Kreaturenpodcast

#12 Der Schneeleopard mit Ahne

Warum sich der Berliner Geschichtenerzähler Ahne, der sonst eher Zwiegespräche mit Gott führt, für die Geschichte vom Schneeleoparden begeistert, erfahrt Ihr in der zweiten Folge des KREATUREN-Podcasts. Nur soviel sei verraten: Es hat mit Mystery zu tun. Und mit Alkohol. Klar, dass Ahne da dabei war. Präsentiert von Citizen Conservation – Haltung rettet Arten.

© Citizen-Conservation

Der Schneeleopard
Wen würde das nicht reizen? Einmal zwischen den schneebedeckten Gipfeln des Himalaya-Gebirges dieses geheimnisvolle, geradezu mystische Wesen sehen, das, versehen mit einem dichten, perfekt isolierenden und dazu noch wunderschönen Pelz in mächtigen Sprüngen von bis zu 13 Metern Länge auch bei Tiefkühltruhen-Temperaturen unterwegs ist, so lautlos, heimlich und scheu, dass die Einheimischen von ihm ehrfürchtig als den „Geist der Berge“ sprechen.  
Nein, die Rede ist hier nicht vom Yeti – den will ja sowieso nahezu jeder schon mal gesehen haben, der dort oben schon mal etwas länger herumgelaufen ist. Von einem besonders eindrucksvollen Sprungvermögen hat man bei dem auch noch nie gehört, und nach allem, was man weiß, spricht sein Äußeres auch nicht gerade für ein modebewusstes Erscheinungsbild. Ach was, Yeti – wir sprechen hier natürlich vom Schneeleoparden! 
Als Einzelgänger durchstreift er im Hochgebirge Zentralasiens seine Reviere, die bis zu tausend Quadratkilometer groß sind, meist entlang steiler, zerklüfteter Felshänge, immer auf der Suche nach Steinböcken oder Bergziegen. Dabei dringt er in Höhen von bis zu 6.000 Meter über dem Meeresspiegel vor. Gegen das eisige Klima ist er bestens präpariert. Seine stark behaarten Riesenpfoten verhindern das Einsinken im Schnee, das Fell sorgt mit 4.000 Haaren pro Quadratzentimeter für optimale Wärmedämmwerte. Und wenn er sich zum Ausruhen hinlegt, nimmt er einfach den dicht behaarten Schwanz als Mund-Nase-Schutz gegen die kalte Luft. Weil Sauerstoff in großer Höhe knapp ist, verfügt er über vergrößerte Lungen und Brustkorb, und bevor sie dorthin kommt, wird die eiskalte Luft in der ausgesprochen großen Nase erst einmal ordentlich vorgewärmt. 

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