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Sauber bleiben – grüner Konsum mit Köpfchen

Sauber bleiben - grüner Konsum mit Köpfchen

Bewusst, umweltfreundlich und sozial verträglich einkaufen – gar nicht so einfach. Doch eigentlich kann jeder mit kleinen Schritten ein grüneres Gewissen bekommen. Diese Hersteller setzen auf Recycling, soziale Verantwortung und gläserne Produktionswege.
  • Nachhaltigkeit

    Lars Schneider

    Beim Thema ökologisches Konsumverhalten kochen die Emotionen schnell hoch. Die einen unterschätzen den eigenen Einfluss, die anderen rufen gleich nach komplettem Konsumverzicht. Sicher ist: Es schadet niemandem, das eigene Kauf- und Umweltverhalten zu hinterfragen – und zu überarbeiten. UND: Auch kleine Schritte zählen. Deswegen lohnt es sich peu à peu an der Größe des eigenen ökologischen Fußabdrucks zu arbeiten. Welche Siegel beim Einkauf helfen und wie man mit Greenwashing umgeht? Welt der Wunder zeigt, wie cool grüner Konsum aussehen kann.

  • Nachhaltigkeit

    REX_OJO-Images

    Nachhaltigkeit bedeutet, nie mehr zu verbrauchen als das, was nachwachsen, sich regenerieren oder in Zukunft wieder bereitgestellt werden kann. Klingt eigentlich simpel. Aber günstige Kleidung trotz schlechter Produktionsbedingungen, exotisches Obst aus Übersee, das man leider oft auch außerhalb der Saison konsumiert oder dicke Autos, obwohl es in der Stadt auch ein Fahrrad tun würde, sind trotzdem ziemlich verlockend. Etwas Verantwortung tragen wir jedoch alle: für unsere Natur, unsere Nachkommen, für diejenigen, die Produkte für uns erzeugen – von der Näherin in Bangladesch bis zur heimischen Milchkuh...

  • Nachhaltigkeit

    Mini

    Das heißt also nachfragen, besser informieren und kritisch hinterfragen - auch den eigenen Verbrauch. Das fängt schon im Kleinen an. Viele Wege lassen sich beispielsweise mit dem Rad bewältigen. Ist ja auch oft deutlich schneller! Die Automarke Mini etwa produziert gleich selbst die umweltfreundliche Alternative. Das Klapprad lässt sich perfekt in den Kofferraum verstauen und jederzeit herausfischen.

  • Nachhaltigkeit

    Kavat

    Öko-Mode uncool? Dass das nicht stimmt, beweisen die Stars der Nachhaltigkeit, wie Stella McCartney, Armed Angels, Veja & Co. Aber auch gerade im Outdoor-Bereich passiert viel. Marken wie Vaude und Patagonia sind schon lange aktiv im Umweltschutz und tragen grünes und soziales Engagement aktiv nach außen.

  • Nachhaltigkeit

    Houdini

    Houdini, eine kleine feine Outdoor-Marke aus Schweden, geht einen ganz individuellen Weg. Mit „Reuse, Reduce, Recycle“ (zu Deutsch: Wiederverwendung, Vermeidung, Verwertung) versucht das Unternehmen, Ressourcen einzusparen: Kunden bringen gebrauchte Houdini-Produkte zurück und bekommen Rabatt auf ihren Neukauf. Produkte können ausgeliehen statt gekauft werden. Houdini repariert Schäden so weit wie möglich, und die Produkte sind recyclebar. Der Optik tut das allerdings keinen Abbruch.

  • Nachhaltigkeit

    Polartec

    Auch Polartec recycelt z.B. Plastikflaschen und produziert daraus neue Funktionsmaterialien, wie etwa Fleecestoffe. Warum recyceln? Ganz klar: Dadurch, dass keine neuen Ressourcen eingesetzt werden müssen, spart Recycling Energie und verringert gleichzeitig die Abhängigkeit von nicht erneuerbaren, fossilen Brennstoffen. Durch Recycling werden die Abfallmenge, die auf Deponien entsorgt wird sowie die umweltschädlichen Abgase, die in die Atmosphäre gelangen, signifikant reduziert. Seit 1993 wurden insgesamt 600.000.000 Plastikflaschen zu qualitativ hochwertigen Funktionsstoffen verarbeitet. Gut zu wissen: Eine Jacke in Größe L aus REPREVE 100 Garnen besteht aus etwa 35 bis 40, eine Mütze aus etwa sechs Plastikflaschen.

  • Nachhaltigkeit

    Rex / LondonNewsPictures

    Regenschauer? Hier greifen viele gerne zu wasserdichter Bekleidung. Was sich dahinter verbirgt, ist allerdings nicht immer schön. Die DWR-Behandlungen (Durable Water Repellency) arbeiten mit Fluorkohlenwasserstoffen, die hormonähnliche Wirkungen haben. Sie reichern sich im Körper an und werden nicht abgebaut. Die Konsequenzen sind massive Störungen des Hormonhaushalts. Also lieber zweimal nachdenken, bevor man sich in komplett wasserdichte Materialien hüllt und dann doch nur den Supermarkt durchquert. Meistens brauchen wir hier in Deutschland so oder so keine Regenbekleidung. Für die meisten tut's auch eine Softshell-Jacke, die den ersten Regen abhält.

  • Nachhaltigkeit

    Klaettermusen

    Zum Glück gibt es mittlerweile Alternativen. Eine Vorreiterrolle nimmt da z.B. Klättermusen ein – eine schwedischen Outdoor-Schmiede, die bereits 2007 die erste wasserdichte Jacke ohne Flurkohlenwasserstoffe vorstellte. Das hat natürlich alles seinen Preis. Wasserdicht geht aber auch preiswerter: Mit umweltfreundlichen Imprägnierungen wie z. B. Nikwax, die ohne Flurkohlenwasserstoffe arbeiten.

  • Nachhaltigkeit

    Klaettermusen

    Klättermusen setzt sogar noch einen drauf und schneidert seine Rucksäcke aus einem Material, das aus alten Teppichen und Fischernetzen hergestellt wird. Die Funktionalität beeinträchtigt das in keiner Weise. Das Material ist außerdem GRS-zertifiziert. GRS steht für Global Recycle Standard und garantiert, dass die gesamte Produktkette ausschließlich recycelte Produkte enthält.

  • Nachhaltigkeit

    Icebreaker

    Doch auch komplett natürliche Materialien sind höchst funktionell. Bekanntestes Beispiel: Merinowolle. Sie hält warm, man schwitzt weniger und hält damit auch noch Schweißgerüche in Damm. Hier kommt es vor allem darauf an sicherzustellen, dass die Tiere im Produktionsprozess korrekt behandelt werden. Ein Thema hier ist Mulesing – ein Prozess, bei dem den Tieren ohne Betäubung große Hautlappen abgeschnitten werden, damit sich dort keine Schädlinge einnisten.

  • Nachhaltigkeit

    PrimaLoft

    Mit der Daune ist es auch so eine Sache. Zwar wärmt sie wunderbar, aber teilweise werden dieTiere bei lebendigem Leibe gerupft. Viele Marken verwenden deshalb ausschließlich Daune, die als Nebenprodukt der Lebensmittelindustrie entsteht – also von bereits toten Tieren stammt. Dabei müssen die Hersteller darauf achten, dass die Daunen auch nicht von Gänsen stammen, die für die Leberpasteten-Produktion zwangsernährt werden. Alternativen zur Daune gibt es auch: z. B. die Kunstdaune Primaloft.

  • Nachhaltigkeit

    Patagonia

    Patagonia stellt als erster Bekleidungs-Hersteller seiner Größe seit Herbst/Winter 2014 ganz auf Daune mit Herkunftsnachweis um. Überhaupt ist das Unternehmen führend in Sachen Nachhaltigkeit: unternehmerische Sozialverantwortung, Umweltschutz, Offenlegung der Produktionsbedingungen. Das Simple Guide Hoody für Herren besteht zu 91 Prozent aus recyceltem Polyester.

  • Nachhaltigkeit

    Osprey

    Nicht nur Tiere brauchen Schutz, sondern auch diejenigen, die in vorderster Front für die Produktion zuständig sind. In letzter Zeit ist das Thema Arbeitsbedingungen immer häufiger im Fokus. Da die hundertprozentige Kontrolle der Bedingungen in den Zulieferfirmen, vor allem auch seit den Brandkatastrophen in Bangladesch, unmöglich ist, geht die Rucksackmarke Osprey einen ganz eigenen Weg: Als die Produktion in Amerika nicht mehr rentabel war, zog das Unternehmen nach Vietnam um - selbst Firmengründer Mike Pfotenhauer zog mitsamt der Familie hinterher. Die Marke verfügt über eine eigene Näherei und ein Designteam vor Ort, das vorwiegend aus Vietnamesen besteht. Die Arbeitsbedingungen sind vorbildlich: Es wird mit viel Leidenschaft an den ausgetüftelten Produkten gearbeitet, gemeinsam gekocht und gefeiert. Auch so geht Nachhaltigkeit!

  • Nachhaltigkeit

    bluesign

    Neben dem ziemlich bekannten Öko-Tex 100-Standard, der Industrie-Richtlinien für die Produktion von Bekleidung umfasst und beim Einkauf bereits für gute Orientierung sorgt, gibt es einige strengere und weit anspruchsvollere Labels. Darunter die zurzeit weltweit strengste bluesign-Zertifizierung, wenn es um Umwelt, Gesundheit und Sicherheit geht. Um diese für ihre Produkte zu erreichen, müssen sich die Marken richtig anstrengen: Denn hier geht es um umweltfreundliche Produktion, um Sicherheit der Arbeiter, um Schonung der Ressourcen und Schutz der Konsumenten. Die Marken wie auch die Hersteller und Textilchemielieferanten verpflichten sich zudem, den UN Global Compact der UNO zu unterzeichnen und einzuhalten.

  • Nachhaltigkeit

    Vaude

    Wohin mit den Outdoor-Klamotten, die man zwar eigentlich noch tragen könnte, aber man einfach Lust auf etwas Anderes hat? Wegwerfen? Bloß nicht. Die globale E-Commerce-Plattform eBay hat in Deutschland gemeinsam mit dem nachhaltigen Bergsortausrüster Vaude eine neue Online-Plattform ins Leben gerufen. Der Clou dabei: Im „Vaude-Second-Use-Shop“ können private Verkäufer Vaude-Markenartikel weiterverkaufen, für die sie keine Verwendung mehr haben. Wer nachhaltig bewusst einkaufen möchte, findet hier gebrauchte Outdoor-Bekleidung und Bergsport-Equipment zu günstigeren Preisen. Wegwerfen gehört damit der Vergangenheit an. Geht doch!

  • Nachhaltigkeit

    Klean Kanteen

    Weichmacher sind ähnlich gefährlich wie Fluorkohlenwasserstoffe. Auch sie haben hormonähnliche Wirkungen, verstecken sich allerdings fast überall in Plastikprodukten. Alternativen gibt es auch hier: Trinkflaschen aus Edelstahl stellt beispielsweise Klean Kanteen her. Die sehen gut aus, sind recyclebar, geschmacksneutral, langlebig – und frei von schädlichen Nebenprodukten.

  • Nachhaltigkeit

    Juanmonino/Getty Images

    Farben und Schnitte sind der Mode unterworfen. Das bedeutet eine sehr kurze Halbwertszeit von Produkten. Was für das T-Shirt aus der Boutique gilt, muss aber nicht für die Outdoorjacke gelten. Immer mehr Hersteller bemühen sich, Produkte zu schneidern, die langlebig sind - bei Materialien, Schnitten, Farben. Produkte müssen nur dann ersetzt werden, wenn sie den Anforderungen nicht mehr gerecht werden, also z. B. undicht oder zu eng sind.

  • Nachhaltigkeit

    REX

    Obwohl ein natürliches Material, ist Leder problematisch. Schon lange ist es nicht mehr ausschließlich Nebenprodukt der Lebensmittelindustrie. Das Gerben der Tierhaut, das vor Verwesung schützt, ist extrem umweltschädlich: Hier kommen gefährliche Substanzen wie Formaldehyd, Mineralsalze, Chrom etc. zum Einsatz. Das betrifft die Arbeiter in den Fabriken, die Anwohner – und leider auch diejenigen, die das Endprodukt an ihren Füßen tragen.

  • Nachhaltigkeit

    Meindl

    Zum Glück gibt es auch hier gute Alternativen: Der deutsche Traditionshersteller Meindl präsentiert mit „Identity“ einen komplett gläsernen Produktionsweg des Leders: vom regionalen Biorind bis hin zur nachhaltigen Weiterverarbeitung in der deutschen Gerberei Heinen.

  • Nachhaltigkeit

    Rex

    Ein grüner Anstrich alleine macht noch kein umweltfreundliches Unternehmen. In Zeiten, wo sich viele Kunden jedoch mehr dafür interessieren, was hinter der Fassade der Lieblingsmarke passiert , möchten natürlich viele mitmischen. Mit ein bißchen Geduld und Interesse findet man jedoch relativ leicht heraus, ob sich die Firma echte Mühe gibt, neue Wege zu gehen, oder ob von wirklichem Engagement keine Rede sein kann. Generell sollte gelten: Wer im Outdoor-Bereich produziert und konsumiert, müsste ein grundsätzliches Interesse am Erhalt der Natur haben. ODER?

  • Nachhaltigkeit

    Vaude Visions Paul Masukowitz

    Bergsportausrüster Vaude zeichnet z.B. alle Produkte mit der Green Shape-Garantie aus, die besonders umweltfreundlich und ressourcenschonend hergestellt werden. Vaude ist Mitglied der Fair Wear Foundation, die die Arbeitsbedingungen in den Produktionsbetrieben nach den strengsten Standards in der Textilindustrie kontrolliert. Für sein ökologisches und soziales Engagement hat das Unternehmen zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den „Axia-Award 2014“ sowie die Nominierung für den „Umweltpreis für Unternehmen 2014“ erhalten. Nachhaltigkeit wird konsequent im ganzen Unternehmen umgesetzt - am Firmenstandort in Deutschland ebenso wie in der Produktion weltweit. Dabei schlägt das Unternehmen immer wieder neue, innovative Wege ein. Seit 2001 arbeitet Vaude als erste Outdoor-Marke mit dem strengen Umweltstandard bluesign, der die gesamte textile Wertschöpfungskette kontrolliert.

  • Nachhaltigkeit

    Rex

    So viele Fakten, so viel Neues. Wer das alles zu kompliziert findet, trotzdem aber an der Reinheit seines Gewissens arbeiten möchte, dem seien hier zusammenfassend einige Grundsätze ans Herz gelegt: Brauchst Du wirklich was Neues – oder gibt die alte Outdoor-Jacke doch noch was her? Wieviel Funktionalität brauchst Du? Muss es 100 Prozent Regenschutz sein oder reicht auch wasserabweisend? Oder genügt eine umweltfreundliche Imprägnierung? Recherchiere die Unternehmensphilosophie der Hersteller – wer etwas auf sich hält, gibt sich Mühe, anständig zu produzieren, und spricht gerne darüber! Umweltsiegel helfen dabei, zu erkennen, ob ein Produkt tatsächlich nachhaltig produziert wurde.

Jeder kann mit kleinen Schritten ein grüneres Gewissen bekommen. Diese Hersteller setzen auf Recycling, soziale Verantwortung und gläserne Produktionswege.

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