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Jungbär-Rettung in Vietnam

Free Pooh

Jungbär-Rettung in Vietnam

Mehr als zwei Jahre lang wurde ein männlicher  Malaienbär in der südvietnamesischen Stadt Long Dien illegal in einem Käfig auf dem Dach eines Wohnhauses gehalten.

24 Stunden am Tag war er auf nur wenigen Quadratmetern eingesperrt, umgeben
 von Gitterstäben. Sein bisheriges Leben bestand aus
 einem ununterbrochenen Hin und Her – von der einen Seite seines winzigen Käfigs zur anderen und
 wieder zurück. Diese leidvolle Erfahrung ist nun zu 
Ende. Die Welttierschutzgesellschaft konnte
 gemeinsam mit ihrer Partnerorganisation Free the Bears (FTB) den Jungbären retten und wird ihm nun die verdiente zweite Chance in einem Schutzzentrum geben.

So begann die bisher traurige Geschichte des Bärenjungen, der den Namen Pooh trägt: Er wurde als Haustier in einem Käfig gehalten. Das ist in Vietnam zwar gesetzlich verboten, doch Fälle wie dieser zeigen, dass Wilderei und Wildtierhaltung leider nach wie vor stattfinden.

Auskünften der Halter:innen zufolge erhielt der Bär zwar mehrere, auch zum Teil bärengerechte Mahlzeiten pro Tag, doch das Tier braucht weit mehr als das: Wildtiere wie Pooh müssen die Möglichkeit haben, ihre artspezifischen Verhaltensweisen und Bedürfnisse, beispielsweise nach Bewegung und natürlichen Reizen, auszuleben. Dies blieb ihm in seinem gesamten Leben bislang verwehrt. 

Die Wende in Poohs Leben trat ein , als die Tierschützer:innen von dem Schicksal des leidenden Bärenjungen erfuhren. Sie bereiteten unmittelbar alles vor, um das Tier in ihre Obhut zu nehmen und in das Schutzzentrum im Cat Tien Nationalpark zu verbringen. Im Käfig wurde der Bär zunächst für die Verladung auf den Transporter kurzzeitig sediert und anschließend gemeinsam mit Behördenvertreter:innen vom Dachgeschoss des Wohnhauses ins Erdgeschoss transportiert. Sicher in einem Transportkäfig untergebracht, konnte die knapp vierstündige Fahrt zum Schutzzentrum losgehen.

Wie es für Pooh weitergeht

Bei Poohs ersten Schritten in seinem vorübergehenden Zuhause, dem Quarantänebereich des Schutzzentrums, zeigte er sich neugierig und aktiv. Er machte sich mit den Beschäftigungsmöglichkeiten (u. a. einer Hängematte) sowie dem neuen Futterangebot vertraut und zeigt Tag für Tag mehr Appetit. Doch die ungewohnte Kulisse verschreckt ihn auch: Da Pooh sein bisheriges Leben in einer ruhigen Umgebung gehalten wurde, ist das Team vor Ort bemüht, die Geräusche und Ablenkungen von außen möglichst zu reduzieren, um eine Reizüberflutung zu vermeiden und ihn langsam an die neue Situation zu gewöhnen. 

In den kommenden Wochen wird Pooh dafür viel Zeit haben: Er kann sich in seinem eigenen Tempo mit den neuen Gegebenheiten anfreunden. Sobald die Tierärzt:innen und Pfleger:innen grünes Licht geben, werden seine Umgebung und die ihm gebotenen Anreize schrittweise erweitert und er wird auch Zugang zu einem Außengehege erhalten: Erstmals wird er dann Grün unter seinen Tatzen spüren und erleben, was Freiheit bedeutet.

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