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Frage der Woche

Wie funktioniert ein Radiergummi?

Jeder kennt den Radiergummi noch aus der Schulzeit. Einmal verschrieben oder verrechnet und schon kam er zum Einsatz. Doch wie funktioniert er?

Radiergummi

© iStock/studioaraminta

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Er ist eine wahre Wunderwaffe gegen Bleistiftstriche und verwandelt schon seit fast 250 Jahren Fehler in Krümmel auf dem Papier: der Radierer. Angefangen hat wohl alles mit einer Scheibe Brot: Seit Mitte des 16. Jahrhunderts verwendeten die Menschen das kostbare Nahrungsmittel zum Radieren. Erst, als der Brite Edward Nairne 1770 versehentlich statt zur Schnitte zum Kautschuk griff, entdeckte er die Löschkraft des Gummis. Der Radiergummi war geboren.

Leider war Nairne nicht der Einzige mit seiner Entdeckung: Der britische Naturforscher Joseph Priestley erkannte die besondere Eigenschaft von Kautschuk im gleichen Jahr und machte sie öffentlich. Daher gilt er bis heute als Erfinder des Radiergummis und nicht Edward Nairne.

Aber wie funktioniert er genau? Atome oder Moleküle verschiedener Art haften durch die sogenannte Adhäsionskraft zusammen – so auch die Graphitteilchen am Papier. Diese Kraft ist bei Radiergummi und Brot stärker. Wie ein Magnet ziehen sie die Teilchen vom Papier weg.

Das Rätsel der blauen Seite

Der Name kommt übrigens aus dem Lateinischen: „radere“ bedeutet übersetzt kratzen oder schaben. Das beschreibt die Funktion der harten, blauen Seite. Sie ist mit gemahlenen Stoffen wie Glas, Bimsstein oder Quarz versetzt und hat den Ruf, Tinte entfernen zu können. In der Praxis waren jedoch häufiger zerrissene Schulhefte das Ergebnis. Wie ein kleines Messer schleift die blaue Seite das Papier in feinen Schichten ab und beschädigt dabei mehr oder weniger sichtbar die Papieroberfläche. Der Trick dabei ist, sie nur auf dickerem Papier anzuwenden. Wer kein Loch in sein Heft radieren will, sollte allerdings gleich zum Tintenkiller greifen.
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