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Ungelöste Rätsel der Menschheit

Ungelöste Rätsel der Menschheit

Manche archäologischen Funde aus der Menschheitsgeschichte bleiben bis heute mysteriös, da sie das Weltbild ins Wanken bringen. Von Flugzeugen für Pharaonen bis hin zu Pyramiden in Frankreich – das sind die spektakulärsten Entdeckungen.
  • Müssen wir die Geschichte umschreiben?

    Imago/Joker

    Archäologische Anomalien, über die Wissenschaftler stolpern, bezeichnen die Fachleute als OOP Arts. Die Abkürzung steht für „Out Of Place Artifacts“, also Objekte, die an einem Ort gefunden werden, wo sie aus der allgemeingültigen Logik her gar nicht sein dürften. Beispielsweise, weil Historiker bis dato davon ausgingen, dass das verwendete Material oder die ausgefeilten Techniken an diesem Ort und zur angenommenen Entstehungszeit des Fundstücks eigentlich noch gar nicht bekannt gewesen sind. Skeptiker glauben dann gern an Fälschungen. Der Autor Reinhard Habeck dagegen ist überzeugt: Solche Relikte können auch Beweise dafür sein, dass wir unser Geschichtsbild in manchen Details korrigieren müssen.

  • Reinhard Habeck

    Elvira Schwarz

    Archäologen und Historiker sind bestrebt, die Rätsel der Vergangenheit aufzuklären. Doch noch immer gibt es Fundstücke, die eher Fragen aufwerfen als Antworten auf Vergangenes geben. Diese Grenzgebiete des Wissens faszinieren den Autor Reinhard Habeck. Der gebürtige Wiener hängte seinen Job als Landesvermesser an den Nagel und bereiste die Welt auf der Suche nach den bis heute ungeklärten Entdeckungen der Geschichte. Das Ergebnis seiner Recherchen fasst er im Buch „Ungelöste Rätsel der Menschheit“ zusammen. „Störfaktoren“, nennt Habeck solche Artefakte, „die das vertraute Weltbild ordentlich ins Wanken bringen.“

  • Flugzeug in Form eines Vogels

    Pichler

    Vogel oder Flugzeug? Auf den ersten Blick erinnert dieses Fundstück aus der Stufenpyramide des ägyptischen Königs Djoser eindeutig an einen Vogel. Die Grabbeigabe wird um 250 v. Chr. datiert und wurde, zu Ehren ihres Fundorts, als „Taube von Sakkara“ bekannt. Der ägyptische Altertumsforscher Prof. Dr. Khalil Messiha wurde allerdings stutzig und untersuchte das Objekt zusammen mit seinem Bruder genauer. Beiden fiel auf, dass die Formgebung, Maße und Gewicht auffällig präzise an ein Fluggerät erinnerten. Ihre Überzeugung: Es handelt sich um ein aerodynamisches Segelflugzeug-Modell. Die nach dieser Vorlage erstellten Nachbauten erwiesen sich als erstaunlich flugfähig. Im Ägyptischen Nationalmuseum in Kairo sollen noch mindestens ein Dutzend solcher Gleiter im Depot schlummern – allerdings sind diese nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

  • Propeller

    Pichler

    In einer anderen Grabkammer unweit der Pyramide von Sakkara fand sich ein weiteres archaisches Objekt. Reinhard Habeck bezeichnet es als „einen der sonderbarsten Gegenstände, die je ans Tageslicht befördert wurden.“ Die Entdecker vermuteten die Fragmente eines schalenartigen Gefäßes. Der britische Ägyptologe Walter Bryan Emery machte sich die Mühe, diese Puzzleteile wieder zusammenzusetzen – und staunte über die technisch anmutende Rundschale, die dabei zum Vorschein kam. Blickte er auf ein 5.000 Jahre altes Steuerrad, einen Propeller oder eine Schiffsschraube? War die perfekte Symmetrie der drei Flügel im Inneren nicht nur ein ästhetisches, sondern womöglich ein funktionales Element? Manche glauben, es handele sich um den Stabaufsatz für ein Zepter, andere vermuten verblüffend moderne Hightech wie ein Schwungrad dahinter - was laut aktuellem Stand der Wissenschaft vor Jahrtausenden unmöglich gewesen ist. Das merkwürdige Objekt lässt sich heute im Ägyptischen Museum von Kairo besichtigen.

  • Pyramiden in Frankreich?

    Pichler

    Pyramiden verbindet man in der Regel mit Ägypten. Wer denkt dabei schon an Frankreich? Tatsächlich gibt es bei Nizza eine versteckte Pyramidenruine. Die denkmalgeschützte Pyramide von Falicon wurde aus Quadersteinen erbaut und befindet sich wie eine Kappe über unterirdischen Hohlräumen. Angeblich soll dort bis 1921 ein Symbol ähnlich dem Hakenkreuz über dem Eingang gewesen sein. Andere Quellen berichten von einer antiken Inschrift, die seit 1901 spurlos verschwand. Wer die Baukünstler der französischen Pyramide waren, bleibt unklar.

  • Ein Zeichen von Gott?

    Pichler

    Der Glaube versetzt bekanntlich Berge. Für die einen sind im Stein verbliebene Fußabdrücke ein Zeichen von Pfusch am Bau. Andere jedoch glauben, es gäbe mystische Kräfte, die den Grund weich machen, um sakrale Zeichen zu setzen. So gibt es gottesfürchtige Verschwörungstheoretiker, die behaupten, dass die bis heute sichtbaren Fußabdrücke in der Kirche Santa Maria an der Via Appia Antica in Rom von Jesus stammen. Gleiches behaupten manche vom Fußabdruck in der Himmelfahrtskapelle auf dem Ölberg in Jerusalem. Auch der Prophet Mohammed soll der Nachwelt sichtbare Fußspuren hinterlassen haben – diese werden im Topkapi-Palast in Istanbul aufbewahrt.

  • Eine runde Sache

    Pichler

    „Kuriose Steinrätsel sind aus allen Regionen der Erde bekannt“, weiß der Autor Reinhard Habeck. Besonders geheimnisvoll wirken kugelrunde Steinskultpuren aus uralten Zeiten. Denn bei ihnen stellt sich die Frage, mit welcher Technik es Menschen damals bewerkstelligen konnten, Kugeln zu formen. So wie beim Himmelsglobus von Matelica (Bild). Die knapp 30 Zentimeter große Kugel wurde bei Sanierungsarbeiten in einem mittelitalienischen Palazzo entdeckt. Sie besitzt geometrische Einritzungen, konzentrische Kreisgravuren, 13 Bohrungen und altgriechische Inschriften. Bei einer Untersuchung des „Nationalen Instituts für Astrophysik in Rom“ stellte sich heraus, dass es sich nicht um rein künstlerisches Design handelt. Es sind vielmehr exakte Markierungen zur Bestimmung von Äquator, Meridianen, Ekliptik, Tagundnachtgleiche, Sonnenwende und andere astronomische Werte. Verwirrend daran: Die ursprünglich aus der Türkei stammende Kugel wurde möglichweise schon 200 v. Chr. angefertigt, maximal aber 200 n. Chr.

  • Menschliche Maulwurfsgänge?

    Pichler

    Sonderbare Schlupflöcher, steinzeitliche „Hightech“-Tunnel und mittelalterliche Geheimgänge zählen ebenfalls zu den verbliebenen Unklarheiten archäologischer Funde. Eines dieser Phänomene bezeichnet man als Erdstall. Sie sollen im Mittelalter entstanden sein, weisen auffallend spitze oder runde Deckengewölbe auf und sind in der Regel nur 60 Zentimeter breit und 1,40 Meter hoch. Ihre Gänge sind meist verwinkelt, verzweigt und erstrecken sich über mehrere Etagen. Manche dieser Mini-Tunnel führen in größere Kammern. Es gibt Erdställe in vielen europäischen Ländern, doch das Gangsystem im österreichischen Großkrut ist mit 270 Metern Länge die größte Anlage Mitteleuropas. Und der praktische Nutzen der Stollensysteme? Dieser bleibt unbekannt. Gegen die naheliegende Theorie eines Fluchtgangs spricht der Umstand, dass Ein- und Ausgang derselbe waren. Bei einer Verfolgung wäre ein Erdstall also zur Falle für seine Erbauer geworden.

  • Lebten Dinosaurier und Menschen doch zeitgleich?

    Pichler

    Warum ist überall auf der Welt die Sagengestalt des Drachens bekannt? Ein spektakulärer Erklärungsansatz: Menschen und Saurier lebten eine Weile in Koexistenz. Das steht zwar im Widerspruch zum aktuellen Forschungskanon, würde aber erklären, warum Drachen bis heute im kollektiven Unterbewusstsein verankert sind – nämlich als in unserer DNA gespeicherte Erinnerungen unserer Vorfahren an die imposanten Urzeit-Giganten. Bis heute ungeklärt ist beispielsweise, ob die in den 60er Jahren dokumentierten Abdrücke aus Glen Rose in Texas tatsächlich menschliche Fußabdrücke neben einer Saurier-Fährte in der gleichen geologischen Schicht zeigen oder ob es sich um einen Messfehler oder gar eine Fälschung handelt. Fest steht allerdings, dass es zahllose Kunstwerke aus allen Epochen gibt, welche urzeitliche Riesenechsen in Interaktion mit Menschen darstellen. Besonders eindrucksvoll zeigen das Mosaiksegmente im Museo Nazionale Prenestino in Rom (Bild): Eingebettet in die detaillierte Nillandschaft sieht man dunkelhäutige Männer gegen ein Wesen kämpfen, das wie ein Saurier aussieht.

  • Hatten Urmenschen eine Pistole?

    Pichler

    Es gibt viele archäologische Fundstücke, die dafür sprechen, dass Menschen vergangener Epochen mehr Wissen und modernere Fähigkeiten hatten, als die Mainstream-Wissenschaft ihnen derzeit zutraut. Ein Objekt im Natural History Museum in London könnte ein möglicher Beweis dafür sein: Dort ist der Schädel eines zwischen 130.000 bis 300.000 Jahre alten Urmenschen aufbewahrt. Auf der linken Seite weist er ein Loch auf, das wie eine Schusswunde aussieht, bei der das Projektil an anderer Stelle wieder aus dem Kopf austrat. Forensiker bestätigen, dass die Verletzung nicht von einem damals zeitgemäßen Speer oder Pfeil herrühren kann. Hatte es also schon damals Hochgeschwindigkeitsgeschosse gegeben?

  • Der Himmel ist eine Scheibe

    Pichler

    Auch in Deutschland findet sich ein mysteriöses Fundstück. Im Landesmuseum für Vorgeschichte Sachsen-Anhalt in Halle ist eine zwei Kilogramm schwere Bronzescheibe mit 32 Zentimeter Durchmesser ausgestellt. Die Scheibe wurde, so die Forscher, vor etwa 3.600 Jahren vergraben, war aber in den Jahrhunderten zuvor bereits in Verwendung und ist möglicherweise 4.100 Jahre alt. Die Besonderheit liegt in den detaillierten astronomischen Darstellungen: Die Sonne (in einer anderen Lesart der Vollmond), eine Mondsichel sowie 32 goldene Sterne sind abgebildet. Bis heute ist nicht eindeutig geklärt, ob es sich bei der Himmelsscheibe von Nebra um einen astronomischen Kalender, ein Peilgerät, eine Sternenkarte oder ein unbekanntes Universalinstrument handelt. Bis dato ging man davon aus, dass das astronomische Wissen, welches auf der Scheibe vermerkt ist, lediglich den Babyloniern und Griechen bekannt war.

  • Ein 2.000 Jahre alter Computer?

    Pichler

    Computer gelten als eine Errungenschaft des 20. Jahrhunderts. Doch war ein Ur-Computer bereits vor mehr als 2.000 Jahren im Einsatz - daran glaubt zumindest Reinhard Habeck. Als Beweisstück dient ihm ein Zufallsfund. Vor der griechischen Insel Antikythera entdeckten Schwammtaucher in einem Wrack etwas, was Habeck als „Maschine“ bezeichnet. Zunächst fiel die Besonderheit des Fundes niemandem auf, da er wie eine Ansammlung unscheinbarer rostiger Klumpen aussah. Jahrelang lagerten die stark korrodierten Bruchstücke verschmäht im Archiv des Archäologischen Nationalmuseums in Athen. Als der Direktor auf das Objekt stieß, wurde er neugierig. Befreit von Algen und Rost zeigte sich ein komplexes Räderwerk aus Metall. Ein Zahnrad aus der Antike? Das galt bisher als undenkbar. Die handliche Hightech-Apparatur war unter anderem mit doppelt skalierter Ringskala und kompliziertem Differenzialgetriebe ausgestattet – Dinge, die eigentlich erst 1828 zum Patent angemeldet wurden. Die Maschine konnte, so sind Experten überzeugt, unter anderem den Stand von Sonne und Mond am Himmel anzeigen, Mondphasen darstellen, Wendepunkte der Planeten berechnen sowie Sonnen- und Mondfinsternis akkurat voraussagen. Das Schiff jedoch, in dem sich dieser Schatz befand, war etwa 70 v. Chr. gesunken. Derartige Meisterleistungen der Feinmechanik kannte man bisher allerdings erst ab dem 13. Jahrhundert.

  • Was wussten die Urväter wirklich?

    Pichler

    Im neuen Museum in Berlin kann man dieses merkwürdige Exponat bestaunen. Dieser 75 Zentimeter hohe Turm ist mindestens 3.000 Jahre alt. Man geht davon aus, dass es sich dabei um einen Zeremonialhut handelt, der vermutlich von keltischen Priestern als Kopfbedeckung oder als Kultobjekt für Zeremonien genutzt wurde. Lange Zeit ging man davon aus, dass die symmetrischen und geometrischen Muster darauf lediglich Verzierungen seien, die den Modegeschmack vor Jahrtausenden darstellen. Doch tatsächlich spiegelt sie das erstaunlich fundierte astronomische Wissen unserer Urväter wider. Darunter angeblich auch Kenntnisse, die man bis dato erst im Jahr 432 v. Chr. den Griechen zugetraut hatte.

  • Buch-Tipp

    Pichler

    Die vermeintlichen Gewissheiten über unsere Vergangenheit sind noch immer lückenhaft. Teilweise müssen wir unser Weltbild sogar in Frage stellen. Das ist die verblüffende Erkenntnis aus dem reich bebilderten Buch „Ungelöste Rätsel“ von Reinhard Habeck. Darin versammelt: „Wunderwerke, die es nicht geben dürfte“ – zumindest, wenn man sich am wissenschaftlichen Mainstream orientiert. Waren unsere Vorfahren viel fortschrittlicher als wir immer glaubten? Reinhard Habeck geht dieser Frage auf über 200 Seiten nach.