Welt der Wunder

Nicht glauben, sondern wissen

Tierverkleidungen grenzen manchmal an Tierquälerei.

Foto: Envato / Jordi Calvera Solé

Verkleidete Tiere: Wo fängt Tierleid an?

Gerade zu Karneval verkleiden viele Tierbesitzer ihre Haustiere, um dann lustige Fotos von ihnen zu posten. Für die meisten Tiere ist das allerdings weniger lustig.

Man kann keine pauschale Aussage darüber treffen, ob das Be- oder Verkleiden von Tieren gut oder schlecht ist. Sie sollten deshalb genau hinschauen und sowohl Ihr eigenes Verhalten als auch Ihre Reaktion auf Inhalte in sozialen Netzwerken gut abwägen. Folgende Fragen helfen Ihnen dabei, die gezeigten Inhalte richtig einzuordnen:

Warum wird das Tier verkleidet?

Es ist entscheidend, welchen Zweck die Be- oder Verkleidung erfüllt: Ein wärmender Wintermantel für einen Hund – beispielsweise aufgrund der Rasse oder des Alters – kann durchaus zweckmäßig sein und sogar dringend notwendig. Ein Tier allerdings einzig zur eigenen Belustigung in eine unangenehme Situation zu bringen, ist nicht akzeptabel.

Welches Tier wird verkleidet?

Es hängt stark vom Charakter des Tieres sowie seinen Gewohnheiten ab, ob eine Be- oder Verkleidung grundsätzlich akzeptabel ist. Ebenso ist ein wichtiger, aber anhand eines Bildes oder Videos in sozialen Netzwerken leider schwer einschätzbarer Faktor, wie lange das Tier in diese Situation gebracht wird. Fokussieren Sie sich auf das Tier: Können Sie erkennen, ob es Angst hat oder die Situation doch entspannt ist?

Wie wird das Tier verkleidet?

Letztlich ist aber vor allem auch die Art der Be- oder Verkleidung entscheidend. Denn ob das Tier sich unwohl fühlt oder sogar leidet, hängt auch von der Kostümierung selbst, wie zum Beispiel dem Material oder dem Schnitt ab. Jegliche Be- oder Verkleidung eines Tieres sollte nicht die Bewegungsfreiheit des Tieres oder wichtige Körperteile einschränken – z. B. den Tastsinn über die Pfoten, das Hören oder die Kommunikation über die Rute.

Es kann sogar gefährlich für das Tier werden, wenn es durch die Be- oder Verkleidung in seiner Bewegungsfreiheit behindert wird, wenn Körperteile abgeklemmt werden oder wenn Hautreizungen oder -schürfungen die Folge sind. Ebenso liegt eindeutig Tierleid vor, wenn das Tier seine Temperaturregulation nicht mehr sicherstellen kann und beispielsweise Überhitzung erleidet.

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