Schon die alten Ägypter konservierten die Leichen ihrer Toten. Heute bewahrt man einen toten Körper nicht mehr durch Einbalsamieren vor der Verwesung, man friert ihn ein. Vor allem in Amerika entscheiden sich dafür immer mehr Menschen. Billig ist dies nicht: 200.000 Dollar kostet das Einfrieren des ganzen Körpers und 80.000 Dollar zahlt man nur für das Gehirn.
Sterben für das „Ich“
Dieses Problem möchte das Start-Up Nectome lösen. Die Gründer wollen den Verstand Verstorbener in der Zukunft digitalisieren. Ihre Methode beruht auf der Hypothese, dass sich unser „Ich“ in sogenannten Konnektomen, dünnen Verbindungen zwischen den Nervenzellen, verbirgt. Doch auch ihre Methode hat einen großen Haken: Um diese empfindlichen Verbindungen zu erhalten, muss das lebendige Gehirn einer speziellen Behandlung unterzogen werden, bei der der Mensch stirbt.