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Strategien zur Selbsterneuerung

Strategien zur Selbsterneuerung

Was hilft wirklich gegen Kopfschmerzen? Wie kann man Muskeln schneller wachsen lassen? Und welche Musik stärkt mein Herz? In wdw verraten Experten die besten Tricks der Selbstheilung – und erklären, mithilfe welcher Strategien man sein Leben verlängern kann…
  • Jetlag

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    Schon mit der Wahl des Essens an Bord eines Langstreckenfliegers kann man Einfluss nehmen auf den Tag-Nacht-Rhythmus – und damit auf den sogenannten Jetlag. Kohlenhydratreiche Kost beispielsweise macht eher müde. Bei Flugreisen Richtung Osten sollte man daher auf Obst, Kartoffeln, Nudeln oder Joghurt zurückgreifen, um das natürliche Schlafbedürfnis zu stimulieren. Eine eiweißreiche Ernährung hingegen hilft dabei, die Müdigkeit zu unterdrücken und länger wach zu bleiben. Bei Reisen in westliche Richtung sollte man daher lieber Fleisch, Käse, Eier oder Fisch zu sich nehmen.

  • Gaming

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    Obwohl jeder zweite Deutsche am Computer, an der Konsole oder auf dem Smartphone spielt, haben Games einen schlechten Ruf: Sie sollen aggressiv und krank machen. Neuseeländische Forscher beweisen mit ihrem Fantasy-Rollenspiel „SPARX“ das Gegenteil. Das Spiel soll Jugendliche von Depressionen heilen, indem die Gamer in der virtuellen Welt Monster töten, die negative Gefühle repräsentieren. Bei einem Versuch mit 168 depressiven Jugendlichen erholten sich 44 Prozent vollständig von ihrer Depression. Bei zwei Dritteln der restlichen Probanden konnten Psychologen einen Rückgang der Symptome um bis zu 30 Prozent feststellen. Sogenannte „Health Games“, also Gesundheitsspiele, werden auch bei Angstzuständen eingesetzt oder unterstützen Asthmapatienten.

  • Trauma

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    Noch heute drängen viele Therapeuten ihren Opfern unmittelbar nach einem Schreckenserlebnis Gespräche auf und bringen sie dazu, ihren Emotionen freien Lauf zu lassen. Mittlerweile warnen jedoch viele Psychotherapeuten vor dieser Methode. Grund: Es kann zur sogenannten „Übererinnerung“ bei den Opfern kommen. Der Psychotraumatologe Willi Butollo von der Universität München empfiehlt stattdessen: „In der Akutphase der ersten 48 Stunden sollte man auf jede therapeutische Intervention verzichten.“ Wer schreckliche Erlebnisse verdauen muss, für den sind Schweigen und Verdrängen gesund und absolut erlaubt. Nach dieser Phase (die bei jedem Betroffenen unterschiedlich lang dauern kann), kann dann mit einer professionellen Gesprächstherapie begonnen werden. Die vollständige Regeneration von einem Trauma kann mehrere Jahre dauern. Ganz löschen kann man die Erinnerung jedoch nicht. Viele Pharmaunternehmen arbeiten allerdings bereits an einer Art Vergessenspille, die das gezielte Löschen von Erinnerungen schon in wenigen Jahren ermöglichen soll.

  • Zahnseide

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    Was kaum jemand weiß: Eine effektive Zahnreinigung ist für ein langes Leben ebenso wichtig wie körperliche Bewegung – das ist das Ergebnis einer Studie mit 100.000 Teilnehmern über sieben Jahre. Das Risiko für Schlaganfall reduzierte sich durch professionelle Zahnreinigung um 13 Prozent, das für einen Herzinfarkt sogar um fast ein Viertel. Der Grund: Die oft unbemerkt verlaufenden Entzündungen des Zahnfleischs (Paradontose) sind eine Brutstätte für Keime. Und die dringen über die Mundschleimhaut bis in weit entfernte Gebiete des Körpers vor.

  • Knoblauch

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    Knoblauch putzt die Gefäße frei. Denn die schwefelhaltigen Verbindungen in der Knolle, die für die typischen Ausdünstungen verantwortlich sind, senken die Blutfettwerte und schützen die Gefäße so vor gefährlichen Ablagerungen. Die sogenannten Sulfide halten die Adern elastisch und fördern den Blutfluss. Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall wird damit effektiv vorgebeugt. Auch nach einem Infarkt oder einer Herz-OP beschleunigt Knoblauch die Regeneration.

  • Blauer Fleck

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    Normalerweise dauert es zwei bis drei Wochen, bis ein blauer Fleck verschwunden ist. Aber diese Regenerationszeit lässt sich mit einem einfachen Trick verkürzen: Kühlen Sie, und zwar sofort nachdem Sie sich gestoßen haben! Dadurch ziehen sich die Gefäße zusammen, es tritt weniger Blut ins Gewebe ein, und der Schmerz wird betäubt. Aber: Experten raten, maximal fünf Minuten zu kühlen, sonst hemmen wir die körpereigenen Reparaturfunktionen. Bewegung und Wärme sind in den ersten 24 Stunden tabu. Beides regt die Durch- und Einblutung nur zusätzlich an. Nach etwa drei Tagen fördert Wärme (z. B. eine Wärmflasche) dann die Heilung. Genauso wie Arnikasalbe: Sie wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend. Wichtig: Wer einen blauen Fleck hat, sollte keine Schmerztabletten mit Acetylsalicylsäure (ASS) einnehmen. Der Wirkstoff verdünnt das Blut und verstärkt den Fleck.

  • Marathon

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    Kaum ein sportlicher Event ist so belastend für den Körper wie ein Marathon. Wer es dennoch versuchen möchte, muss seinen Körper über eine Distanz von genau 42,195 Kilometern schleppen. Dabei wird jedes Gelenk, jeder Muskel und jede Sehne im Laufe von bis zu 50.000 Schritten mit insgesamt bis zu 8.500 Tonnen Gewicht belastet. Zusätzlich verliert der Körper Mineralstoffe und Flüssigkeit. Durch den reinen Wasserverlust kann man während eines Marathonlaufs schnell mehrere Kilogramm Körpergewicht verlieren. Der einzige Grund, weshalb der Mensch eine solche Extrembelastung überlebt, ist die unglaubliche Regenerationskraft seines Körpers. Drei Wochen dauert der Reparaturprozess: Dabei werden Milliarden Zellen getauscht, Tausende Muskelrisse geflickt und Dutzende Gelenk- und Sehnenentzündungen beruhigt.

  • Musik

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    Musik ist nicht nur gut für die Psyche, sie kann auch das Leben verlängern. Besonders geeignet: Klassische Musik. Professor Peter Sleight von der Oxford University wies nach, dass Musik mit einem wiederkehrenden 10-Sekunden-Zyklus einen blutdrucksenkenden Effekt besitzt. Der Grund: Musik mit diesem Rhythmus imitiert das Herz-Kreislauf-System. Besonders geeignet sind Arien von Verdi oder Beethovens 9. Sinfonie.

  • Muskeln

    iStock Zhenikeyev

    Wird ein Muskel nicht bewegt – z. B. nach einer Operation – bildet er sich zurück. Um das zu verhindern, haben Forscher der Ohio University ein Verfahren entwickelt, bei dem Muskeln nur mit der Kraft von Gedanken regeneriert werden. Eine motorische Handlung ist nicht nötig. Doch wie funktioniert das? Der Schlüssel: Imagination! Stellt man sich über zwölf Wochen 15 Minuten täglich vor, den Muskel (sportlich) zu bewegen, werden die für Bewegung verantwortlichen Regionen im Gehirn stimuliert – und der Muskel wird wiederhergestellt.

  • Wald

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    Ein einziger Hektar Wald filtert fast 60.000 Kilogramm Staub und Schadstoffe jährlich aus der Luft – sie ist deshalb bis zu 90 Prozent reiner als in der Stadt. Im Wald atmen wir den frischen Sauerstoff, den die Bäume produzieren. Die Wirkung dieser einzigartigen Kombination: Bei einem Waldspaziergang nimmt die Lungenkapazität zu, der Blutdruck sinkt, die Elastizität der Arterien verbessert sich.

  • Rauchen

    iStock nikkytok

    Die Antwort hat selbst erfahrene Mediziner überrascht. So hatte eine Studie des American College of Cardiology zum Ergebnis, dass die gesundheitlichen Risiken von Rauchen und Sitzen vergleichbar sind. „Die Auswirkungen auf unser Herz sind beim Dauersitzen ähnlich wie beim Rauchen: katastrophal“, erklärt Kardiologe David Coven. Zudem stießen Forscher der Uni Regensburg auf einen erschreckenden Zusammenhang von zu viel Sitzen und Krebs – konkret für Darm-, Gebärmutter- und Lungenkrebs. Die Studie zeigt, dass das Risiko, an Krebs zu erkranken, pro zwei Stunden regelmäßiger Sitzzeit um bis zu zehn Prozent steigt. Sitzt man also täglich acht Stunden am Stück im Büro, hat man ein um 40 Prozent höheres Risiko, an einer der drei Krebsarten zu erkranken. Was also kann man tun, wenn man aus beruflichen Gründen den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt? Forscher empfehlen eine regelmäßige Unterbrechung der Sitzintervalle. Wer nur alle halbe Stunde bis Stunde kurz aufsteht und ein paar Minuten durch das Büro geht, senkt das Krebsrisiko um ein Vielfaches.

  • Übergewicht

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    Eine Forschungsgruppe des Center for Disease Control and Prevention n Atlanta kam in einer Metaanalyse von 97 Studien mit 2,88 Millionen Probanden zum Ergebnis, dass Übergewichtige länger leben als Normalgewichtige. Das Sterberisiko bei Übergewichtigen liegt dabei sechs Prozent unter dem der Normalgewichtigen. Der Grund: Etwas dickere Menschen haben größere Energiereserven, wovon sie bei vielen Krankheiten profitieren. Außerdem lassen sich beleibtere Menschen häufiger ärztlich untersuchen. Der Mediziner Achim Peters von der Universität Lübeck kam mit einer klinischen Forschergruppe sogar zu dem Ergebnis, dass ein paar Kilo zu viel vor Stress schützen. Das leichte Übergewicht schützt den Körper vor stressbedingten Krankheiten wie Arteriosklerose, Schlaganfall, Depressionen, Muskelschwund und Osteoporose. Auch die Gesundheitswissenschaftlerin Ingrid Mühlhauser von der Universität Hamburg hat in ihren Studien belegt, dass Übergewichtige tatsächlich länger leben. „Die höchste Lebenserwartung liegt bei einem BMI von 27“, sagt die Wissenschaftlerin.

  • Honig

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    Um eine Schnittwunde möglichst schnell zu schließen und den Körper bei der Regeneration zu unterstützen, eignet sich vor allem naturreiner Honig. Der wirkt aufgetragen auf die Wunde nicht nur entzündungshemmend, sondern beschleunigt auch die Wundheilung, indem er den Körper dazu bringt, abgestorbenes Gewebe schneller abzustoßen. Ebenso hilft schwarzer Tee, die Wundheilung voranzutreiben. Der Grund: Er enthält Gerbstoffe, und die haben eine adstringierende Wirkung. Das bedeutet, sie sind blutungsstillend, entzündungshemmend und austrocknend – weswegen sie sich als Kompresse vor allem dazu eignen, eine nässende Wunde zu behandeln.

  • Alkohol

    iStock espion

    Wer zu viel Alkohol getrunken hat, wacht schnell mit einem Kater – in Fachkreisen auch Alkoholintoxikation genannt – auf. Schuld an Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und Übelkeit ist eine Dehydration des Körpers. Der gängige Tipp der Experten: viel trinken, um die körpereigenen Wasserreserven wieder aufzufüllen. Tatsächlich kann man jedoch schon beim Alkoholtrinken am Abend den Kater am nächsten Tag abschwächen. So raten Stoffwechselexperten wie der Endokrinologe Professor Rolf-Dieter Hesch, schon während des Alkoholkonsums viel Wasser zu trinken. Der Grund: Je mehr Wasser der Körper zur Verfügung hat, desto größer ist „das Verteilungsvolumen für den Alkohol“. Die Faustregel: Nach jedem Bier ein Wasser. Eine andere Vorsorgemaßnahme sind Ölsardinen oder Fischöl vor dem Alkoholgenuss. „Das wasserabweisende Fett verteilt sich auf der Magen- und Darmschleimhaut und verlangsamt so die Alkoholresorption“, erklärt Hesch.

  • Sonnenbrand

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    Ein Sonnenbrand ist in der Regel eine Verbrennung ersten Grades, bei der nur die obere Hautschicht verletzt wird. Um möglichst effektiv und schnell diese Zellschädigung zu reparieren, empfehlen Experten, die Haut etwa fünf bis zehn Minuten mit kalt-nassen Leinentüchern zu kühlen. Zudem sollte man in den Stunden nach dem Sonnenbrand viel trinken: Das macht nicht nur den durch den Sonnenbrand entstandenen Flüssigkeitsverlust wett. Auch eine Aspirin-Tablette hilft, sie wirkt entzündungshemmend. Auf keinen Fall dagegen sollte man Eiswürfel und Kältepacks auf den Sonnenbrand legen. Damit verwandelt man den Sonnenbrand in eine Erfrierung, die für den Körper noch schädlicher ist.

  • Antibiotika

    iStock MartinLisner

    Antibiotika sind Bakterien-Killer. Das Problem: Sie töten nicht nur die bösen, sondern auch die guten Bakterien – eben jene in unserem Darm. Folge: Vor allem Breitband-Antibiotika vernichten große Teile der nützlichen Darmbewohner. Deshalb kommt es oft zu Durchfall. Im schlimmsten Fall kann ein Antibiotikum sogar zu einer Entzündung der Darmschleimhaut führen. Aufgebaut werden kann die Darmflora vor allem durch zwei Maßnahmen: 1) Giftstoffe und Ablagerungen aus dem Darm entfernen. Dafür eignet sich die Einnahme von Bentonit (Mineralerde) und Psyllium (Flohsamenschalenpulver). 2) Um die Darmflora zu stabilisieren, empfiehlt sich eine basische Ernährung – z. B. Kartoffeln, dunkle Blattsalate oder Trockenfrüchte. Wer diese Tipps befolgt, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Darmflora innerhalb von wenigen Wochen von der Antibiotikabehandlung erholt. Ohne die Unterstützung des Darms kann dieser Regenerationsprozess im schlimmsten Fall sechs bis zwölf Monate dauern.

Was hilft wirklich gegen Kopfschmerzen? Wie kann man Muskeln schneller wachsen lassen? Und welche Musik stärkt mein Herz? In wdw verraten Experten die besten Tricks der Selbstheilung – und erklären, mithilfe welcher Strategien man sein Leben verlängern kann…

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