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Sushirollen wie in Asien: Fast Food Trend zum Selbermachen

Sushirollen wie in Asien: Fast Food Trend zum Selbermachen

Sushi ist der Trend der Fast Food-Szene in Deutschland. Fast täglich eröffnen neue Running Sushi-Paläste. Wie wäre es zur Abwechslung mal mit Selbermachen? Welt der Wunder zeigt Schritt für Schritt, wie es geht.
  • imago/CoverSpot

    Der Besuch in einem Sushi-Restaurant ist unter Feinschmeckern längst keine Seltenheit mehr. Der Mehrheit der Deutschen schmeckt das japanische Gericht aus rohem Fisch, Reis und Algen. Auch Vegetarier können im Running Sushi Lokal schlemmen, denn: Avocado, Gurke, Käse und sogar Erdbeeren stehen ebenfalls mit auf der Zutatenliste für die Spezialität. Während man in Deutschland Sushi eher als Fast Food kennt, gilt es in Japan und auch in anderen asiatischen Ländern als Feinkost. Wer schon immer mal versuchen wollte, die kleinen Delikatessen zuzubereiten, erfährt hier, wie man Sushi ganz einfach selbst machen kann.

  • Veronika Gstöttl

    Um die passenden Zutaten zu bekommen, besucht man am besten einen asiatischen Feinkostladen oder einen Supermarkt, der Frischware und Sonderprodukte anbietet, wie etwa den speziellen Sushi-Reis oder auch den richtigen Essig. Die Einkaufsliste für vier Portionen: 500 Gramm Sushi-Reis, getrocknete Nori Algen, 150 Milliliter Sushi-Essig, Sesamkörner, drei Esslöffel Sesamöl, frisches Lachsfilet, zwei reife Avocados, eine Salatgurke, Frischkäse, Tokyoto Sojasauce, Wasabi, eingelegter Ingwer, eine Bambusmatte (etwa 20 x 20 Zentimeter), Frischhaltefolie, Einweghandschuhe und ein scharfes Messer.

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    Zuerst muss der Sushi-Reis gründlich gewaschen werden, am besten zweimal. Erst dann kocht man den Reis. Als Faustregel kann man sich merken: Immer die 1,5-fache Menge Wasser hinzugeben, das heißt, 500 Gramm Reis werden in etwa 0,75 Liter Wasser gekocht. Davor den Reis zehn Minuten in lauwarmen Wasser quellen lassen und dann erst den Herd auf die höchste Hitzestufe stellen. Gleichzeitig kann man nun die Sesamkörner in der Pfanne anrösten, allerdings ohne Öl, da die Körner sonst später nicht an den Sushirollen haften bleiben.

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    Nun noch das frische Lachsfilet in etwa daumendicke Streifen schneiden. Das Gleiche gilt für die Salatgurke und die beiden Avocados, nachdem diese entkernt und geschält wurden. Die Gurke wird nicht geschält, dafür muss das Innenleben entfernt werden. Das Sushi verwässert sonst später und der Geschmack verfälscht sich. Wenn der Sushi-Reis fertig gekocht ist, wird er noch warm mit dem speziellen Essig vermischt. Erst dann muss der Reis auskühlen.

  • istock/lisafx

    Die Inside-Out-Maki sind die wohl bekanntesten Rollen, die hauptsächlich als Lachs, Avocado oder Thunfisch in einem Menü angeboten werden. Gemeint sind damit die Sushirollen, bei denen sich die Füllung in der Mitte der Nori Alge befindet und von Reis ummantelt wird, meist noch mit Sesam oder Fliegender-Fisch-Rogen garniert.

  • Veronika Gstöttl

    Zunächst wird die Bambusmatte in Frischhaltefolie gewickelt und dann flach auf einem Schneidebrett ausgebreitet. Auf diese Weise ist die Bambusmatte wiederverwendbar. Jetzt streift man die Einweghandschuhe über und nimmt sich ein Algenblatt. Dieses wird mit einer etwa ein Zentimeter dicken Schicht Reis bedeckt. Bevor man den Reis mit den Fingern verteilt, „fettet“ man die Fingerspitzen in Sesamöl ein wenig an. Auf diese Weise haftet der Reis auf der Alge und nicht an den Handschuhen. Den Reis nun mit ganz leichtem Druck verteilen. Anschließend wird das Algenblatt vorsichtig gewendet, der Reis muss für diese Variante ja auf der Außenseite sein.

  • Veronika Gstöttl

    Ist die Alge gleichmäßig mit Reis bedeckt und umgedreht, kommt nun die Füllung. Hier kann jeder nach seinem Geschmack belegen, nur zu viel sollte es nicht werden, da die Alge sonst nicht richtig bündig abschließen und die Füllung herausquellen kann. Für diese Variante besteht die Füllung aus einem Streifen Lachsfilet, Gurke und als Topping eine Schicht Frischkäse. Alles wird eng zusammen in der Mitte der Algenfläche platziert.

  • Veronika Gstöttl

    Das Wichtigste an Sushirollen ist natürlich ihre Form. Diese bekommen sie durch eine ganz spezielle Roll-Technik. Mit Daumen und Zeigefinger greift man das Ende der Bambusmatte. Mit Mittel-, Ring- und kleinem Finger drückt man leicht die Füllung an die Innenseite der Sushirolle. Dann wird die Bambusmatte einmal umgeschlagen - man klappt sie quasi einmal in der Mitte zusammen. Leicht und gleichmäßig von innen nach außen andrücken und die Matte ein zweites Mal umschlagen. Dabei schiebt man die Rolle in seine eigene Richtung, während man mit der Handinnenfläche weiter leichten Druck ausübt.

  • Veronika Gstöttl

    Klingt leicht, kann aber auch knifflig werden. Bevor man das Inside-Out-Maki schneidet, wird die Rolle noch in geröstetem Sesam gewendet. Mit dem Schneiden beginnt man immer in der Mitte der Rolle. Erst dann werden beide Hälften noch einmal gedrittelt. So erhält man am Ende die typische Sechser-Konstellation, die man auch vom Lieferservice kennt. Wichtig ist vor allem, schnell zu schneiden, sonst zerdrückt man den Fisch und die Rolle verliert ihre Form.

  • Veronika Gstöttl

    Im Unterschied zum Inside-Out-Maki ummantelt bei Sushi Maki die Alge den Reis und die Füllung. Deshalb wird hier meist nur eine einfache Füllung gemacht, also nur Lachsfilet, Thunfisch oder Gurke. Ein Insidertipp: Für Maki wird ein fingerdicker Streifen auf der Alge ausgespart, wenn der Reis verteilt wird. So kann man das Sushi später gleichmäßiger einrollen und es entsteht kein Spalt. Außerdem wird das Algenblatt bei dieser Variante nicht umgedreht, da sich der Reis hier in der Füllung befindet. Die Technik beim Rollen ist allerdings die Gleiche und auch geschnitten wird die Rolle zuerst in der Mitte und dann die beiden entstandenen Hälften.

  • imago/Westend61

    Die Sushirollen können nun auf einem Teller drapiert werden. Dazu einen Klecks Wasabi und ein bisschen eingelegten Ingwer servieren. Noch ein Tipp zum Schluss: Wasabi kann man ganz leicht selbst machen. Dazu gibt es im Asia-Fachgeschäft Wasabipulver, das mit Öl angerührt werden muss. Und auch Ingwer lässt sich ganz leicht selbst einlegen. Dafür eine Ingwerknolle schälen und in dünne Streifen schneiden. Zwei Minuten in kochendem Wasser blanchieren (ja länger er gekocht wird, desto mehr verliert er an Schärfe). Dann Zucker (10 Gramm), Reisessig (75 Milliliter) und Salz (Messerspitze) in einer Schüssel verrühren, bis sich der Zucker und das Salz aufgelöst haben. Der Ingwer wird zusammen mit der Flüssigkeit in einem Behälter luftdicht verschlossen, damit er etwa eine Woche im Kühlschrank ziehen kann.

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