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Waffen

Tödliches Spielzeug: Was macht den Revolver so anziehend?

Tödliches Spielzeug: Was macht den Revolver so anziehend?

Knapp 180 Jahre gibt es ihn und er ist in verschiedensten Ausführungen nach wie vor eines der begehrtesten Güter der Welt: der Revolver. Wir blicken auf die harten Fakten, die sich hinter dem ehemaligen Symbol des Wilden Westens verbergen.
  • Revolver

    imago/McPHOTO

    Ohne ihn hätte Kirk Douglas im Westernklassiker „El Perdido“ nicht annähernd eine so gute Figur gemacht wie mit ihm: dem Revolver. Seitdem der Amerikaner Samuel Colt vor knapp 180 Jahren die erste funktionierende Schusswaffe mit Drehzylinder erfand, schnellte die Verbreitung und Weiterentwicklung der Waffe kerzengerade nach oben.

  • Samuel Colt

    imago/United Archives International

    Vor 200 Jahren wurde Samuel Colt in Hartford, Connecticut in den USA geboren. 20 Jahre später fliegt ihm auf See – beim Betrachten des großen Steuerrads – die Idee zu, eine Waffe mit rotierendem Zylinder zu bauen. Ein Jahr später ließ er es patentieren und schrieb damit Waffengeschichte.

  • Lord of War

    imago/Entertainment Pictures

    Glaubt man Nicolas Cage alias Yuri Orlov im Film „Lord of War – Händler des Todes“, dann gibt es über 550 Millionen Schusswaffen auf der Welt. Das bedeutet, dass jeder zwölfte Mensch im Besitz einer Waffe ist. In dem mit düsterem Humor gespickten Drama spielt Cage einen der besten internationalen Waffenhändler weltweit, der mit dem Tod so selbstverständlich handelt, wie andere mit Staubsaugern.

  • Waffenexporte

    imago/IPON

    Im Jahr 2013 exportierte Deutschland Kleinwaffen im Wert von 82,3 Millionen Euro. Davon ging ein großer Teil an Drittländer, sprich an Länder, die nicht Teil der Europäischen Union (EU) oder der Organisation des Nordatlantikvertrags (NATO) sind. Größter Waffenexporteur mit 30 Prozent Anteil am weltweiten Waffenhandel sind die USA, dicht gefolgt von Russland mit 26 Prozent. Mit einigem Abstand folgt dann allerdings schon Deutschland auf Platz drei.

  • AK-47

    imago/Russian Look

    Keine Feuerwaffe ist weiter verbreitet als die AK-47. Man kennt sie vor allem unter dem Namen ihres Erfinders Michail Kalaschnikow, der 1947 als führender Waffenkonstrukteur die Serienproduktion von deutschen Zwangsarbeitern produzieren ließ. Sie feuert unerschütterlich im Schlamm, Sand, Schnee und bei Regen, ist nahezu unzerstörbar, kostengünstig und damit das begehrteste Sturmgewehr der Welt. Geschätzte 100 Millionen Stück sind weltweit im Einsatz.

  • Waffenbesitz USA

    imago/UPI Photo

    „Da eine wohl organisierte Miliz für die Sicherheit eines freien Staates notwendig ist, darf das Recht des Volkes, Waffen zu besitzen und zu tragen, nicht beeinträchtigt werden“: So lautet die Übersetzung des zweiten Zusatzartikels der amerikanischer Verfassung. Wer eine Waffe besitzt, benötigt dazu nicht einmal einen Waffenschein. Die Folge: Jedes Jahr sterben in den Vereinigten Staaten etwa 30.000 Menschen durch Schusswaffen …

  • Amoklauf Newtown

    imago/UPI Photo

    Langsam tut sich etwas: Seit dem Amoklauf an einer Schule in Newtown (US-Bundesstaat Connecticut) im Jahr 2012, hat der Bundesstaat New York Anfang 2013 ein strengeres Waffengesetz verabschiedet. Von nun an sollen sowohl Sturmgewehre in privatem Besitz als auch Magazine mit mehr als sieben Schuss, verboten werden. Mit dieser Maßnahme stellt New York allerdings noch eine deutliche Ausnahme zu allen anderen Bundesstaaten dar.

  • Gesetze zum Waffenbesitz in den USA

    imago/fotokombinat

    Insgesamt gibt es in den USA über 20.000 Gesetze zum Waffenbesitz – die Vorschriften variieren von Bundesstaat zu Bundesstaat. So gibt es beispielsweise einen Gesetzesvorschlag in Florida, der besagt, dass Munition nicht an Menschen verkauft werden darf, die nicht mindestens zwei Stunden an einem Wut-Management-Kurs teilgenommen haben, denn: Wer im Besitz einer Waffe ist, muss seine emotionalen Zustände kontrollieren können. Dazu gehört Wut, aber auch Angst: Am 13. Februar 2013 wurde Oscar Pistorius seine angebliche Angst, ein Einbrecher befände sich in seinem Haus, zum Verhängnis und er erschoss seine Freundin Reeva Steenkamp.

  • Waffenladen

    imago/ZUMA Press

    Wer sich in den USA eine Schusswaffe zulegen möchte – ob zur eigenen Sicherheit oder zum Sport – hat verschiedene Möglichkeiten: In Waffenshows können Privatpersonen Pistolen und Gewehre zum Verkauf anbieten. Hier gibt es weder Backgroundchecks, noch wird den Interessenten unliebsamen Fragen auf den Zahn gefühlt. Im Waffenladen in Virginia beispielsweise steht nach einem schnellen Backgroundcheck und zwei bis drei Stunden Wartezeit die Pistole oder halbautomatische Waffe zur Mitnahme bereit.

  • Waffenschein

    imago/Jochen Tack

    Neun von zehn US-Bürgern besitzen eine Waffe. In vielen Fällen sind beim Kauf einer Schusswaffe keinerlei Formalitäten notwendig – das macht eine Erhebung über die genaue Anzahl der sich im Umlauf befindenden Waffen unmöglich. In Deutschland bunkert knapp einer von zehn Bürgern eine legale Schusswaffe im trauten Heim. Dazu muss aber zunächst ein legitimes Bedürfnis vorhanden sein, dass eine Schusswaffe benötigt wird. Sprich: Die Person ist beispielsweise Jäger, Sportschütze oder Mitglied in einem Schützenverein. Zudem sind eine Waffenbesitzkarte, sowie ein Munitions- und ein Waffenschein erforderlich.

  • Online-Waffenkurs

    imago/Jochen Tack

    Waffenläden in anderen US-Bundesstaaten, wie Beispielsweise Maryland, verlangen von den Kunden immerhin einen absolvierten Online-Waffenkurs. Ob dieser in 30 Minuten allerdings dazu befähigt eine Waffe zu benutzen, ist zu bezweifeln ...

  • Kinder und Waffen

    imago/ZUMA Press

    Texas beheimatet in vielerlei Hinsicht gesetzliche und rechtliche Sonderformen: Hier können nach dem Gesetz bereits Kinder geladene Waffen tragen. Zusammen mit Virginia geht Texas damit am (fahr-)lässigsten mit seinem Waffengesetz um. Doch das Problem betrifft nicht allein Texas: In den gesamten Vereinigten Staaten häufen sich die Unglücke, die mit Waffen in Kinderhand geschehen sind.

  • Waffen in der Kirche

    imago/Dean Pictures

    Im US-Bundesstaat South Carolina herrschen schräge Gesetze: Hier muss jeder pflichtbewusste Bürger zum sonntäglichen Gottesdienst eine Schusswaffe mitbringen.

  • Amoklauf Virginia Tech

    imago/UPI Photo

    In den US-Bundesstaaten Utah und Arizona ist es Studenten gesetzlich erlaubt, auf dem Campus offen Waffen zu tragen. Der fragwürdige Grund: So könne man sich im Falle eines Amoklaufes selbstverteidigen. Einer der folgenschwersten Amokläufe ereignete sich am Campus der Virginia Tech im April 2007: 32 Menschen wurden getötet, 29 wurden verletzt. Ob durch Regelungen wie in Utah und Arizona tatsächlich einiger der 32 Menschenleben hätte gerettet werden können, ist allerdings fraglich …

  • Waffengesetz in Japan

    imago/AFLO

    In Japan gelten mitunter die strengsten Waffengesetze der Welt: Will man sich hier eine Sportwaffe zulegen, muss man sich nicht nur einer psychologischen Untersuchung durch einen Arzt unterziehen und die Einwilligung der Polizei einholen. Auch die Lizenz für den Waffenschein muss alle drei Jahre durch einen Trainingskurs erneuert werden. Es gibt ganz genaue Vorschriften wie und wo die Waffe zuhause gelagert werden muss und die Polizei muss durch eine Wohnungskarte über den exakten Ort informiert werden.

  • Metall-Waffe aus dem 3-D-Drucker

    imago/Solid Concepts Inc

    Seit Samuels bahnbrechender Erfindung ist viel passiert: Im April 2014 wurde in Japan ein Universitätsangestellter verhaftet, weil er mit einem 3-D-Drucker fünf Schusswaffen aus Kunstharz hergestellt hat. Sie sind voll funktionsfähig und äußerst tückisch, denn: Sie können an der Flughafenkontrolle von Metalldetektoren nicht erkannt werden. Auch Waffen aus Metallpulver wurden bereits hergestellt – sie sind genauer und splittern weniger schnell. Der Hersteller der Metall-Waffe: die amerikanische Firma Solid Concepts.

  • Cowboays mit Reaktionszeit

    imago/UPI Photo

    Spannen, schießen, treffen – und das in weniger als einer zehntel Sekunde. Die Reaktionszeit der Cowboys der „Cowboy Fast Draw Association“ übertrifft sogar die einer Klapperschlange. Sie handeln schneller, als es die menschliche Reaktionszeit normalerweise zulässt. Dafür nötig: akrobatische Fingerfertigkeit und eine unfehlbare Hand-Augen-Koordination.

Schusswaffen sind in den USA viele Jahre ein Streitthema. Insbesondere nach schrecklichen Ereignissen wie Amokläufen oder Attentaten entfacht die Diskussion aufs Neue: Wie soll mit Pistolen und Gewehren im Besitz von Zivilisten umgegangen werden?

Waffen üben auf manche eine große Faszination aus. Andere sehen in Revolvern, Gewehren und weiteren Schusswaffen schlicht Werkzeuge zum Töten. Mit Selbstverteidigung in Notwehr argumentieren Waffen-Lobbyisten. Tötungsdelikte und Morde durch legale Waffen halten kritische Stimmen dagegen.  

Westernklassiker romantisieren den Umgang mit Schusswaffen ebenso wie actiongeladene Blockbuster: Revolver und Pumpgun kämpfen gegen das Böse.  

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