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Tschüss Campingplatz: Tipps zum Wildcampen

Tschüss Campingplatz: Tipps zum Wildcampen

Wildcampen, also das Campieren abseits ausgewiesener Stellplätze, ist beliebt. Allerdings ist es beispielsweise in Deutschland gar nicht erlaubt. Bei Verstößen drohen zum Teil Geldstrafen von bis zu mehreren hundert Euro. Die Galerie zeigt, wo Camper nach Lust und Laune in der Natur oder am Straßenrand übernachten können.
  • Skandinavien: Liberal mit „Jedermannsrecht“

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    Die Skandinavische Halbinsel ist das Paradies für Verfechter des Wildcampens. Schweden etwa gewährt jedem Menschen das „Allemannsrätt“ zu Deutsch: Jedermannsrecht. Es erlaubt mit Ausnahmen das Übernachten im Freien. Camper sollten sich aber an gewisse Spielregeln halten und respektvoll mit Natur und Bewohnern umgehen. So sind bespielsweise Strände oder Naturschutzgebiete tabu.

  • Norwegen: Wildcamping-freundliches Land

    14406408, AGLPhotoproductions

    Auch Norwegen gilt zu Recht als Wildcamping-freundliches Land. Wie in Schweden sollte man sich jedoch von Orten wie Nationalparks fernhalten, an denen motorisierte Fahrzeuge untersagt sind. Achtung: In Dänemark ist wildes Campieren – wie in Deutschland – streng untersagt. Bei Verstößen drohen Geldbußen von bis zu 500 Euro.

  • Großbritannien: Schottland Vorreiter

    Ben_Kerckx

    In Großbritannien hebt sich Schottland positiv hervor. Der „Scottish Outdoor Access Code“ erlaubt grundsätzlich das Wildcampen. Dieses Zugangsrecht listet einige Verhaltensregeln auf, die im Grunde an den gesunden Menschenverstand (sog. Common Sense) appellieren. So fordert das Regelwerk einen respektvollen Umgang mit der Natur und dem Besitz Anderer. In Schottland sind sogar Lagerfeuer prinzipiell erlaubt.

  • Frei, freier, Australien

    42625026, TonyFeder

    Der fünfte Kontinent ist das Paradies für Wildcamper. Wohnmobile dürfen in Australien überall auch für mehrere Tage stehen, wo es nicht ausdrücklich verboten ist. Der Common Sense sollte aber mitreisen: Zu große Entfernungen von der Zivilisation sind genauso zu meiden wie trockene Flussbette. Starke Regenfälle, die hunderte von Kilometern entfernt sind, könnten plötzliche Fluten auslösen! Grundsätzlich gilt: Nimm nichts außer Fotos und lass nichts außer Fußspuren zurück.

  • Deutschland: Für alles einen Paragraphen

    990349, felinda

    Deutschland wäre nicht Deutschland, wenn nicht auch das Wildcampen gerichtlich geregelt wäre. Freies Campieren an dafür nicht vorgesehenen, öffentlichen Orten ist generell untersagt. Es gibt jedoch eine Ausnahme: „Eine einmalige Zwischenübernachtung zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit“ ist zulässig. Das heißt, wer für sein Fahrzeug einen Parkplatz ohne explizites Halteverbot findet, kann dort in der Regel problemlos für eine Nacht sein Lager aufschlagen. Eine mehrfache Übernachtung an einem Ort ist nur auf Campingplätzen erlaubt beziehungsweise auf dafür vorgesehenen Stellplätzen. Auf Privatgrundstücken darf mit Zustimmung des Besitzers campiert werden.

  • Frankreich: Attention Wildcamper

    46370332, Stock photo / IvonneW

    Fast noch strenger geht es in Frankreich zu. Zwischen Ärmelkanal und Mittelmeerküste ist Wildcampen generell verboten. Gerade an Stränden und in touristischen Ballungszentren wird das Verbot auch strikt durchgesetzt. Einige Gemeinden haben besondere Regeln für wildes Campen aufgestellt. Hier hilft eine Nachfrage beim Bürgermeisteramt. Bei Privatgrundstücken gelten ähnliche Regeln wie in Deutschland.

Wildcampen ist beliebt, aber etwa in Deutschland gar nicht erlaubt. Die Galerie zeigt, wo Camper nach Lust und Laune in der Natur oder am Straßenrand übernachten können.

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