war. Ein zusätzlicher Charakter hätte kaum mehr gekostet, doch das Studio sprach Koenig dennoch kein Engagement aus. Koenig erfuhr von dieser Entscheidung erst später über einen Fan.
Bei „Babylon 5“ spielte Koenig den Schurken Alfred Bester
In der Science-Fiction-Serie „Babylon 5“ übernahm Koenig die Rolle des Gegenspielers Alfred Bester, die ihm deutlich mehr Raum zur Entfaltung bot als seine Arbeit bei „Star Trek“. Anders als Chekov war Bester eine zwielichtige Figur mit komplexen Motiven. Dennoch blieb „Raumschiff Enterprise“ bzw. „Star Trek“ der prägende Teil seiner Karriere: Auch in den ersten sieben Kinofilmen verkörperte Koenig den sowjetischen Navigator.
1980 erschien Koenigs Buch „Chekov’s Enterprise“
1980 veröffentlichte Koenig das „Star Trek“-Buch „Chekov’s Enterprise“. Darin erzählte er die Geschichte aus der Perspektive seiner Figur – eine Möglichkeit, die ihm die Drehbücher nur selten boten. Darüber hinaus reichte er als freier Autor Drehbücher bei verschiedenen Fernsehserien ein.
George Takei war Koenigs Trauzeuge, und seine Frau Judy Levitt begleitete ihn fast 60 Jahre
Nachdem sie bei den ersten Drehs nicht miteinander harmonierten, wurden Koenig und George Takei enge Freunde und 2008 war Koenig Trauzeuge bei Takeis Hochzeit. Seine eigene Ehe mit Judy Levitt hielt fast 60 Jahre, bis Levitt im Jahr 2022 starb. Seine Tochter Danielle war bei ihm, als er starb.
Chekovs Frisur brauchte anfangs etwas Nachhilfe
Als Walter Koenig die Rolle des Chekov übernahm, war er 30 Jahre alt und hatte Geheimratsecken. Die Kostümbildner verpassten ihm daher ein Pilzkopf-Toupet im Stil von Davy Jones, dem Sänger der Monkees. In späteren Folgen war Koenigs eigenes Haar lang genug nachgewachsen, sodass den Maskenbildnern der gewünschte Look mit geschicktem Kämmen und Stylen gelang.
Drei Definitionen und Begriffserklärungen zu Walter Koenig
Pavel Chekov
Pavel Chekov ist der junge russische Navigator an Bord der USS Enterprise. Walter Koenig verkörperte ihn in der zweiten und dritten Staffel der Originalserie sowie in den ersten sieben Kinofilmen. In der Neuverfilmung von 2009 übernahm Anton Yelchin die Rolle und spielte Chekov auch in den beiden Fortsetzungen.
Raumschiff Enterprise (im Original „Star Trek“)
Die kultige Science-Fiction-Serie entstand unter der Leitung von Gene Roddenberry. Sie wurde von 1966 bis 1969 auf dem Sender NBC ausgestrahlt. Koenig stieß erst zur zweiten der drei Staffeln dazu.
McCarthy-Ära
Die antikommunistische Verfolgungswelle in den USA zu Beginn der 1950er-Jahre. Dabei nahmen die Behörden Menschen aufgrund vermuteter kommunistischer Verbindungen ins Visier. Auch Koenigs Vater geriet damals ins Visier des FBI.
Drei Kurzantworten zu Walter Koenig
Wer war Walter Koenig?
Walter Koenig war ein amerikanischer Schauspieler und Autor, der vor allem durch seine Rolle als Pavel Chekov in „Star Trek“ bekannt wurde. Er starb am Sonntag, dem 25. Oktober 2026, im Alter von 90 Jahren in North Hollywood.
Woran starb Walter Koenig?
Laut seiner Agentur starb er eines natürlichen Todes. Seine Tochter Danielle und seine Nichte waren bei ihm.
Wie lange spielte Walter Koenig die Rolle des Pavel Chekov?
Er trat von 1967 bis 1969 in 36 Folgen der Originalserie auf. Anschließend spielte er die Figur bis 1994 in sieben Kinofilmen.
Häufig gestellte Fragen zu Walter Koenig
Wie alt wurde Walter Koenig?
Koenig wurde am 14. September 1936 in Chicago geboren. Er wurde 90 Jahre alt.
In welchen Filmen spielte Koenig die Kultfigur Chekov?
Er spielte Chekov in allen sechs „Raumschiff Enterprise“ bzw. „Star Trek“-Kinofilmen der Originalbesetzung von „Star Trek: Der Film“ bis „Star Trek VI: Das unentdeckte Land“. Auch in „Star Trek: Treffen der Generationen“ war er zu sehen.
Welche Rolle hatte Walter Koenig in „Babylon 5“?
Als Alfred Bester verkörperte er einen zwielichtigen Gegenspieler, dessen Rolle ihm mehr schauspielerischen Spielraum bot als Chekov.
Wer übernahm die Rolle des Chekov nach Walter Koenig?
Anton Yelchin spielte ab 2009 in drei Kinofilmen den Chekov. Koenig gab dafür seinen Segen.