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Wenn selbst das Wasser brennt: Die größten Brandkatastrophen

Wenn selbst das Wasser brennt: Die größten Brandkatastrophen

Immer wieder suchen verheerende Großbrände Mensch und Natur heim. Manchmal wütet die zerstörerische Kraft des Feuers Tage und Wochen, bis es den Rettungskräften gelingt, es zu bändigen. Ein Rückblick auf die verheerendsten Brandkatastrophen der Geschichte.
  • Die verheerendsten Brandkatastrophen

    imago/Jochen Tack

    In früheren Epochen war es keine Seltenheit, dass einfache Brände ganze Städte vernichteten. Holzbauten und Gefahrenquellen wie offene Herdstellen begünstigten die schnelle Ausbreitung des Feuers. Heutzutage bestehen Häuser vorrangig aus feuerbeständigen Materialien wie Beton. Notausgänge, Brandmeldeanlagen und Feuerlöscher sind neben vielen anderen Brandschutzvorrichtungen mittlerweile Standard. Durch die vielen Kunststoffe in modernen Gebäuden können in einem Brandfall jedoch gefährliche und brennbare Gase entstehen."

  • Ground Zero

    imago/UPI Photo

    Die meisten Opfer sterben daher nicht durch die Flammen. Es ist der Rauch, der sie ersticken lässt. Besonders große Gefahren bei Ausbruch eines Feuers bergen Hochhäuser. Als bei dem Terroranschlag am 11. September 2001 zwei Flugzeuge in die Twin Towers rasten, versperrten Flammen und dichter Qualm alle Fluchtwege. In irrationaler Verzweiflung sahen viele Menschen keinen anderen Ausweg, als aus dem Fenster zu springen.

  • Santa Maria, Brasilien

    imago/Fotoarena

    Diskothek „Kiss“ in Santa Maria, Brasilien: Auf der Bühne spielt die Band Gurizada Fandangueira, die Besucher tanzen ausgelassen. Plötzlich reist der Sänger der Band einen entzündeten Bengalo in die Luft – sofort fängt die Deckenverkleidung Feuer. Panik bricht aus, Leute werden zu Boden gestoßen. Schon während der Katastrophe wird klar: Es gibt viel zu wenige Notausgänge – nämlich nur einen. Nach dem Unglück meldet brasilianische Presse, die Disko habe gar keine Zulassung mehr besessen. 242 Menschen sterben in dieser Nacht.

  • Deepwater Horizon

    imago/UPI Photo

    Bei der Explosion auf der Bohrplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko sorgte das ausströmende Öl für die schwerste Umweltkatastrophe aller Zeiten. Erst im September, fünf Monaten nach dem Unglück, wurde die Quelle offiziell als „tot“ erklärt. Grund für die Katastrophe war der starke Druckanstieg in einem neuen 5.500 Meter tiefen Bohrloch: Bohrschlamm, Gas und Öl schossen mit einem Mal daraus hervor, das Erdgas entzündete sich und setzte die Bohrinsel in Flammen.

  • Der große Brand von Chicago

    imago/United Archives International

    Das Feuer in Chicago 1871 zerstörte gut ein Drittel der Stadtfläche. Schätzungen zufolge rissen die Flammen 200 bis 300 Menschen in den Tod. Von den 300.000 Einwohnern verlor jeder Dritte sein Zuhause. Einer Legende nach löste eine Kuh das große Feuer aus, die in der Scheune der Eheleute O'Leary eine Laterne umstieß. Historiker glauben mittlerweile, ein Nachbar namens Daniel Sullivan sei der Verursacher gewesen. Kurz vor seinem Tod gab dieser zu, das Feuer gelegt zu haben.

  • Februar 1974: Hochhausbrand von Sao Paulo

    imago/Xinhua

    Feuerfalle im zwölfte Stock: Aufgrund schwerwiegender Sicherheitsmängel kam es im Joelma-Hochhaus zu einer Überhitzung des Leitungsschutzschalters. Fatalerweise fehlte jegliche Brandschutzeinrichtung. Sämtliche Fluchtwege blieben versperrt, rund 300 Personen mussten entgegen aller Vernunft mithilfe der Aufzüge gerettet werden. Viele versuchten über das Dach zu fliehen. Etwa 40 Menschen fielen oder sprangen aus Verzweiflung vom Gebäude. Bereits nach vier Stunden erlosch das Feuer größtenteils von selbst, weil es keinen Brennstoff mehr fand.

  • Erdbeben in San Francisco

    imago/UPI Photo

    Als eine der größten Feuerkatastrophen des 20. Jahrhunderts gelten die Brände von San Francisco, die sich als Folge auf das Erdbeben im Jahre 1906 ereigneten. Viele Stadtteile standen in Flammen, in einigen Fällen wurden diese von natürlichen Gasvorkommen genährt, die durch Erdrisse an die Oberfläche gelangen konnten. Zu allem Übel brach auch noch die Hauptwasserversorgung zusammen. Erst durch Sprengungen ganzer Häuserblocks gelang es, die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Hunderttausende waren nach der Katastrophe obdachlos.

  • Waldbrand Gran Canaria

    imago/imagebroker/slepmann

    Der Waldbrand auf Gran Canaria im Jahr 2007 hatte keinen natürlichen Ursprung: Ein Forstarbeiter gestand, das Feuer aus Wut über seine bevorstehende Entlassung gelegt zu haben. Der vorsätzlich ausgelöste Waldbrand war der größte seiner Art in der Geschichte der spanischen Insel und vernichtete eine über 3.500 Hektar große Landfläche. Als der 37-jährige Brandstifter die Ausmaße seiner Tat sah, alarmierte er selbst die Feuerwehr. Vor allem für die Umwelt hatte der Brand katastrophale Folgen. Trockene Büsche und Gräser wirkten dabei wie Brandbeschleuniger.

  • Buschfeuer Australien

    imago/Xinhua

    Die vielleicht dramatischste Reihe von Buschfeuern in der Geschichte Australiens ereignete sich Anfang des Jahres 2009. Besonders schwer betroffen war der Bundesstaat Victoria. Tausende von Helfern und Soldaten versuchten, die Brände unter Kontrolle zu bringen. Extreme Trockenheit, hohe Temperaturen und starke Winde behinderten aber die Löscharbeiten. Eines der größten Buschfeuer in der Geschichte Australiens hatte nicht nur natürliche Ursachen: Vermutlich haben neben Blitzeinschlägen auch Brandstifter zu diesem Rekordbrand beigetragen.

  • Behindertenwerkstatt Titisee-Neustadt

    imago/Xinhua

    Durch einen Bedienungsfehler an einem Gasofen, brach im November 2012 in der Behindertenwerkstatt St. Georg in Titisee-Neustadt ein Feuer aus. Zum Zeitpunkt des Ausbruchs befanden sich 120 Personen im Gebäude – viele von ihnen mit geistiger Behinderung, die während eines Unglücks alles andere als rational reagieren. Trotz Einsatz von zeitweise 300 Rettungskräften kam bei dem Brand für 14 Menschen jede Hilfe zu spät. Aufgrund der immensen Rauchentwicklung starben die meisten von ihnen vermutlich durch eine Rauchvergiftung.

  • Red Adair

    imago/Sommer

    Der Name Paul Neal Adair kam in den früher 1960ern zum ersten Mal ins Gespräch: 1962 nämlich gelang es dem Feuerwehrmann das seit sechs Monaten wütende Feuer in einer Gasquelle in der algerischen Sahara unter Kontrolle zu bringen und es schlussendlich zu löschen. Auch in Deutschland, genauer gesagt im pfälzischen Frankenthal, gelang es Adair 1980 ein entstandenes Erdgasleck in den Griff zu bekommen. Es waren jedoch nicht weniger als 117 brennende Ölquellen in Kuwait nach Ende des Golfkriegs 1991 nötig, damit der Name Adair der ganzen Welt im Gedächtnis bleibt.

  • Außergewöhnliche Löschmethoden

    imago/Sommer

    Seine Löschmethoden waren neu und außergewöhnlich: Um beispielsweise das Feuer an einer leckgeschlagene Gasleitung zu bändigen, leitete er gezielte Sprengstoffexplosionen ein, die so viel Sauerstoff verbrauchten, dass sie den Flammen wortwörtlich die „Luft zum Atmen“ nahmen. Den Spitznamen „Red Adair“ brachten ihm seine – in jungen Jahren – feuerroten Haare ein. Am 7. August verstarb der wohl bekannteste Feuerwehrmann aller Zeiten im Alter von 89 Jahren.

Immer wieder suchen verheerende Großbrände Mensch und Natur heim. Manchmal wütet die zerstörerische Kraft des Feuers Tage und Wochen, bis es den Rettungskräften gelingt, es zu bändigen. Ein Rückblick auf die verheerendsten Brandkatastrophen der Geschichte.

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