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Schwarmintelligenz: Gebündelte Kräfte im Überlebenskampf

Foto: iStock / 104kelly

Schwarmintelligenz: Gebündelte Kräfte im Überlebenskampf

Einzelgänger haben es schwerer – ganz besonders in freier Natur. Ob an Land, im Wasser oder in der Luft: Immer wieder finden sich die verschiedensten Tierarten in Schwärmen, Herden oder Kolonien zusammen, um gemeinsam ganz bestimmte Ziele zu erreichen. Im Verlauf der Tages- oder Jahreszeiten, seit Jahrtausenden im beständig gleichen Rhythmus, brechen sie auf zu Wanderungen, Beutezügen oder Brutplätzen.

Schwärme, Herden, Kolonien

In der Menge findet das einzelne Lebewesen Schutz, Nahrung, einen Partner und sicher an das Ziel. Experten sprechen von kollektiver Intelligenz oder Schwarmintelligenz: Der Superorganismus der Masse entfaltet eine ganz eigene Dynamik und ist von großem Interesse für die Forschung. Gerade staatenbildende Insekten wie Bienen oder Ameisen sind Vorbild für das Gebiet der künstlichen Intelligenz. Wissenschaftler versuchen, ihr komplexes Verhalten durch mathematische Modelle oder Computersimulationen zu entschlüsseln und für neue Technologien nutzbar zu machen.

Die Intelligenz der Vielen

Vorbildliche Selbstorganisation: Eine einzelne Ameise würde sich kaum allein zurechtfinden. Doch die strikte Arbeitsteilung im Ameisenstaat ermöglicht ein äußerst zielgerichtetes Verhalten – und bringt enorme Leistungsfähigkeit für die Gemeinschaft. Ihre Disziplin lässt die Kolonie zur Höchstform auflaufen. Zugvögel finden auf ihren saisonalen Wanderungen von den Brutgebieten in die Winterquartiere immer wieder den richtigen Weg. Ihre Reise bedeutet enorme Anstrengungen für den einzelnen Vogel. Doch der Schwarm macht es möglich, dass möglichst viele von ihnen auch dort ankommen, wo sie hinwollen. Schwarmverhalten: ein unfassbares Naturphänomen, das immer wieder interessante Erkenntnisse und starke Bilder verspricht. 
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