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Teuflische Bestien: Das sind die gefährlichsten Tiere der Welt

Teuflische Bestien: Das sind die gefährlichsten Tiere der Welt

Egal, wohin wir auf der Welt reisen, überall gibt es Tiere, die auch uns Menschen gefährlich werden können. Die einen töten ihre Opfer nahezu geräuschlos durch Giftangriffe, andere nutzen ihre ungeheure Kraft, um ihre Beute zu erlegen. Welt der Wunder präsentiert die gefährlichsten Tiere der Welt.
  • Schwarze Mamba

    iStock/Sigrid61

    Die Schwarze Mamba ist mit einer Maximallänge von bis zu 4,5 Metern die längste Giftschlange Afrikas. Sie schleicht sich an kleine Säugetiere wie Mäuse und Ratten an, beißt kurz zu und wartet, bis das Nervengift Neurotoxin seine Wirkung zeigt. Meist ist Atemlähmung die Todesursache. Mit ihrem Gift verteidigt sich diese Mamba-Art auch gegen den Menschen. Eigentlich ist sie recht scheu - wird sie aber in die Ecke gedrängt, beißt sie zu. Die Begegnung mit Menschen ist oft nicht zu vermeiden, da sich die Schlange doch recht häufig in der Nähe menschlicher Behausungen aufhält.

  • Schwarze Witwe

    Imago/Photoshot/Evolve

    Die Schwarze Witwe ist eine kleine, nur einen Zentimeter lange Kugelspinne, deren Gift imstande ist, einen Menschen zu töten. Unheimlich ist schon allein die Tatsache, dass die Weibchen sehr aggressiv sind und nach der Paarung das viel kleinere Männchen auffressen. Daher kommt auch ihr Name. Das Gift setzt sie nicht nur zum Fangen ihrer Beute, sondern auch zur Verteidigung ein.

  • Weißer Hai attackiert Robbe

    Imago/Nature Picture Library

    Der Weiße Hai gilt wegen seiner Größe, Kraft und Aggressivität als für den Menschen sehr gefährlich. Häufig verwechselt der Hai den Menschen aber nur mit seiner Lieblingsbeute, der Robbe. Er ist jedoch nur der zweitgefährlichste Hai der Welt – nach dem Tigerhai. Der große Weiße kann sehr groß werden (es wurden bereits Exemplare von neun Meter Länge gemessen) und bringt mehrere Tonnen auf die Waage. Mit seinen sägeartig gezackten und dreieckig geformten Zähnen ist es für ihn ein Leichtes, Beutetieren große Fleischstücke oder ganze Gliedmaßen zu entreißen.

  • Flusspferd

    iStock/Gert Vrey

    Wer ist das gefährlichste Tier Afrikas? Das Flusspferd! Jedes Jahr sterben dort mehr Menschen durch Flusspferd-Angriffe als durch alle anderen Tiere auf diesem Kontinent zusammen. Zwar sind die Dickhäuter keine Fleisch-, sondern besonders große Grasfresser. Sie sind jedoch sehr leicht reizbar. Kommt ihnen beispielsweise ein Boot zu nahe, können sie schon mal völlig aus dem Nichts auf den „Gegner“ losgehen. Ihre scharfen Eckzähne sind dabei wirkungsvolle Waffen. Ein ausgewachsenes Nilpferd braucht am Tag bis zu 40 Kilogramm Pflanzen und Gräser. Da sie sich tagsüber nicht aus dem Wasser trauen, essen sie in der Regel nachts. Der Grund: Ihre Haut ist sehr empfindlich und würde unter der heißen Sonne verbrennen.

  • Seeschlange

    Imago/Ocean Photo

    Zwar muss schon ziemlich viel passieren, bis eine Seeschlange zubeißt. Trotzdem sollte man ihre Geduld nicht auf die Probe stellen: Sie sind nämlich hochgiftig. Die bis zu zwei Meter langen Seeschlangen besitzen eins der stärksten Schlangengifte überhaupt. Zwar sind ihre Giftzähne im Vorderteil des Maules recht klein, aber sie durchdringen die menschliche Haut ohne Probleme. Neben dem Menschen haben die Seeschlangen - vor allem wegen ihres sehr wirksamen Giftes - keine wirklichen Feinde. Sie bewohnen den indopazifischen Raum; man trifft sie vom Persischen Golf bis nach Japan und Australien an.

  • Alligator

    Imago/imagebroker

    Wenn Sie sich in einer Region aufhalten sollten, die von Alligatoren nur so wimmelt, nehmen Sie die Hinweisschilder ernst. Denn die Gefahr ist meist unsichtbar: Alligatoren lauern meist versteckt im Dickicht oder lugen nur mit ihren Augen aus dem Wasser. Die Reptilien sind kräftige und für den Menschen äußerst gefährliche Raubtiere, deren Angriffstechniken in 120 Millionen Jahren perfektioniert wurden. Diese Fleischfresser können bis zu 100 Jahre alt werden. Dennoch: In Florida bringen Bienen mehr Menschen um als Alligatoren.

  • Skorpion

    Imago/Nature Picture Library

    Alle Skorpione gelten als Gifttiere. Mit ihrem Stachel setzen sie ihr Gift gezielt ein: in Kopf oder Bauch, wo jeweils die größte Wirkung erzielt wird. Von den rund 1.500 Skorpionarten sind nur 25 für den Menschen wirklich gefährlich. Woran ist ein solch giftiges Exemplar zu erkennen? Ganz einfach: je dicker der Schwanz, desto giftiger der Skorpion. Zu den gefährlichsten Arten gehören der in Nordafrika und Asien vorkommende „Leiurus quinquestriatus“ oder die in Mexiko sehr zahlreich vorkommenden Skorpione der Gattung „Centruroides“.

  • Piranhas

    Imago/imagebroker

    Piranhas sind im Schwarm lebende räuberische Fische, die in den Süßgewässern, aber auch in den Weißwasserflüssen Südamerikas - wie dem Amazonas - leben. Das auffälligste Merkmal sind ihre messerscharfen Zähne. Zwar zählen vor allem Fische und Krustentiere zu ihrer Beute, aber aufgrund ihrer Zähne sind sie auch in der Lage, Fleischstücke aus größeren Lebewesen herauszureißen. Dabei visiert der Piranha seine Beute kurz an, schießt auf sie zu, beißt zu, rüttelt am Opfer und reißt etwas heraus, bis er sich wieder entfernt und schluckt. Dabei ist ihr Aggressionsverhalten berüchtigt.

  • Malaria- oder Fiebermücke

    imago/UIG

    Von den 420 Arten der Anopheles, auch Malaria- oder Fiebermücke genannt, sind etwa 40 Arten potenziell fähig, Malaria zu übertragen. Mit etwa sechs Millimetern sind diese Seuchenüberbringer bei ihrer Größe also recht gefährlich für den Menschen. Normalerweise ernähren sich die Anopheles-Mücken von Pflanzensäften. Doch nach der Befruchtung durch das Männchen braucht das Weibchen zusätzlich eine menschliche oder tierische Blutmahlzeit zur Aufnahme von Proteinen. Die Suche nach dem Opfer geschieht meist nachts - nach zwei bis drei Tagen legt es schließlich die Eier.

  • Nashorn

    iStock/Juergen Schonnop

    Nashörner verteidigen vehement ihr Revier. Menschen sollten sich daher vergewissern, ob ein Nashorn in der Nähe ist. Ansonsten ist das Tier nur für seine eigentlichen Feinde, zu dem der Mensch nicht gehört, gefährlich. Das Rhinozeros besitzt ein oder zwei mächtige Hörner auf der Nase, die ihm zum Kampf und zur Verteidigung dienen. Sein massiger Körper hindert den Einzelgänger nicht daran, nur Menschen zu Fuß gefährlich zu werden: Mit bis zu 45 Stundenkilometern können sie auch einen Jeep erreichen.

  • Rote Speikobra

    Imago/Hohlfeld

    Im Jahr 2007 haben Forscher in Kenia eine bislang unbekannte, knapp drei Meter lange Speikobra aufgespürt. Diese weltweit größte Speikobra wurde „Naja ashei“ getauft, zu Ehren von James Ashe, dem Gründer einer Schlangenfarm in Watamu an der kenianischen Küste. Ihr Biss enthält genügend Gift, um 15 bis 20 Menschen zu töten. Aber warum Speikobra? Mit gezielten Spuckattacken kann sie mehrere Meter weit schießen und dabei die Augen eines Angreifers verätzen.

  • Vampirfledermaus

    iStock/Faultier

    Die Vampirfledermäuse sind die einzigen Säugetiere der Welt, die sich ausschließlich vom Blut anderer Säuger oder Vögel ernähren. Unter den drei zu unterscheidenden Arten ist vor allem der Gemeine Vampir (Desmodus rotundus) gefährlich, eine in Mittel- und Südamerika lebende Fledermaus. Die nachtaktiven Tiere sind deshalb gefürchtet, weil sie Krankheiten wie Tollwut auf Menschen und Nutztiere übertragen. Der Desmodus lebt in Gruppen von 20 bis 100 Tieren - gelegentlich aber auch in regelrechten Kolonien von bis zu 2.000 Tieren.

  • Portugiesische Galeere

    Imago/OceanPhoto

    Ihre Tentakel werden bis zu 50 Zentimeter lang, ihre Gasblase dient ihnen als Segel: Die nach den alten Kriegsschiffen benannte Portugiesische Galeere (Physalia physalis) zählt zu den giftigsten Tieren der Welt. Die Qualle ist vor allem im Atlantischen Ozean beheimatet, dringt aber auch gelegentlich ins westliche Mittelmeer vor. Bei direktem Hautkontakt wirkt das Gift an den Nervenzellen und lähmt die Muskulatur. Das kann zu Krämpfen oder sogar einem Herzstillstand führen.

  • Gila-Krustenechse

    iStock/SteveByland

    Sie durchstreift die Wüsten Nordamerikas und galt noch bis vor ein paar Jahren als die einzige giftige Echse: die Gila-Krustenechse. Inzwischen gibt es jedoch noch andere. Achten Sie daher auf Zisch- und Fauchlaute, falls Sie einer begegnen: Hiermit kündigt sie ihre Giftangriffe an. Das Gift, das sie vorwiegend für ihre Verteidigung einsetzen, ist im hochgiftig, wirkt auf das Zentralnervensystem und tötet durch Lähmung des Atemzentrums.

  • Grizzlybär

    iStock/seread

    Der in Nordamerika lebende Grizzly (Name wegen ihres ergrauten - engl. „grizzled“ - Fells) gilt als der gefährlichste unter allen Bären. Aufgrund seiner großen Kraft kann ein einziger Biss oder Prankenhieb den unmittelbaren Tod oder mindestens schwere Verletzungen hervorrufen. Der Grizzlybär flieht normalerweise vor dem Menschen, dennoch kann es besonders gefährlich werden, wenn er beim Fressen seiner Beute gestört wird, denn das Raubtier ist sehr besitzergreifend.

  • Kobra

    iStock/skynavin

    Kobras sind die Vertreter mehrerer Schlangengattungen, deren markantestes Merkmal der spreizbare Nackenschild ist. Werden Kobras bedroht, fliehen sie zwar normalerweise. Ist aber beispielsweise der Fluchtweg abgeschnitten, nehmen sie ihre typische Drohgebärde ein, indem sie ihren Oberkörper stark anheben und den Hals spreizen. Dabei visieren sie den potenziellen Angreifer in direkter Gegenüberstellung an. Unter den Kobras gibt es besonders giftige Exemplare wie die Kapkobra. Diese Schlange besitzt das wirksamste Gift unter den afrikanischen Kobras. Aggressiv wie sie ist, kann sie schnell zuschnappen. Sie ist zu vergleichen mit der Schwarze Mamba, die gefährlichste Schlange der Welt. Ihr Biss führt ohne Behandlung zum Tod durch Atemlähmung.

  • Komodowaran

    iStock/kiwisoul

    Er kommt aus dem Hinterhalt, besitzt messerscharfe Zähne und trägt tödliche Bakterien im Speichel: der Komodowaran. Diese Echse ist mit einer Maximallänge von drei Meter und bei einem Gewicht von über 70 Kilogramm die größte lebende Echse der Welt. Der Komodowaran jagt von kleinen bis zu großen Tieren alles, was ihm zufällig über den Weg läuft: Insekten, Hirsche und Wildschweine - selbst Wasserbüffel sind nicht vor ihm gefeit. Ihr Beuteschema ändert sich je nach Alter. Menschen gehören nicht dazu, doch immer wieder kommt es zu tödlichen Unfällen. Ihr Verbreitungsgebiet ist beschränkt auf die Kleinen Sunda-Inseln von Indonesien.

  • Seewespe

    iStock/ ginosphotos

    Die Seewespe gilt als das giftigste Meerestier der Welt: Jedes Jahr sterben mehr Menschen am Gift dieser Qualle als an Haiangriffen. Darum ist diese Würfelqualle an den pazifischen Badestränden besonders gefürchtet. Trifft es einen Taucher oder Surfer, dann bleibt auf der Haut der Opfer ein typisches Strickleitermuster zurück. Die Tentakel ätzen sich durch alle Hautschichten hindurch. Das Gift führt zu Lähmungen der Skelett- und Herzmuskulatur und der Atmung - der Tod kann innerhalb von wenigen Minuten eintreten.

  • Trichternetzspinne

    Imago/blickwinkel

    Die Trichternetzspinne wohnt in Australien, wo sie sich vor allem im feuchteren Osten, in einem Umkreis von rund 180 Kilometern um Sydney, wohlfühlt. Zu finden ist sie in ausgehöhlten Baumstämmen: Ihr Biss, der so groß wie ein Schlangenbiss und äußerst schmerzhaft ist, kann tödlich sein. Das Nervengift lähmt nach und nach die Atemmuskeln. Würde das Gift über den Blutkreislauf bis zum Herz gelangen, ist eine Rettung aussichtslos.

  • Pfeilgiftfrosch

    iStock/kikkerdirk

    So farbenfroh er selbst durch den Dschungel hüpft, ist er eigentlich gar nicht: der Pfeilgiftfrosch. Er ist das Giftlabor der Indios. Die Chocó-Indianer Kolumbiens benutzten das Gift dieses Frosches, um damit ihre Blasrohrpfeile zu präparieren. Die teils extrem starken Gifte, die je nach Art tödlich sein können, scheidet der kleine Frosch durch seine Hautdrüsen aus. Um das Gift zu produzieren, muss er bestimmte Insekten fressen. Gelangt es einmal in die Blutbahn eines Menschen, kommt es zur Lähmung des Nervensystems und zu Muskel- und Atemlähmungen. Zum Glück gibt es ein Gegengift.

  • Zecke

    iStock/Risto0

    Zeckenbisse können ziemlich gefährlich sein. Zecken sind hinterlistige Blutsauger: Sie tragen die verschiedensten Erreger in sich und übertragen diese durch Stiche, die zu Krankheiten führen. Mit ihrem Speichel können Bakterien und Viren in den Körper gelangen. Neben der Hirnhautentzündung (FSME) ist es vor allem die Borreliose, eine durch das Bakterium „Borrelia burgdorferi“ ausgelöste Infektionskrankheit, die Organe, Nervensystem und Gelenke sowie Gewebe befallen kann. Feuchtwarmes Klima mögen sie besonders gern. In den Hochrisikogebieten Baden-Württemberg, Bayern, Thüringen, Hessen und entlang des Rheins sind bis zu fünf Prozent der Zecken mit FSME infiziert.

  • Kugelfisch

    iStock/FtLaudGirl

    Bei dem Gift des Kugelfischs handelt es sich um das Nervengift Tetrodotoxin, das zu den stärksten bekannten proteinartigen Nervengiften zählt, die in der Natur vorkommen. Die Giftmenge, die in einem Tigerfugu - dem König der Kugelfische - enthalten ist, reicht aus, um 30 Menschen zu töten. Die Wirkung des tückischen Tetrotodoxin kann bereits nach etwa zehn Minuten eintreten: eine Lähmung aller Körpernerven. Nach drei Stunden ohne Behandlung tritt der Atemstillstand ein. Kugelfische können zwei Zentimeter beim Zwergkugelfisch bis zu 120 Zentimeter beim Riesenkugelfisch groß werden. In China und Japan gelten sie als Delikatesse - die Zubereitung sollte ein lizenzierter Fugu-Koch vornehmen, sonst könnte es für den Feinschmecker tödlich enden.

  • Pärchenegel

    Imago/Science Photo Library

    Die Pärchenegel (Schistosoma) sind parasitisch lebende Saugwürmer, die in den Tropen und Subtropen beheimatet sind. Sie befallen Säugetiere, Vögel, Reptilien wie Krokodile und Alligatoren, aber auch Menschen. Sie leben im Wasser, dringen in die Blutbahn ihrer Opfer ein und bleiben dann in den Venen ihrer Wirte. Der winzige Pärchenegel kann Schistosomiasis (auch Bilharziose genannt) auslösen, eine Tropenkrankheit, für die es weltweit nur ein einziges Gegenmittel gibt. In schweren Fällen verläuft das Leiden tödlich.

  • Blaugeringelter Kraken

    iStock/Whitepointer

    Wie der Kugelfisch, besitzen auch die blaugeringelten Kraken das Nervengift Tetrotodoxin. Der Kraken produziert dieses Gift jedoch nicht selbst, sondern Bakterien, die in seinem Vorderdarm und den Speicheldrüsen leben. Das Gift wirkt relativ schnell: Da es innerhalb von zwei Stunden nach dem Biss zu Lähmungen kommt, die vor allem das Zwerchfell und die Brustmuskulatur befällt, kann rasch der Atemstillstand eintreten. Menschen können ihnen vor der Küste Australiens, der Philippinen, Indonesiens und Neuguineas begegnen: Sie leben bevorzugt im flachen Wasser.

  • Steinfisch

    Imago/UIG

    Einige Arten des Steinfischs gehören zu den giftigsten Fischen der Welt. Mit insgesamt 72 Stacheln verteidigt er seinen Körper. Davon geben 18 Stacheln ein Muskel- und Nervengift ab. Das Gift ist sehr schmerzhaft und kann für den Menschen tödlich sein. Wegen ihrer nahezu perfekten Tarnung sind die kleinen meist unentdeckt und da sie überhaupt nicht scheu sind, zusätzlich noch gefährlicher für Taucher.

  • Löwe

    iStock/Anagramm

    Löwen sind für Menschen prinzipiell gar nicht so gefährlich. Eigentlich ist es eher andersherum: Der Mensch ist der größte Feind des Löwen. Dennoch wird er unter den Tieren zu den Menschenfressern gezählt - Tiere, die erwachsene Menschen überwältigen, töten und danach auffressen. Sind sie alt, vergreifen sie sich aus Schwäche tatsächlich auch mal an Zweibeinern. Sie besitzen als großes Raubtier auch keine Scheu vor dem Menschen. Es sind Fälle überliefert, bei denen Löwen gezielt Jagd auf Menschen machten: Beim Bau einer Eisenbahnbrücke über den Tsavo-Fluss in Ost-Afrika im Jahre 1898 sollen zwei Löwen bis zu 135 indische und afrikanische Arbeiter getötet haben.

  • Rotfeuerfisch

    Imago/imagebroker

    Wunderschön, aber teuflisch gefährlich: der Rotfeuerfisch. Mit seinen Giftstacheln ist er eine Gefahr für jeden Taucher. Beheimatet ist der Feuerfisch im indopazifischen Ozean, inzwischen breitet er sich aber auch im westlichen Atlantik, von den Bahamas bis nach New York aus. Das Gift befindet sich in den 18 Haftstrahlen ihrer Rücken-, After- und Bauchflossen. Nähert sich ihnen ein Angreifer, strecken die Feuerfische sie den Angreifern entgegen - das Gift dient ihnen nur zur Verteidigung, nicht zum Beutefang. Es ist für den Menschen zwar schmerzhaft, aber nicht tödlich.

  • Barrakuda

    iStock/Nikymi

    Blitzschnell schießen sie hervor und schlagen zu: die Barrakudas. Auffallend ist ihr mit Zähnen bewaffneter Unterkiefer. Die großen Unterkieferzähne der Barrakudas reißen schwere Wunden in das Fleisch, die zu hohem Blutverlust führen. In gewissen Regionen sind sie mehr gefürchtet als Haie. Aus der Karibik gibt es Meldungen von über 30 Angriffen auf Menschen. Als Jungtiere in Schwärmen, sind sie ausgewachsen nur noch als Einzelgänger unterwegs. Tropische und subtropische Meere sind die Heimat der silbrig glänzenden Großen Barrakudas, die bis zu drei Meter Länge erreichen können.

  • Gemälde von Riesenkraken mit Seemännern

    Imago/Leemage

    Kalmare werden in vielen Filmen als für den Menschen dargestellt. An der Meeresoberfläche kommen sie eher selten vor, die größten ihrer Art leben in völliger Dunkelheit in Tiefseegräben. Doch Riesenkraken, die ganze Schiffe an den Meeresgrund ziehen und Menschen erwürgt, gehören ins Reich der Legenden. Die einzige Art, die dem Menschen gefährlich werden könnte, ist der Tiefsee-Kalmar. Sie können Größen von bis zu 20 Meter erreichen. Gefangene Pottwale, ihr einziger Feind, mit dem er sich heftige Kämpfe in der Tiefsee liefert, wiesen allerdings auch Spuren von über 35 Zentimeter großen Saugnäpfen auf.

  • Stachelrochen

    iStock/pniesen

    Der Stich eines Stachelrochen ist hochgefährlich: Der erfahrene Tierfilmer Steve „Crocodile Hunter“ Irwin wurde 2006 von einem solchen getötet. Eigentlich sind sie recht ruhige Unterwassergesellen, doch falls sie sich bedroht fühlen, setzen sie ihren langen Stachel am Hinterleib auch zur Verteidigung ein. Tritt ein Taucher unbeabsichtigt auf sie, kann der Rochen ebenfalls mal zustechen.

  • Tiger

    iStock/Mogens Trolle

    Ähnlich wie der Löwe, hat auch der Tiger eher den Menschen zu fürchten als umgekehrt. Nur noch etwa 5.000 Tiger leben weltweit in freier Wildbahn. Wildrinder, Antilopen, Hirsche, Elche und junge Elefanten sind seine Lieblingsspeisen. Doch mitunter wird auch der Mensch zur Beute der gefährlichen Großkatze. Dabei kennt er kaum natürliche Feinde. Ihr Gebiss beinhaltet 30 Zähne, mit denen er seine Opfer meist durch Nackenbisse oder größere Tiere wie Wildrinder durch einen heftigen Biss in die Kehle tötet. Auch Bären sind nicht vor ihnen sicher: Sie beißen ihnen gewöhnlich die Nackenwirbel durch.

  • Orca

    Imago/Nature Picture Library

    So friedliebend wie im Hollywood-Film „Free Willy“ ist der Meeresbewohner nicht. Der auch Killerwal genannte Orca kann bis zu neun Meter lang und bis zu zehn Tonnen schwer werden. Als Lebensraum bevorzugen die Orcas die arktischen und antarktischen Gewässer. Dort jagen sie ihre Beute: Fische und Meeressäuger. Sie haben auch keine Angst davor, ihrer typischen Beute, also Pinguinen, Vögeln und Robben bis aufs Land zu folgen, um sie zu erlegen. Orcas können auf der Jagd bis zu 55 Stundekilometer erreichen, springen bis zu 1,5 Meter hoch aus dem Wasser und 13 Meter weit.

  • Eisbär

    Imago/imagebroker

    Der Eisbär ist das größte Raubtier der Erde, in den Polargebieten ist er zudem das gefürchtetste. Im Durchschnitt wird er 2,6 Meter groß: Diese unglaublich große Gestalt macht ihn auch für den Menschen extrem gefährlich. Sie können relativ schnell laufen, schwimmen und besitzen große Pranken, deren Hiebe schwere Verletzungen zur Folge haben. Der Mensch gehört zwar nicht zum Beuteschema des Eisbären, aber da er vorrangig Fleischfresser ist, kommt es immer wieder zu tödlichen Begegnungen.

Ob klein oder groß, ob zu Lande, zu Wasser oder in der Luft: Egal, wo wir uns hintrauen, überall auf der Welt gibt es Tiere, die auch uns Menschen gefährlich werden können. Die einen töten ihre Opfer durch heimtückische Giftangriffe, die anderen nutzen ihre ungeheure Kraft, um ihre Beute zu erlegen. Welt der Wunder zeigt die gefährlichsten Tiere der Welt.

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