Geschichte

Notruf 112: Seit wann gibt es die rettende Nummer?

Im Jahr 1969 stirbt der achtjährige Björn Steiger bei einem Verkehrsunfall, weil es zu lange dauert bis die Sanitäter am Unfallort sind. Der Vorfall reformierte das Rettungswesen und vereinfachte den Notruf.

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112 oder 110 – was war noch mal die richtige Nummer, um einen Notruf abzugeben? Wer sich in einer Extremsituation nicht sicher ist, kann eine der beiden Nummern wählen, da die Leitstellen miteinander verbunden sind. Um unnötige Verzögerungen zu meiden, sollte man dennoch versuchen, sich die Notrufnummern einzuprägen. 

  • In ganz Europa ist der einheitliche Notruf 112. Über diese Nummer erreicht man in Deutschland die Feuerwehr und den Rettungsdienst
  • Wer 110 wählt, landet bei der Polizei. 
Das war aber nicht immer so einfach. Noch in den 1960er-Jahren musste man hierzulande außerhalb der Großstädte im Notfall die nächste Polizei- oder Feuerwache im Telefonbuch nachschlagen. Die Folge dieses Systems: Teilweise kam die Hilfe erst eine Stunde nach dem Unfall.

Verbesserung der Notfallhilfe

Das wird im Jahr 1969 dem achtjährigen Jungen Björn Steiger zum Verhängnis. Er stirbt, weil die Rettungskräfte zu spät am Unfallort eintreffen. Nach seinem Tod setzt sich sein Vater dafür ein, dass das System verbessert wird. Er gründet die Björn Steiger Stiftung und engagiert sich dafür, dass das Rettungswesen verbessert wird. Sein Einsatz bleibt nicht ohne Erfolg: Bereits 1973 führen die Behörden die beiden Notrufe 112 (Feuerwehr/Rettungsdienst) und 110 (Polizei) ein und schaffen eine flächendeckende Infrastruktur mit Rettungswachen und zentralen Leitstellen. Seit 1991 gilt die 112 sogar europaweit.

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