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Wissenswertes zum Hühnerei: Damit kann das Osterfest kommen

Wissenswertes zum Hühnerei: Damit kann das Osterfest kommen

Jeder Deutsche isst im Durchschnitt knapp 220 Eier im Jahr – zu Ostern sind es besonders viele. Ein Grund mehr, unter die harte Schale zu schauen. So lässt sich der geheimnisvolle Eier-Code entschlüsseln.
  • bunte Ostereier

    iStock/miflippo

    Klingelingeling Klingelingeling hier kommt der Eiermann… Und was bringt er? Ob weiße oder braune Eier, Bio-, Freiland- oder Käfigeier – das weiß vor allem der Hühnerhalter. Welt der Wunder zeigt erstaunliche Fakten und Wissenswertes rund um das Hühnerei.

  • braune Hühner

    iStock/monticelllo

    Die Henne braucht theoretisch keinen Hahn, um ein Ei zu legen – nur wenn daraus Küken schlüpfen sollen (sogenannte Bruteier). Konsumeier sind in der Regel unbefruchtete Eier, die für den Verzehr erzeugt werden. Während Legehennen fast täglich ein Ei legen, kommen wildlebende Hühner auf etwa 60 Eier im Jahr. Übrigens: Hühner sind Meisterinnen der Verhütung! Mögen sie ihren Geschlechtspartner nicht, können sie dessen Sperma wieder ausstoßen.

  • Küken im Ei

    iStock/ariusz

    Nein. Nur, wenn die Eizelle durch einen Hahn befruchtet wurde, kann daraus ein Tier wachsen. Unabhängig davon findet immer derselbe Vorgang im Legeapparat des Huhns statt: Fast alle 24 Stunden kommt es zu einem Eisprung. Im Eierstock reifen gelbe Dotterkugeln heran. Die größte löst sich von dem Eierstock und wandert dann durch den Eileiter. Hier entwickeln sich mehrere Schichten Eiklar um den Dotter. Nach etwa drei Stunden gelangt der Dotter mit den Eiklarschichten zum Engpass, wo die Schale gebildet wird – das dauert etwa 21 Stunden. In landwirtschaftlichen Legebatterien wird das Ei sofort entnommen, sobald es da ist. In der freien Natur würde ein Huhn zunächst fünf bis zehn Eier legen und diese dann etwa 21 Tage lang ausbrüten.

  • Eidotter

    imago/Westend 61

    Manchmal finden sich im aufgeschlagenen Hühnerei rote Punkte: Blut- oder Fleischflecken. Zwar bestehen keine Bedenken, diese Eier zu essen, sie werden in der industriellen Produktion aber aus Gründen der Ästhetik mit Hilfe von Durchleuchtung aussortiert. Wie aber entsteht der Fleck im Ei? Bei der Eibildung kann es vorkommen, dass Blut oder Gewebeteile des Darms im Ei mit eingeschlossen werden. Zu beobachten ist dies häufiger bei älteren Hennen als bei Junghennen – und eher bei braunen als bei weißen Eiern. Auch Stress kann die Häufigkeit beeinflussen. Wer denkt, dass es daran liegt, dass die Eier bebrütet wurden oder es sich um einen „Hahnentritt“ (Sperma des Hahns) handelt, der irrt.

  • braune Henne

    iStock/therry

    Die Eiergröße hängt von zwei natürlichen Faktoren der Hühner ab: dem Alter und der Rasse. Davon ausgehend gibt es eigentlich keinen Grund, einen Zusammenhang zwischen der Eiergröße und Schmerzen anzunehmen. Allerdings konnten das Wissenschaftler bisher nicht belegen. Hühner können schließlich nicht mitteilen, ob sie Schmerzen empfinden.

  • weiße und braune Eier

    iStock/Tolola

    Welche natürliche Farbe ein Ei hat, hängt von der Farbe der Ohrscheiben des Huhns ab, die sich unterhalb des Ohres befinden. Sind die Lappen farbig, wird das Ei meist braun – weiße Scheiben deuten auch auf weiße Eier hin.

  • Ei im Wasser

    iStock/ArtAs

    Ein Ei ist ungekühlt etwa zwei Wochen und gekühlt einen Monat lang haltbar. Die lange Haltbarkeit liegt vor allem an besseren Futterrezepturen, besserer Zucht aber auch besserer medizinischer Versorgung der modernen Hochleistungs-Legehennen. Ob ein Ei noch frisch ist, lässt sich mit folgendem Trick herausfinden: Legt man das Ei in ein Glas Wasser und es geht unter, ist es frisch, schwimmt es oben, sollte man besser die Finger davon lassen.

  • Eier Schachtel

    Imago/MIS

    Seit über zehn Jahren haben Eier eine einheitliche Kennzeichnung. Die erste Zahl verrät, wie die Eier gehalten wurden (0 = Bio-Eier, 1 = Freilandhaltung, 2 = Bodenhaltung, 3 = Käfighaltung). Danach folgt das Kürzel des Herkunftslandes (DE = Deutschland, AT = Österreich, IT = Italien). Der mehrstellige Code am Ende verrät Bundesland und Produzent. Wer diese Information auch erfahren möchte, kann die Zahl in das Suchfeld der Seite www.was-steht-auf-dem-ei.de eingeben. Mittlerweile gibt es auch die gleichnamige App, die den Eier-Code entziffert.

  • Eier im Supermarkt

    Imago/Jochen Tack

    Die meisten Eier, die in Deutschland verkauft werden, stammen mit etwa 74 Prozent aus heimischer Produktion. Der Kunde kann selbst entscheiden, aus welcher Haltung die Eier stammen. Hierzulande werden allerdings kaum noch welche aus der Käfighaltung angeboten. Fast zwei Drittel aller erfassten Legehennen leben in Bodenhaltung, rund 20 Prozent stammen aus der Freilandhaltung circa acht Prozent aus Biobetrieben. Und was bedeuten die einzelnen Haltungsformen?

  • Bio-Eier

    Imago/Blickwinkel

    Hier gelten die strengsten Regeln: Die Hühner dürfen sich nur in Ställen aufhalten, die mit Stroh, Holzspänen oder Sand und Sitzstangen ausgestattet sind. Innerhalb des Stalls dürfen sich maximal sechs Hühner einen Quadratmeter teilen – im Auslauf müssen jedem Huhn vier weitere Quadratmeter zur Verfügung stehen. Auch bezüglich der Fütterung gibt es feste Regeln: Das im Futter enthaltene Fett muss aus ökologisch erzeugten Pflanzenölen stammen, Gentechnik ist nicht erlaubt.

  • Freilandeier

    Imago/Blickwinkel

    Bei der Freilandhaltung darf der Bauer die Hühner ebenfalls nur in Ställen, nicht in Käfigen, halten. Allerdings haben sie im Vergleich zur ökologischen Variante weniger Platz: Hier teilen sich neun Hühner einen Quadratmeter anstatt sechs Hühner. Beim Auslauf stehen jedem Huhn vier Quadratmeter zur Verfügung. Ein wichtiger Unterschied ist, dass die Hühner kein Bio-Futter bekommen.

  • Eier Bodenhaltung

    Imago/Gerhard Leber

    Bei der Bodenhaltung teilen sich neun Hennen einen Quadratmeter. Sie dürfen sich nur in den Ställen bewegen und haben damit keinen freien Auslauf. Teilweise stehen die Hühner auf Drei-Etagen-Gitterrosten.

  • Eier Käfighaltung

    Imago/Blickwinkel

    Viele Verbraucher lehnen Käfigeier schon länger ab, denn: Hühnern aus der Legebatterie steht gerade mal eine Fläche von einem DIN-A-4-Blatt pro Tier zur Verfügung. Zwar sind die klassischen Legebatterien seit 2012 in der EU verboten, aber sogenannte Kleinvoliere mit einer Fläche von eineinhalb DIN-A-4-Blättern sind immer noch erlaubt. Aber auch, wenn der Kunde sich bewusst dagegen entscheidet: Immer wieder wandern Käfigeier indirekt, in Form von Nudeln, Backwaren oder als gefärbte Ostereier in den Einkaufskorb. Warum? Bei diesen Lebensmitteln fehlt die Kennzeichnungspflicht. Internetseiten wie tierschutzbund.de oder bei albert-schweitzer-stiftung.de geben eine Liste von Produkten ohne bedenkliche Eier heraus.

  • Bio-Eier

    Imago/MCPhoto

    Dass es absolute Tierquälerei ist, Hennen in Käfigen zu halten, liegt auf der Hand. Allerdings gab es auch in der Vergangenheit Missstände bei den alternativen Haltungsformen – also in der Freiland- und Bio-Haltung. Um die hohe Nachfrage zu befriedigen, steht in der Praxis auch Massentierhaltung auf der Tagesordnung. Ställe mit 10.000, 20.000 oder gar noch mehr Tieren sind die Regel. Die Tiere sind durch zu viele Artgenossen völlig überfordert. Federpicken, Kannibalismus und andere Verhaltensstörungen sind die Folge. Weitere Informationen liefert die Seite www.biowahrheit.de.

  • Spiegeleier

    iStock/Casanowe

    Lange Zeit hielt sich das Gerücht, dass der regelmäßige Konsum von Eiern für schlechte Cholesterinwerte verantwortlich ist. Eier enthalten zwar mit 300 Milligramm die tägliche Cholesterin-Höchstmenge – aber Studien haben nachgewiesen, dass ein oder zwei Eier pro Tag den Cholesterinspiegel nicht erhöhen. Denn nur etwa jeder Fünfte reagiert empfindlich auf Cholesterin, das über Nahrung aufgenommen wird. Wer abnehmen möchte, sollte sogar jeden Tag zum Frühstück ein bis zwei Eier essen. Sie machen satt, liefern Energie für den ganzen Tag und schütten das Hormon Orexin aus, das die Kalorienverbrennung ankurbelt. Zusätzlich liefern sie dem Körper jede Menge Eiweiß, das der Körper zum Muskelaufbau nutzt.

  • Eier Pelle

    iStock/showcake

    Viele Menschen schrecken das gekochte Ei ab, indem sie es unter kaltes, fließendes Wasser halten. Angeblich soll es sich danach besser schälen lassen. Aber das ist ein Irrtum: In Wirklichkeit hängt das nämlich vom Alter des Eis ab. Je älter das Ei, umso leichter lässt es sich schälen. Das Abschrecken schadet dem Ei sogar. Es gelangen Bakterien auf die Schale, die durch die Poren in das Innere eindringen können – nach drei Tagen wird dadurch das Ei sogar ungenießbar! Normalerweise halten hartgekochte Eier bis zu zwei Wochen im Kühlschrank.

  • Eier Lagerung

    iStock/TRanger

    Die Lage des Eis im Kühlschrank hat zwar keinen Einfluss auf die Haltbarkeit. Dennoch sollte man die spitzere Seite nach unten richten. Das hat den Effekt, dass sich die Luftblase, die sich beim frischen Ei am dicken Ende befindet, nicht verlagert. Andersherum würde die Luftblase anfangen zu wandern und die innere Haut von der Schale lösen und das Ei besonders anfällig für Keime und Gerüche machen.

Jeder Deutsche isst im Durchschnitt rund 235 Eier im Jahr – zu Ostern sind es besonders viele. Ein Grund mehr, unter die harte Schale zu schauen. Wieso gibt es braune und weiße Eier? Und wie lässt sich der geheimnisvolle Eier-Code entschlüsseln?

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