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Würstchen-Virtuosen: Die besten Tricks für Profi-Griller

Würstchen-Virtuosen: Die besten Tricks für Profi-Griller

Der Frühling ist da, die Temperaturen steigen langsam aber sicher. Bewaffnet mit Fleisch und Kohle können Grillfreunde nun endlich wieder ins Freie ziehen. Und es zeigt sich, wer ein Profi-Griller ist und wer nur ein Durchschnittswürstchenwender …
  • Imago/Westend61

    Kaum steigen die Temperaturen, werden wir wieder zu Neandertalern. Obwohl zuhause eine bestens ausgestattete Küche wartet, der Herd ganz einfach und bequem per Knopfdruck zu bedienen ist, finden wir Spaß daran, uns in freier Natur um eine Feuerstelle zu scharen, um dort unsere Nahrung zuzubereiten. Der Kreis der Freunde erinnert an die vorzeitliche Sippe, das Fleisch vom Supermarkt an frisch erlegte Beute. Über den ganzen Erdball verteilt sind Menschen Feuer und Flamme für das Grillen. Doch wo viel gebrutzelt wird, kann auch einiges schief gehen.

  • Fleisch auf Grill

    Istock/marima-design

    Jährlich gehen rund drei Millionen Grills über den Ladentisch. Eingefleischte Grillfans schwören auf den Holzkohlegrill, den unangefochtenen Spitzenreiter vor Gas- und Elektrogrill – und das, obwohl oder vielleicht gerade weil seine Bedienung viel mehr erfordert als einen Knopfdruck wie bei seinen abgeschlagenen Konkurrenten. Doch für welchen Grill man sich auch entscheiden mag: In jedem Fall sollte das Gerät das TÜV-Prüfsiegel tragen. Bei Gasgrills ist darüber hinaus auf das CE-Zeichen mit der Nummer 0085 zu achten. Bevorzugt man den eher unromantischen Elektrogrill, so sollte ein Gerät gewählt werden, das so konzipiert ist, dass herabtropfendes Fett nicht auf die darunter liegenden Heizspiralen gelangen kann. Auf Einmalgrills sollte man verzichten – der Umwelt zuliebe.

  • Glühende Kohle

    Istock/thomaslenne

    Zweige, Altpapier, Stroh, Sperrholz und Tannenzapfen mögen sich für ein lauschiges Lagerfeuer eignen, in einem Holzkohlegrill haben sie nichts verloren. Nur mit Hilfe von Holzkohle entsteht eine Glut, die das optimale Garen des Grillgutes gewährleistet. Sie sollte das DIN-Zeichen tragen. Nicht geprüftes Brenngut kann schadstoffhaltigen Qualm entwickeln, der sich ungesund auf dem Fleisch ablagert und den Geschmack beeinträchtigt.

  • Eierkartons

    Istock/luissantos84

    Was bei Elektro- und Gasgrill auf Knopfdruck passiert, kann beim Modell mit Holzkohle zur Geduldsprobe werden. Welcher Hobbygriller hatte noch nicht mit dem Problem zu kämpfen, dass die Kohle einfach kein Feuer fangen wollte? Doch auch wenn die Versuchung groß ist, der Kohle mit riskanten Mitteln einzuheizen – Spiritus und Benzin gehören nicht in die Nähe eines Grills. Jedes Jahr kommt es durch Missbrauch flüssiger Brennhilfen zu lebensgefährlichen Grillunfällen. Auch flüssiger Grillanzünder darf auf keinen Fall in die Glut gegeben werden. Grillprofis schwören dagegen auf eine simple Methode: Eierkartons. Die Pappkartons werden – in handliche Stücke zerrissen – entzündet und in die Glutschale gelegt. Darüber wird die Holzkohle platziert, und in kürzester Zeit prasselt das Feuerchen.

  • Frau mit Grill

    Imago/CHROMORANGE

    Grillen kann man so gut wie jedes Nahrungsmittel. Doch nicht jedes Fleisch ist Grillfleisch: Gepökeltes wie Leberkäse und Kassler enthält Nitritpökelsalz. Unter starker Hitzeeinwirkung können hohe Nitrosaminkonzentrationen entstehen. Nitrosamine zählen zu den krebserregenden Substanzen – ebenso wie die Polizyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffe, kurz PAKs genannt. Sie bilden sich bei unvollständigen Verbrennungsprozessen, die beim Grillen stattfinden, wenn Fett, Marinade oder Bier in die Glut tropft. Es entsteht bläulicher Qualm, der die Schadstoffe auf das Grillgut transportiert. Auch in den schwarz verbrannten Stellen des Grillgutes lauern hohe PAK-Konzentrationen. Der bekannteste PAK heißt Benzopyren.

  • iStock-Dar1930

    Gemüse in Grillschale

  • Grillgut auf Alufolie

    Istock/Wildroze

    Doch aus Angst vor Gesundheitsschäden muss der Grill nicht kalt bleiben – die Entstehung krebserregender Stoffe beim Grillen kann ohne großen Aufwand gering gehalten werden. Ernährungswissenschaftler empfehlen das so genannte „indirekte Grillen“: Hier wird das Grillgut über einer Wasserschale platziert, die Glut liegt seitlich versetzt. Auf diese Weise verdampft herabtropfende Flüssigkeit, statt zu verbrennen. Und keine Sorge, auch neben der Glut sind die Temperaturen noch heiß genug, um das Fleisch komplett durch zu garen. Alternativ kann das Grillgut aber auch einfach auf Alufolie oder in Aluschalen gegrillt werden.

Der Sommer ist da: Wer brutzelt da noch in der Küche? Bewaffnet mit Fleisch und Kohle können Grillfreunde endlich ins Freie ziehen. Und es zeigt sich, wer ein Profi-Griller ist und wer nur ein Durchschnittswürstchenwender …

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