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Wellness-Wunder Sauna: Schwitzen gegen Stress und Schmerzen

Wellness-Wunder Sauna: Schwitzen gegen Stress und Schmerzen

Viel mehr als heiße Luft: Ein Sauna-Besuch stärkt das Immunsystem, kann Schmerzen lindern und hilft zu entspannen. Vor allem im Herbst und im Winter kann das Schwitzbad Wunder wirken – wenn man einige Sauna-Regeln beachtet.
  • Saunabaden

    Thinkstock/ajkkafe

    Jeder dritte Deutsche geht regelmäßig in die Sauna, wie eine aktuelle Umfrage des Deutschen Sauna-Bundes ergeben hat – Tendenz steigend. Inzwischen gibt es in keinem anderen Land mehr Saunen als in Deutschland, nie war der Sauna-Gang hierzulande beliebter. Während für die Generation 50+ der Gesundheitsaspekt im Vordergrund steht, nutzen auch immer mehr Jüngere die Sauna, um sich vom Alltagsstress zu erholen. Aber was macht das kalkulierte Schwitzen eigentlich so wertvoll für den Körper? An welche Regeln muss ich mich halten? Und: Warum muss ich in der Sauna eigentlich nackt sein?

  • Schwitzen

    Thinkstock/Tonis Valling

    Das Schwitzbad begeistert Menschen seit vielen Jahrhunderten. Schon in der Steinzeit wussten sie offenbar um seine wohltuende Wirkung. Die Wissenschaft nimmt an, dass sich das Ritual über die Völker Ostasiens nach Nord-, Mittel- und Südamerika ausgebreitet hat. Ob Eskimos, Indianer, Finnen, slawische und arabische Volksstämme oder Bauern im Mittelalter, viele Kulturen haben jeweils ihre eigenen Varianten der heutigen Sauna entwickelt. Das älteste Schriftstück zur Sauna ist 2500 Jahre alt. Der griechische Geschichtsschreiber Herodot beschrieb darin, dass sich die Skythen sich nach einer Totenbestattung reinigten, indem sie in einem Zelt schwitzten, das zuvor mit glühenden Steinen erhitzt wurde. Das Wort „Sauna“ stammt übrigens aus dem Finnischen und heißt so viel wie „Raum aus Holz“.

  • Falten

    imago/Itar-Tass

    Der Wechsel von extremer Hitze in der Sauna und starker Abkühlung danach - durch das eiskalte Wasser im Tauchbecken, unter der Dusche oder im Schnee - hat zahlreiche positive Effekte auf den Organismus. So lernt der Körper, sich schnell an wechselnde Temperaturen anzupassen und wird widerstandsfähiger. Durch wiederholtes Saunabaden erhöhen sich nachweislich die Abwehrstoffe im Blut, das Immunsystem wird gestärkt. Das Schwitzen reinigt die Haut und die Zellerneuerung wird angeregt. Saunieren ist also auch natürliches Anti-Aging. Außerdem entkrampft sich die Muskulatur in der Sauna, was Gelenkbeschwerden oder auch Rheuma entgegenwirkt. Das Herz wird entlastet, weil die Blutgefäße durch die Saunawärme geweitet werden, die Hautdurchblutung kommt auf Trab und der Kreislauf in Schwung.

  • Herz

    Thinkstock/Geribody

    Saunieren ist gesund für Jung und Alt. Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen sollten dennoch auf den Sauna-Gang verzichten, das gilt vor allem für diejenigen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ihnen droht schlimmstenfalls ein Kreislaufkollaps. Durch das Weiten der Blutgefäße sinkt der Blutdruck, außerdem drohen bei einem vorbelasteten Herzen Herz-Rhythmus-Störungen, da ihm die Hitze ähnlich zusetzen kann wie extreme körperliche Anstrengungen. Wer erkältet ist und Fieber hat, sollte den Schwitzkasten ebenfalls meiden. Denn dadurch kann die körpereigene Temperaturregelung aus dem Gleichgewicht kommen.

  • Sauna

    imago/Becker&Bredel

    Millionen Menschen gehen regelmäßig in die Sauna. Sie wissen warum: Nach dem Saunabad ist man entspannt, ausgeglichen und zufrieden. Den gesundheitlichen Nutzen der Sauna kennen besonders Menschen in der Lebensmitte. Und vor allem Männer schätzen nicht zuletzt auch den geselligen Aspekt, wie eine repräsentative Umfrage des Deutschen Sauna-Bundes ergeben hat. Warum also nicht einmal zu einer Buchlesung in die Sauna?

  • Saunieren

    imago/Götz Schleser

    Ein Saunabad nimmt rund zwei Stunden in Anspruch, so viel Zeit sollte eingeplant werden. Denn nur dann kann der Entspannungseffekt voll und ganz wirken. Wichtig für den Sauna-Besuch sind ein großes Liegetuch, auf das Sie sich komplett ausbreiten können, ein Bademantel für die Ruhephase danach und Badesandalen, um Fußpilz zu vermeiden. Um den Organismus nicht unnötig zu belasten, sollte man weder vollgegessen noch hungrig sein.

  • Anti-Aging

    imago/Zuma/Keystone

    Sauna-Regel Nr. 1: Unbedingt gründlich duschen vor dem ersten Saunagang! Das dient der Hygiene, entfernt aber auch Kosmetika oder Körperfette von der Haut, die das Schwitzen behindern könnten. Trocknen Sie sich danach gut ab, trockene Haut schwitzt nämlich schneller. Sauna-Profis gönnen sich vor dem großen Schwitzen ein warmes Fußbad, das verstärkt den Effekt zusätzlich. Je mehr die Haut ins Schwitzen kommt, desto besser wird Ihre Haut gereinigt. Das fördert die Zellerneuerung und beugt Falten vor.

  • Sauna

    imago/Blickwinkel

    In Finnland, dem Mutterland der modernen Sauna-Kultur, schwitzen Männer und Frauen getrennt. Das verwundert nicht, wenn man bedenkt, dass man eigentlich splitterfasernackt in die Sauna gehen sollte. Aus einem einfachen Grund: Nur so erreicht die Wärme der Saunakabine direkt die Haut und der Schweiß kann ungehindert verdunsten. In Deutschland und Europa ist es allgemein üblich, nackt in die Sauna zu gehen. Aber Vorsicht! Das Nacktgebot gilt nicht überall: Wer in den USA oder Australien ohne Badekleidung in der Sauna erscheint, bricht ein Tabu und könnte sich Ärger einhandeln.

  • Sauna

    imago/Tropical Island

    Der Aufenthalt im Schwitzkasten sollte kurz, aber intensiv sein. Für beste Schwitz-Ergebnisse sorgen die Temperaturen auf den mittleren und oberen Bänken. Acht bis 15 Minuten reichen pro Sauna-Gang völlig aus. Anfänger werden den Raum früher verlassen als geübte Sauna-Gänger, das ist völlig normal. Jeder sollte dabei auf sein eigenes Körpergefühl achten. Je häufiger man sich im Schwitzen übt, desto mehr nimmt auch die Schweißmenge zu. Die letzten zwei Minuten sollten im Sitzen verbracht werden, um den Kreislauf wieder an die aufrechte Haltung zu gewöhnen.

  • Trinken

    Thinkstock/pay404

    Während des Sauna-Besuchs sollte nichts getrunken werden, nur dann kann der Körper optimal entschlacken, zumindest ist das gängiger Sauna-Glaube. Wissenschaftlich bewiesen ist das allerdings nicht. Wer es aber ganz professionell angehen möchte, der sollte erst nach dem letzten Saunagang Flüssigkeit zu sich nehmen, dann aber ausreichend, am besten Wasser oder Tee. In Skandinavien ist es gang und gäbe, ein paar Schlucke Wodka auf die heißen Steine zu kippen. Dennoch: Von dem Genuss von Alkohol vor oder während des Sauna-Bades wird dringend abgeraten, das kann mitunter lebensgefährliche Folgen haben.

  • Zitterpartie

    imago/derifo

    Zum Abkühlen rät der Deutsche Sauna-Bund in seinen Goldenen Regeln zunächst zu einem Gang an die frische Luft ehe es unter die Dusche oder ins Tauchbecken geht. Der Grund: Der Körper braucht Sauerstoff. Nach der Abkühlung empfiehlt sich wieder ein warmes Fußbad. Wer sich anschließend ein zweites Mal unter die kalte Dusche wagt, trainiert besonders intensiv die Blutgefäße und erhöht damit die Widerstandsfähigkeit des Körpers. Anschließend folgt die wohlverdiente Ruhephase, zehn bis 15 Minuten liegend im kuscheligen Bademantel entspannt ungemein, ist aber nicht unbedingt notwendig. Vorsicht! Wer unter Bluthochdruck leidet, sollte das Tauchbecken oder die Eisdusche meiden. Die niedrige Temperatur bewirkt, dass sich die Blutgefäße wieder verengen, dadurch kann der Blutdruck sehr schnell ansteigen. Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel können die Folgen sein.

  • Badelatschen

    Thinkstock/Inna Felker

    Vor der Kabine ablegen oder mit rein nehmen? Beim Thema Badeschlappen scheiden sich die Sauna-Geister. Es gibt hier kein Richtig oder Falsch, informiert der Deutsche Sauna-Bund. Beides habe seine Vor- und Nachteile: Die Latschen mit hinein zu nehmen mag für manch einen angenehmer und hygienischer erscheinen, wegen dem Geräuscheinfluss kann es aber störend für die anderen Badegäste sein. Deshalb rät der Verband zu dem gemeinsamen Konsens, aus Rücksichtnahme die Schuhe vor der Kabine stehen zu lassen.

  • Saunagang

    Thinkstock/ targovcom

    Ein Sauna-Bad ist nur dann komplett, wenn es aus drei Gängen besteht. Zusätzliche Sauna-Gänge vergrößern erwiesenermaßen nicht den gesundheitlichen Nutzen. Wenn Sie mehrmals pro Woche in die Sauna gehen, reichen sogar schon zwei Gänge mit jeweils acht bis 15 Minuten. Um den vollen gesundheitlichen Nutzen auszuschöpfen, sollte die Sauna-Wirkung nach acht bis zehn Tagen aufgefrischt werden. Also: Nichts wie los in die Sauna!

Viel mehr als heiße Luft: Ein Sauna-Besuch stärkt das Immunsystem, kann Schmerzen lindern und hilft zu entspannen. Vor allem zur kalten Jahreszeit kann das Schwitzbad Wunder wirken – wenn man einige Sauna-Regeln beachtet.

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