Insekten

Wie schlau sind Bienen wirklich?

Bienen lassen sogar Forscher immer wieder staunen. Lernen, zählen oder bewusst Entscheidungen zu treffen, ist für die kleinen Insekten kein Problem.

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Randolf Menzel ist einer der renommiertesten Neurobiologen Deutschlands – und erforscht seit Jahren die Intelligenz der Bienen. Der Wissenschaftler ist mittlerweile überzeugt: „Die Biene weiß, wer sie ist. Sie hat ein Bewusstsein. Und lernt unheimlich schnell.“ Wo liegt die ergiebigste Blumenwiese? Welche Blütenmuster bieten besonders große Nektarvorräte? Wie viele Bäume muss ich passieren, um zum Ziel zu gelangen? 

Bewusste Entscheidungen

Tatsächlich zeigten Tests, dass die wirbellosen Tiere jeden Tag ganz bewusst Tausende Entscheidungen treffen, lernen, zählen und sich erinnern können, Pläne schmieden und die gesammelten Informationen beim Träumen im Schlaf abspeichern. Junge Bienen legen zudem bereits bei ihren ersten Ausflügen interne Landkarten an, indem sie sich an der Bodenstruktur und an markanten Stellen der Landschaft orientieren. Diese Gedächtniskarten sind am bieneneigenen Sonnenkompass ausgerichtet. 

Die Ruhephasen, in denen sie auf den Waben verharren, den Kopf und die Fühler sinken lassen, die Beine einknicken und den Herzschlag verlangsamen, nutzen Bienen schließlich dafür, die tagsüber gesammelten Sinneseindrücke abzuspeichern. Ein Prinzip, ähnlich dem, wie wir Menschen Informationen verarbeiten. Mit dem Unterschied, dass das Gehirn einer Biene nur einen Kubikmillimeter groß ist. 

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