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Mit Nazi-Gold zum Wirtschaftswunder? Die größten Lügen der Weltgeschichte

Mit Nazi-Gold zum Wirtschaftswunder? Die größten Lügen der Weltgeschichte

Die Weltgeschichte wird von Lügen und dunklen Machenschaften überschattet – oft lässt sich im Nachhinein nicht mehr erkennen, was einst tatsächlich geschah. Welt der Wunder schaut sich die Theorien genauer an.
  • Che Guevara

    imago/United Archives International

    Sein Gesicht findet sich auf Millionen Postern, T-Shirts und Kaffeetassen: Der südamerikanische Revolutionär Ernesto Che Guevara gilt Millionen Menschen heute, 45 Jahre nach seinem Tod, als unbeugsamer Held und Heiland der Unterdrückten. Doch die Realität zeichnet ein ganz anderes Bild von "Che", wie der gebürtige Argentinier auch genannt wurde. Nach dem Sieg der Revolution baut Che die kubanische Geheimpolizei auf und lässt Hunderte politische Gegner ermorden. Zudem wird ihm die Errichtung des ersten kubanischen Arbeitslagers zugeschrieben; für die Folter von Gefangenen soll er ebenfalls verantwortlich sein. Auch nach seiner Ermordung im Urwald Boliviens 1967 geht das Morden seines Geheimdienstes weiter: Experten sprechen von über 12.000 Toten.

  • Finanzierte Nazi-Gold das deutsche Wirtschaftswunder?

    Imago/Christian Ohde

    Aus Trümmern zurück zu wirtschaftlicher Größe – der Aufstieg der Bundesrepublik nach dem Zweiten Weltkrieg verlief beispiellos schnell – dank der umfassenden Wiederaufbauhilfe der USA und des Fleißes und Durchhaltevermögens der Deutschen. Doch dies ist nicht die ganze Wahrheit. August 1945: In der argentinischen Hafenstadt Mar del Plata läuft das deutsche U-Boot U-977 ein. Wichtige Nazi-Dokumente sollen mit ihm in die Neue Welt gelangt sein, zusammen mit tonnenweise perfekt gefälschten Dollarnoten. Hintergrund: Auf Geheimtreffen im Herbst und Winter 1944 hatten Wirtschaft und Nazi-Größen das Überleben der deutschen Großkonzerne für die Zeit nach der zu erwartenden Kapitulation organisiert – allen voran: Ludwig Erhard, Leiter des Instituts für Industrieforschung. Und später bundesdeutscher Wirtschaftsminister sowie „Vater" des Wirtschaftswunders. Hunderte Gesellschaften und Tarnfirmen werden kurz nach Kriegsende im Ausland hochgezogen. In wenigen Monaten müssen 1944/45 Milliarden Euro (nach heutigem Wert) in die Schweiz und nach Südamerika geflossen sein. Die Aktion gehört heute zu den schwarzen Kapiteln der deutschen Nachkriegsgeschichte. Laut Experten hatte sie folgenden Zweck: Das Geld floss auf verschiedenen Kanälen zurück nach Deutschland. Das Blutgeld aus den Gewinnen der KZ-Fabriken finanzierte das deutsche Wirtschaftswunder.

  • Federal Reserve Bank

    Imago/Ralph Peters

    Es wäre der größte Finanzskandal der Weltgeschichte. Bei einer Anhörung durch den Kongress gab die Generalinspektorin der US-Notenbank Federal Reserve zu, keine Ahnung über den Verbleib von acht Milliarden Dollar zu haben, die Firmen und Banken vor der Wirtschaftskrise schützen sollen. So unglaublich es klingt, nach Ansicht von Experten kommt diese Ahnungslosigkeit nicht von ungefähr. Sie ist Teil einer riesigen Lüge: Die Weltwirtschaftskrise ist nicht vom Himmel gefallen. Die Eigentümer der Federal Reserve, der mächtigsten Bank der Welt, haben seit Jahrzehnten auf sie hingearbeitet. Die Federal Reserve entscheidet, wie viele Dollar gedruckt werden. Weil sie ständig mehr Geld in den Markt pumpt, destabilisiert sie ihn. Seit ihrer Gründung 1913 hat der Dollar 90 Prozent seines Wertes verloren. Doch warum soll eine Zentralbank Interesse daran haben, die eigene Währung zu ruinieren? Der Grund ist: Im Gegensatz zur Europäischen Zentralbank ist die Federal Reserve eine Privatbank. Sie druckt den Dollar und wird dafür vom Staat bezahlt. Sie ist außerdem für die Höhe des Zinses zuständig. Und der fällt. Das ist einerseits attraktiv und steigert die Investitionslust, andererseits führt diese Entwicklung auf Seiten der Unternehmen und Privatpersonen in eine Abhängigkeit und Schuldenfalle. Die riesigen Mengen neuen Geldes und die minimalen Zinsen verführen zu immer riskanteren Anlagen. All das ist im Sinne der Federal Reserve. Ihr angebliches Ziel: Eine weltweite Krise auslösen – um dann zum Spottpreis weltweit Aktien von Spitzenfirmen aufkaufen zu können und so Amerikas wirtschaftlichen Vormarsch auf Dauer zu sichern.

  • Walter Ulbricht

    Imago/United Archives International

    Was der Vorsitzende des DDR-Staatsrates und SED-Parteichef, Walter Ulbricht am 15. Juni 1961 auf einer Pressekonferenz im Festsaal des Ost-Berliner Haus der Ministerien versprochen hatte, entsprach alles andere als der Wahrheit: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten", erwiderte er auf die Frage einer Journalistin. Seine Rede zu einer möglichen Wiedervereinigung war eine Farce. Denn schon zwei Monate später sollte ein Ungetüm aus Beton die Grenzen zwischen Ost und West unüberwindbar machen. Mit dem Mauerbau am 13. August 1961 wurde die deutsche Teilung endgültig manifestiert.

  • Gegen Terror und Gewalt

    Imago/Horst Rudel

    Terroristen sind Feinde der Freiheit. Ob islamistische Fanatiker, Links- oder Rechtsextremisten – nur der Rechtsstaat vermag seine Bürger vor feigen Anschlägen zu beschützen. Soweit die Theorie. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Die Geschichte ist voll von Indizien und Beweisen dafür, dass Demokratien Terroristen fördern, sie ungestört Anschläge planen lassen. So entführt und ermordet 1978 die italienische Terrorgruppe Rote Brigaden den damaligen italienischen Ministerpräsidenten Aldo Moro mit Unterstützung der Geheimdienste. 1977 verübt die Rote Armee Fraktion (RAF) einen Anschlag auf den Generalbundesanwalt Siegfried Buback. Die Tatwaffe findet sich bei einer Mitarbeiterin des Bundesnachrichtendienstes wieder…

  • 11. September

    Imago/Christian Ditsch

    2000 treffen sich islamistische Terroristen in Malaysia und planen die Anschläge vom 11. September mit Wissen der CIA. Osama Bin Laden wird zwei Monate vor 9/11 von der CIA verhört - und laufen gelassen. Warum diese Sündenfälle? Experten gehen davon aus, dass Terroristen fast nie ohne staatliches Wissen vorgehen. Und nach jedem Anschlag entstehen Gesetze, die die Staatsmacht stärken, jedoch massiv bürgerliche Freiheiten einschränken. Der beängstigende Verdacht: Die Staatsmacht braucht den Terror im Kampf gegen drohenden Machtverlust. Terrorakte schaffen eine Atmosphäre der Angst und Unsicherheit, die fast jedes Gesetz politisch durchsetzbar macht - und Demokratien im Extremfall dazu bringt, Menschenrechte außer Kraft zu setzen und Folter, Invasionen und Angriffskriege zu erlauben.

  • Daniel Ellsberg

    Imago/UPI Photo

    Es war ein unglaublicher Polit-Skandal in den USA, als Daniel Ellsberg eine streng geheim gehaltene Lüge der US-Regierung enthüllte. Indem der Amerikaner Inhalte der „Pentagon-Papers" kopierte und der New York Times zum Abdruck zukommen ließ, kam Unglaubliches ans Tageslicht: Das Weiße Haus sei sich durchaus bewusst gewesen, den Vietnamkrieg niemals zu gewinnen. Genau das Gegenteil aber hatte die US-Regierung den Amerikanern und dem Kongress zu versichern versucht. Welchen Aufruhr der Abdruck der „Pentagon-Papiere" 1971 verursacht hatte, scheint in den USA aber kaum mehr von Relevanz zu sein: Statt sich weiterhin lautstark über „Whistleblower" wie Daniel Ellsberg aufzuregen, propagiert die US-Regierung nun, einen besonderen Dienst für die Öffentlichkeit geleistet zu haben. Im stillen Kämmerlein sieht es aber ganz anders aus...Mit der offiziellen Veröffentlichung der „Pentagon-Papiere" wird lediglich darüber informiert, worüber die Mehrheit ohnehin Bescheid weiß. Und gegen sogenannte „Verräter am eigenen Vaterland" geht die Regierung in Wirklichkeit noch rigoroser vor als es bei Daniel Ellsberg der Fall war. Während im US-Nationalarchiv eine neue Transparenz gefeiert wurde, sitzt Bradley Manning, ein mutmaßlicher Informant im Zusammenhang mit der WikiLeaks-Affäre, in US-Einzelhaft.

  • Schweinegrippe-Pandemie

    Imago/Pressefoto Kraufmann&Kraufmann

    Juli 1918: Wie ein Flächenbrand rast die schlimmste Grippe-Epidemie aller Zeiten um die Welt. Sie fordert 50 Millionen Tote in 24 Monaten. Erst viel später gelingt es, den Erreger der Seuche zu bestimmen: Es ist das H1N1-Virus. Eine Entdeckung, die neuen Stoff für eine der perfidesten Manipulationen der Weltöffentlichkeit liefert. Denn die sich jetzt über die Welt verbreitende Schweinegrippe entstammt diesem Virus-Stamm. „1919 begründete die Spanische Grippe eine Viren-Dynastie, die bis heute fortbesteht", berichten die US-Mediziner Jeffery Taubenberger, David Morens und Anthony Fauci. Die Frage ist nur: Wie gefährlich ist das Schweine-Virus wirklich? Gegen Milliardenzahlungen werden Vorräte an Anti-Grippemitteln angeschafft. Ein Geschäft, das Sicherheit verspricht, aber getrieben ist von Angst.

  • Schweine-Virus eine Geschäftsidee?

    Imago/Science Photo Libary

    Auslöser der Geschäftsidee sind die Szenarien, die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) immer wieder veröffentlicht. Im April 2009 wurde die Schweinegrippe zur ersten Pandemie seit Jahrzehnten erklärt. Jedoch: Die Zahl der Todesopfer schwankt zwischen 10 und 100 - weltweit in einem Zeitraum von sechs Monaten. Jede normale Grippe fordert mehr Menschenleben. Fakt ist, der Verlauf der Krankheit gibt keine Hinweise darauf, dass sich die Schweinegrippe von einer ganz normalen Grippe unterscheidet. Wird hier die Erinnerung an die verheerende Grippe-Epidemie von 1918 bis 1920 für Milliarden-Deals missbraucht? Hinweise gibt es. 2005 befiehlt der damalige US-Verteidigungsminister Rumsfeld die Zwangsimpfung des US-Militärs gegen die Vogelgrippe und ordnet die Bevorratung des Grippe-Medikaments Tamiflu an – für etwa eine Milliarde Euro. Was Rumsfeld nicht sagt, er war bis 2001 Vorstandsvorsitzender von Gilead Sciences, dem Entwickler von Tamiflu. Er besitzt bis heute ein Aktienpaket der Firma.

  • Eine Frau auf den Papstthron?

    Imago/Ulmer

    Das Mittelalter war eine Zeit des Chaos, der Intrigen und Meuchelmorde rund um den Papstthron. Wenn eine Frau auf den Stuhl des Heiligen Vaters gelangen konnte, dann in dieser Zeit. Und angeblich soll das auch geschehen sein: Als Johannes Anglicus lässt sich damals angeblich eine Frau zum Papst wählen, ohne dass es zunächst jemand bemerkt. Das Ende der Päpstin war allerdings blutig: Im April 858 bricht Papst Johannes Anglicus bei einer Prozession in Rom zusammen, bringt vor den Augen der entsetzten Priester ein Kind zur Welt – und wird erschlagen. Der Schock saß der Legende nach tief: Bis ins 17. Jahrhundert musste sich angeblich jeder neu gewählte Papst auf einen Stuhl mit einem Loch in der Sitzfläche, den Sella stercoraria, setzen. Darunter hockte ein Priester, der dem Papst zwischen die Beine greift. Erst wenn der Priester „Habet!" (Er hat es) ruft, ist die Wahl gültig. Aber auch das ist dem Vatikan zufolge nur eine Legende.

  • Nofretete

    Imago, IPON

    Ihre weltberühmte Büste steht im Berliner Pergamonmuseum, von Millionen Menschen bestaunt. Experten gilt Nofretete als die mächtigste Frau des Alten Ägypten, als Erneuerin des erstarrten Pharaonentums. Doch der Schein trügt, denn neue Forschungen lassen vermuten: Nofretete wollte Ägypten sturmreif machen für die Truppen einer kaum bekannten Macht: Mitannis. Als Frau des Pharaos Echnaton stürzt sie Ägypten in eine schwere Staatskrise. Unter ihrem Einfluss ersetzt Echnaton alle Götter durch den Sonnengott Aton. Priesteraufstände sind die Folge. Sie werden niedergekämpft. Dann stirbt Echnaton plötzlich. Nofretete wird Pharaonin. Jetzt könnten die Pläne Mitannis wahr werden. Doch in diesem entscheidenden Augenblick greifen Assyrer und Hethiter Nofretetes Heimat an. Weil Mitannis Truppen ausbleiben, droht Nofretete Lebensgefahr. Die Priesterkaste will sie beseitigen. Es kommt zum Umsturz. Bilderstürmer tilgen die Zeugnisse ihrer Herrschaft. Ihr Nachfolger setzt die alten Götter wieder ein, gibt den Priestern ihre Macht zurück. Sein Name: Tutanchamun, der goldene Pharao.

  • Koran

    iStock, Egypix

    Afghanistan im März 2001: Mit acht Tonnen Sprengstoff zerstören Taliban unter anderen die mit 55 Metern weltgrößte Buddha-Statue im Bamiyan-Tal. Von dem 1500 Jahre alten Monument bleiben nur Trümmer. Die radikalen Muslime rechtfertigen ihre Tat lapidar mit dem Verbot des Islam, Gott oder den Propheten abzubilden. Die Buddha-Statue sei nicht mehr als ein unislamisches Götzenbild gewesen. Der arabische Sender Al Dschasira verbreitet, dass die Suren 41 bis 52 im Koran ein Bilderverbot darstellen. Doch das ist falsch. „Es gibt kein generelles Bilderverbot im Islam", sagt Professor Harun Behr von der Universität Erlangen. Noch nie hat sich ein islamisches Rechtsgutachten (Fatwa) beim Bilderverbot auf den Koran bezogen. Tatsache ist, dass ein Bilderverbot nur aus den Hadithe hergeleitet werden kann. „Die Hadithe sind 200 bis 300 Jahre nach dem Tod Mohammeds entstandene Sammlungen von Aussprüchen des Propheten", sagt die Islam-Expertin Silvia Naef. Auf der Grundlage der Hadithe kam es zwar immer wieder auch zu sehr strengen Auslegungen des Bilderverbots bis hin zum Verbot, Bäume zu zeigen, die Früchte tragen. Doch ebenso gibt es im Islam auch Epochen, in denen sogar der Prophet abgebildet wird.

  • Erfand Karl

    Imago/imagebroker

    Er gilt als Vater des Heiligen Römischen Reiches, als bedeutendster Herrscher des mittelalterlichen Abendlandes, der in einer schier endlosen Abfolge von 39 Feldzügen aus dem heidnischen Europa eine christliche Großmacht formt. Er bekehrt die Sachsen – und wer sich nicht bekehren lässt, wird umgebracht. Er sichert die Grenzen im Osten vor den heidnischen Slawen und ist der erste große christliche Herrscher, der im Namen des christlichen Glaubens einen Angriffskrieg gegen den Islam führt. Karl der Große als erster Kreuzfahrer? Über Jahrhunderte hält sich dieser Irrglaube. Doch Tatsache ist, Karls einzige Auseinandersetzung mit islamischen Truppen verläuft wenig ruhmreich: Seine Truppen werden in den Pyrenäen aufgerieben, einer der wenigen territorialen Gewinne ist das winzige Andorra, ein noch heute existierender Zwergstaat in den Pyrenäen. Dennoch will ihn Kaiser Barbarossa 300 Jahre später als Urvater der Kreuzfahrer heiligsprechen lassen – mit der Begründung, er sei der erste christliche Herrscher gewesen, der das Heilige Land betreten und die Christen dort unter seine Schutzherrschaft gestellt habe.

  • Wilhelm II

    imago, United Archives

    Der Sommer 1918 verheißt nichts Gutes für die Feinde des Deutschen Kaiserreichs. Die deutschen Truppen stehen 50 Kilometer vor Paris, im Osten sind riesige Teile Russlands erobert. Die Deutschen glauben noch immer an den Sieg - und fallen im September aus allen Wolken: Plötzlich sind die Straßen voller Soldaten, die von den Fronten zurückströmen. Wilhelm II. dankt ab und flieht ins Exil. Demokraten haben jetzt das Sagen, nicht mehr Kaiser und Militär. Und die Vertreter der Republik setzen in Versailles ihre Signatur unter einen Friedensvertrag, der als „Schandfrieden" angesehen wird. Bald eint Millionen Deutsche der Glaube, dass eine demokratische Verschwörung den Kaiser ins Exil zwang und Deutschland um den Sieg im Ersten Weltkrieg brachte. Diese Dolchstoßlegende ist eine Lüge, die heute noch von Rechtsradikalen verbreitet wird. Tatsache aber ist: Der Kaiser wurde zwar das Opfer einer Verschwörung. Doch die Verschwörer waren die obersten Generäle seines Heeres. Erich Ludendorff und Paul von Hindenburg belügen die Deutschen und den Kaiser so lange über den wahren Zustand an der Westfront, bis nur noch eine Kapitulation zu den Bedingungen der Westmächte möglich ist. Diese verlangen den Rücktritt des Monarchen, sonst droht die Besetzung ganz Deutschlands. Die Urheber der Dolchstoßlegende sind Ludendorff und von Hindenburg selbst, fanden Historiker heraus. Und ausgerechnet durch von Hindenburg wird 1933 ein glühender Anhänger der Dolchstoßlegende zum letzten Kanzler der Weimarer Republik ernannt: Adolf Hitler.

  • Pearl Harbour

    imago, United Archives International

    Kluges politisches Taktieren, militärische Perfektion sowie wirtschaftliche Überlegenheit ebnen den USA den Weg zur Weltmacht – so steht es in den meisten Geschichtsbüchern. Doch Historiker haben enttarnt, dass hinter wichtigen Wegmarken der US-Geschichte Manipulationen stecken. 1915 nimmt die US-Regierung trotz Warnungen vor deutschen U-Booten die Versenkung des Passagierdampfers „Lusitania" in Kauf. Der Grund: Man weiß, die Versenkung wird die US-Bevölkerung auf die Teilnahme am Ersten Weltkrieg einstimmen - wodurch der Sieg der Westmächte über das Deutsche Reich und seine Verbündeten zwangsläufig wird. Dieser Sieg macht die USA endgültig zum Global Player. Der US-Dollar beginnt den Weltmarkt zu beherrschen.1941 erfolgt der japanische Angriff auf Pearl Harbour (Bild). Die US-Regierung weiß, dass die Expansion der USA im Pazifik Japan quasi dazu zwingt, militärisch zu reagieren. Überraschend ist der Angriff auf Pearl Harbour nur für die US-Bürger, die prompt bereitwillig in den Zweiten Weltkrieg ziehen. Am Ende fallen Atombomben auf Japan: Der wichtigste Konkurrent der USA im Pazifik ist ausgeschaltet. Die USA erben den Einflussbereich der alten Kolonialmächte Frankreich, Großbritannien und Niederlande in Asien – und werden endgültig eine Supermacht.

  • John F. Kennedy

    imago, ZUMA/Keystone

    Ohne die Ermordung John F. Kennedys wäre der Vietnamkrieg (1960-75), die wohl verheerendste außenpolitische Niederlage der USA, schneller beendet worden – eine Behauptung, die nach dem Attentat von Dallas für Millionen Menschen weltweit zur Gewissheit wird. Doch die Mär vom friedliebenden Präsidenten stimmt so nicht. Kennedy hasste den Kommunismus und alles, was von ihm ausging. Er konnte nicht dulden, dass Vietnam in die Hände des kommunistischen Vietcongs fällt: „Wir haben überhaupt nichts davon, wenn wir sagen: Warum gehen wir nicht einfach nach Hause und überlassen die Welt denen, die unsere Feinde sind." Auch ein Interview, das nach dem Tod des Präsidenten mit seinem Bruder, dem Justizminister Robert Kennedy, geführt wurde, bestätigt, dass es Kennedys oberstes Ziel war, in Vietnam zu gewinnen, und das notfalls auch mit Bodentruppen. Kennedy-Experte Seymour Hersh ist sich sicher: „Welche Absichten John F. Kennedy auch immer verfolgt haben mag: Vietnam war sein Krieg, auch nach seinem Tod."

  • Neue Testament

    Imago/Gerhard Leber

    Nicht was in der Bibel geschrieben steht, ist für die neuere historische Forschung interessant, sondern die Kapitel, die fehlen. Tatsache ist: Alle frühchristlichen Schriften zusammengenommen ergäben ein mehrbändiges Werk. Bis zu 20 weitere Evangelien sind bekannt. Dennoch sind sie nie Teil des Neuen Testaments geworden. Was steckt hinter der größten Zensuraktion der über 2000-jährigen christlichen Geschichte? Die Antwort führt mitten hinein in den Gründungsmythos der Weltreligion. Bis heute stellt die Kirche die frühen Christen als eine verschworene Gemeinschaft dar, die nur ein Ziel kennt: über das Heidentum zu siegen. Doch so ist es nicht. Die Briefe der frühesten Kirchenväter sind voll mit Beschwerden über Gemeinden, die heidnische Zirkusspiele und Feiertage hochschätzen - und voll mit Tiraden über konkurrierende Glaubenslehren. Als im Rom des Jahres 313 das Christentum zur Staatsreligion wird, kommt es zur Krise. Denn Roms Bischöfe wollen die Alleinherrschaft. Und tatsächlich schaffen sie es mit einem ebenso genialen wie dreisten Trick, die konkurrierenden Glaubenszentren in Kleinasien, Griechenland und Ägypten auszuschalten. Sie fügen dem nur vier Evangelien umfassenden Neuen Testament neue Texte hinzu, die ihnen genehm sind. Alle anderen werden verdammt. So erlangen Roms Bischöfe ein theologisches Monopol. Der Preis: Zahllose kostbare Überlieferungen des Urchristentums werden vernichtet und geraten für immer in Vergessenheit.

  • Gladiatoren

    Imago/United Archives

    Der Sand im Kolosseum ist blutdurchtränkt. Nur noch sechs Gladiatoren können sich auf den Beinen halten. Sie knien nieder und blicken auf die Tribüne des Kaisers. Doch die Zuschauer wollen noch mehr Blut sehen und rufen: „Iugula", abstechen. Der Kaiser kommt dem Wunsch gern nach... Gladiatoren als Todeskämpfer, deren Leben von den Launen des Kaisers und des Publikums abhängt - Historiker halten diese Darstellungen für Unfug. „Die Gladiatoren des Römischen Reichs sind Superstars", sagt Fik Meijer von der Universität Amsterdam. „Wer will schon seine Idole sterben sehen?" Auf unzähligen Ölkrügen, Lampen und Vasen sind die Porträts der Gladiatoren abgebildet – antike Autogrammkarten. Einige Gladiatoren verdienen pro Kampf umgerechnet eine Million Euro – und die Frauen Roms wollen sie als Liebhaber. Die Toten sind „Betriebsunfälle" während des Getümmels, und auch die sind selten. Zwei Schiedsrichter sorgen dafür, dass der Kampf rechtzeitig abgebrochen wird. Zwar hat der Kaiser die Macht, die Gladiatoren zum Tod zu verurteilen. Doch der hört meist auf ein Publikum, das auch die Verlierer wiedersehen will. Die Lüge über die todgeweihten Gladiatoren ist eine Erfindung des Christentums. Ab Mitte des ersten Jahrhunderts werden Christen ins Kolosseum gebracht, um sie von wilden Tieren zerfleischen zu lassen. Der schlechte Ruf der Spiele, eine erbarmungslose Abschlachterei zu sein, haftet bald auch den Gladiatorenkämpfen an.

Die Weltgeschichte wird von Lügen und dunklen Machenschaften überschattet – oft lässt sich im Nachhinein nicht mehr erkennen, was einst tatsächlich geschah.

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