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Naturkatastrophe

Was tun, wenn im Urlaub die Erde bebt?

Sommerzeit ist Reisezeit – und zahlreiche deutsche Touristen zieht es nach Asien, Nord- oder Mittelamerika. Doch in diesen Regionen kommt es immer wieder zu Erdbeben. Welt der Wunder zeigt, wie Sie sich im Notfall schützen können.

© iStock-maroke

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Weiße Strände, unberührte Natur – davon träumen deutsche Urlauber. Doch manch ein Traumziel ist stark erdbebengefährdet. Los Angeles zum Beispiel liegt in einer der tektonisch aktivsten Regionen der Erde, der San-Andreas-Verwerfung. Seismologen gehen davon aus, dass hier die Wahrscheinlichkeit eines verheerenden Bebens innerhalb der nächsten dreißig Jahre bei 99 Prozent liegt. Doch trotz modernster Forschung und Technik gibt es bislang keine Möglichkeit, ein solches Unglück genau vorherzusagen.

Während etwa in den USA schon Kinder lernen, wie sie sich bei Erdbeben verhalten müssen, sind viele deutsche Urlauber auf solche Katastrophen nicht vorbereitet. Immer wieder kommt es deshalb zu Todesfällen. Was aber tun, wenn der Boden aufreißt und ganze Gebäude bedrohlich schwanken?

Verhaltensregeln im Freien...

Wer in erdbebengefährdete Gebiete reist, sollte sein Hotelzimmer oder seine Ferienwohnung vorher in Ruhe checken: Wie ist das Haus gebaut? Liegt es am Hang und könnte abrutschen? Wo befinden sich die Fluchtwege? Im Ernstfall bleibt wenig Zeit. Da Erdbeben heftig und unerwartet auftauchen, ist man so für den Schreckmoment gerüstet. Den Notfallplan sollte man stets mit der ganzen Familie oder den mitreisenden Freunden besprechen. Auch ein Erste-Hilfe-Kit mit wichtigen Telefonnummern, Medikamenten, Nahrungsmittel und Wasser für einige Tage kann nicht schaden.

In der Regel dauern Erdbeben einige Sekunden bis hin zu drei Minuten. Grundregel Nummer eins, wenn der Boden erschüttert wird: Keine Panik. Im Freien sind Orte am sichersten, an denen sich keine Straßenlaternen, Stromleitungen, Bäume oder Gebäude befinden. Wer sich in der Nähe einer flachen Küste aufhält, sollte so schnell wie möglich höher gelegene Orte aufsuchen, denn Erdbeben können Tsunamis auslösen – und die Riesenwellen treffen oft erst weit nach dem Abklingen des Bebens ein.

Wer mit dem Auto unterwegs ist, wenn die Erde zu beben beginnt, sollte sich von Häusern, Bäumen, Unter- oder Überführungen fernhalten. Durch die Erschütterungen werden Gebäude oder Brücken womöglich beschädigt und könnten einstürzen. Nicht aussteigen: Sicherer ist es meist, im Auto zu warten, bis sich die Lage beruhigt hat. 

...und im Haus

Viele Menschen fliehen bei Erschütterungen in Panik aus dem Haus; manche springen sogar aus dem Fenster oder vom Balkon. Doch in der Hektik ist die Verletzungsgefahr durch herabfallende Gegenstände oder Glassplitter viel größer. Insbesondere Treppenhäuser oder der Fahrstuhl sollten keinesfalls benutzt werden. Klüger ist es stattdessen, unter ein schweres Möbelstück zu flüchten und sich fest zu halten. Ein massiver Tisch oder ein Türrahmen bieten Schutz vor herabfallenden Gegenständen. Kopf und Gesicht sollten dabei mit verschränkten Armen geschützt werden. Fernhalten wiederum sollte man sich von Fenstern, Bildern oder Deckenleuchten.

Und Vorsicht: Selbst wenn sich die Erde wieder beruhigt hat, drohen Nachbeben. Entstandene Brände stellen ebenfalls eine große Gefahr dar. Deshalb sollte man nicht sofort zum Haus zurückkehren, sondern zunächst einen Notfall-Sammelplatz aufsuchen. Hier informieren dann Polizei und Einsatzkräfte, wie es weitergeht. 
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