Wintersport

Sicherheit beim Skitouring: Die „Goldenen Regeln” des Schnee-Doktors

„Ich liebe den Schnee. Und ich liebe das Tiefschneefahren. Aber ich hasse Lawinen“, sagt Fabiano Monti aus Livigno. Im Alter von 24 Jahren begann er, sich wissenschaftlich mit dem Thema Lawinen zu beschäftigen. Erst an der Uni in Como, später am Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos, der Welthauptstadt in Sachen „weiße Gefahr“. Heute gilt Fabiano Monti als einer der namhaftesten Lawinenexperten der Alpen und leitet das Freeride Project in Livigno. Kaum jemand hat solch ein Gespür für Schnee wie „Dottor Neve“, der Schnee-Doktor, wie sie den 40-Jährigen hier nennen. Hier sind seine „Goldenen Regeln“ für Freerider und Skitourengeher.

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1.  Lies das lokale Lawinenbulletin und informiere dich im Voraus über die Schnee- und Wetterbedingungen. Wende dich an einen lokalen Experten, wie beispielsweise das Livigno Freeride Project.

2. Wähle die Routen aus, die du machen möchtest und schaue dir Dauer, Hangneigung, Komplexität des Geländes, Höhe und Exposition an. Überlege dir mehrere Optionen, aus denen du dann auswählen kannst.

3. Schätze vor jeder Unternehmung deine physische, technische und psychische Verfassung ein.

4. Nimm die notwendige Ausrüstung mit, um für unvorhergesehene Ereignisse gewappnet zu sein (Zange, Klebeband, Wärmeschutz, usw.). Du solltest immer ein Lawinenverschüttetensuchgerät, eine Sonde und eine Schaufel dabeihaben. Genauso wichtig ist aber zu wissen, wie man sie benutzt.

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5. Beurteile die Bedingungen immer wieder neu, falls etwas anders ist als erwartet, sei bereit, deine Pläne zu ändern. Frische Lawinen, Wumm-Geräusche oder Risse in der Schneedecke sind eindeutige Gefahrenzeichen

6. Nähere dich den Runs mit Vorsicht und denke immer an die möglichen Folgen. Du bist für deine eigene Sicherheit verantwortlich!

7. Trage immer einen Schutzhelm und fahre immer mit mindestens einem Partner, um Spaß und Sicherheit zu gewährleisten.

8.  Leiste im Falle eines Unfalls erste Hilfe und wähle sofort die 112!

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