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Majestätische Mammutbäume: Die lebendigen Wolkenkratzer aus Holz

Majestätische Mammutbäume: Die lebendigen Wolkenkratzer aus Holz

Der „General Sherman Tree“ ist der lebende Gigant unter den Bäumen der Erde: Er ist der größte seiner Art, wiegt so viel wie zehn Blauwale zusammen und ist länger als das größte Passagierflugzeug der Welt. Die Mammutbäume, zu denen er gehört, gab es auf unserem Planeten schon zur Zeit der Dinosaurier.
  • Mammutbäume

    imago/Xinhua

    Grün, gigantisch – und nur schwer auf einem einzigen Foto abzubilden: Mammutbäume sind die größten Bäume der Erde. Fossile Funde belegen, dass es sie schon vor 125 Millionen Jahren gegeben hat – in einem Zeitalter, als noch Dinosaurier unseren Planeten bevölkerten. Damals war das Klima deutlich wärmer, und die Mammutbäume gediehen auf allen Erdteilen. Durch die letzte Eiszeit verschwanden sie allerdings fast vollständig. Nur ein kleiner Bruchteil konnte bis heute an der amerikanischen Pazifikküste überleben.

  • Heimat in der Sierra Nevada

    imago/UIG

    Im 19. Jahrhundert entdeckten europäische Forscher die gigantischen Bäume in der Sierra Nevada, einem Hochgebirge in Kalifornien. 1853 schickte der Schotte John D. Matthew die Samen der Riesenbäume nach Europa. Seitdem werden sie weltweit kultiviert.

  • Im Reich der Superlative

    imago/SMID

    Jahr für Jahr reisen über vier Millionen Touristen in den Südwesten der USA, um die Baumriesen zu bewundern. Weil heute nur noch etwa zwei Drittel der natürlichen Bestände erhalten sind, stehen die Bäume teilweise unter Schutz. In Nationalparks wie Yosemite, Sequoia, oder Kings Canyon kann man unter den Giganten wandeln.

  • Der „General Sherman“

    imago/SMID

    Der „General Sherman Tree“ wurde nach dem General William T. Sherman benannt, der während des Amerikanischen Bürgerkrieges als Lieutenant gedient hatte. Aufgrund seines wuchtigen Stammes trägt der grüne Riese den Titel „größter Baum der Erde“: Sein fast unvorstellbares Holzvolumen beträgt nahezu 1.500 Kubikmeter – und jedes Jahr kommen weitere 12 Kubikmeter hinzu. Allein dieser jährliche Zuwachs würde ausreichen, um 3.000 Bücher mit je einhundert Seiten herzustellen.

  • Der größte Baum der Welt

    imago/mm images/Kajo

    Es wird vermutet, dass der General Sherman Tree zwischen 1.900 und 2.500 Jahre alt ist. Für eine exakte Bestimmung müsste man den Riesen aber fällen, um seine Jahresringe auszuzählen. Wie viele Jahre der Baum tatsächlich auf dem Buckel hat, wird somit sein Geheimnis bleiben. Mit seiner Höhe von 83,8 Metern zählt er zu den höchsten Bäumen der Welt, doch trotz seines Titels als „größter Baum der Erde“, ist er nicht der höchste – diesen Titel behält der Küstenmammutbaum „Hyperion“ für sich. Dennoch: knapp 84 Meter sind doppelt so hoch wie die höchsten Laub- und Nadelbäume in Deutschland. Sein erster Ast beginnt bei einer Höhe von fast vierzig Metern – zum Vergleich: Ein Einfamilienhaus in Deutschland ist nicht einmal zehn Meter hoch.

  • 115 Meter Holz

    imago/blickwinkel

    Er ist der höchste Baum der Erde und macht seinen Name alle Ehre: „Hyperion“ –benannt nach einem Titan aus der griechischen Mythologie – ragt weit über die Baumkronen aller Bäume auf der Erde. Mit seinen 115,55 Metern ist er höher als der BMW-Turm in München. Und er wächst noch weiter: Denn mit ungefähr 600 Jahren ist Hyperion für Mammutbaum-Verhältnisse noch relativ jung. Weil der Besucherandrang den Waldboden verdichten und damit dem Baum schädigen könnte, bleibt sein Standort allerdings streng geheim …

  • Die höchsten Bäume der Welt

    imago/Arco Images

    … Hyperion zählt zur Art der Küstenmammutbäume. Sie sind an den Küstengebieten Kaliforniens heimisch. Gegenüber dem Bergmammutbaum oder auch Riesenmammutbaum – wie der General Sherman Tree es ist – haben Küstenmammutbäume zwar einen dünneren Stamm, ihre Wuchshöhe übertrifft allerdings die ihrer Verwandten.

  • Späte Entdeckung

    imago/bodenseebilder.de

    Neben dem Küsten- und Riesenmammutbaum wurde 1941 eine weitere Art in China entdeckt: der Urweltmammutbaum. Er unterscheidet sich von seinen zwei Verwandten nicht nur im Aussehen: Im Herbst verliert er –anders als die immergrünen Küsten- und Riesenmammutbäume –seine Blätter.

  • Der zweitgrößte Baum der Erde

    imago/blickwinkel

    Dieser Baum erregte im Dezember 2012 Aufsehen: Stephen Sillett von der Humboldt State University hat mit seinem Team den „President“ neu vermessen – und ist zu einem überraschenden Ergebnis gekommen: Er ist der zweitgrößte Baum der Erde …

  • Überholt vom „President“

    Thinkstock/demerzel21

    ... damit überholte er „General Grant“, der bis dahin den Titel als „zweitgrößter Baum der Erde“ inne hatte. Und Stephen Sillett machte noch eine weitere interessante Entdeckung: Anders als bisher angenommen, können Mammutbäume im Alter schneller wachsen – ihre Holzproduktion nimmt mit den Jahren zu. Um das herauszufinden, musste Stephen Sillett jeden Zentimeter des Baumes vermessen. Kein Wunder also, dass es der President auf Platz zwei schaffte: Immerhin ist er bereits 3.240 Jahre alt.

  • Querschnitt eines Baumstammes

    imago/SMID

    Größe, Gewicht, Volumen: Sogar der Durchmesser des Baumstammes verdient bei Mammutbäumen einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde: An ihrer Basis können Mammutbäume einen Durchmesser von bis zu siebzehn Metern erreichen. Damit ist der Stamm im Bild „nur“ ein „kleineres“ Exemplar.

  • Langsame Verwesung

    Thinkstock/Meinzahn

    Selbst ein toter Mammutbaum braucht viel Platz, denn die Riesenbäume verwesen nur sehr langsam. Die im Holz enthaltene Säure verhindert, dass sich Pilze und Bakterien bilden können. Erst nachdem Regen und Schnee die Säure aus dem Holz gewaschen haben, kann die Verwesung beginnen …

  • Der „Tunnel Log“ im Sequoia National Park

    Thinkstock/aragami123345

    … Wer also auf die andere Seite möchte, muss sich einen Tunnel durch den Stamm des Giganten bauen. Der „Tunnel Log“ ist eine Attraktion für Besucher des Sequoia National Park: Er entstand 1937 als ein namenloser, 2.000 Jahre alter Baum auf die Crescent Meadow Road fiel. Früher waren es noch Kutschen, heute fahren Autos durch das Innere des Baumes.

  • Ein hölzernes „Geschichtsbuch“

    imago/blickwinkel

    Mammutbäume sind wie alte Geschichtsbücher: Anhand ihrer Jahresringe lassen sich die klimatischen Bedingungen über Jahrtausende in die Vergangenheit rekonstruieren. Hierauf hat sich die Wissenschaftsdisziplin der Dendrochronologie spezialisiert. Weite Abstände zwischen den Baumringen weisen auf Temperatur- und Niederschlagsverhältnisse hin, die das Wachstum des Baumes begünstigt haben. Sogar Waldbrände und Krankheiten kann man aus dem hölzernen „Geschichtsbuch“ ablesen.

  • Das Wurzelwerk

    imago/motivio

    Obwohl Mammutbäume unvorstellbare Höhen erreichen können, haben sie ein vergleichsweise flaches und kleines Wurzelwerk, das höchstens zwei Meter tief in den Boden eindringt. Allerdings können sich die Wurzeln weiter als 45 Meter ausbreiten und verleihen den Bäumen somit einen sicheren Stand …

  • Gesellschaftsfreudige Mammutbäume

    imago/blickwinkel

    Dennoch: Eine der größten Bedrohungen für Mammutbäume – neben der Rodung durch den Menschen – sind starke Stürme. Trotz ihrer weit ausgebreiteten Wurzeln können sie bei heftigen Orkanen aus dem Boden gerissen werden. Deshalb wachsen die anmutigen Riesen gerne in Gesellschaft.

  • Mariposa Grove Museum

    imago/SMID

    Ein Haus für Zwerge? Von wegen: Auch wenn es wie geschrumpft aussieht, hat das Mariposa Grove Museum eine ganz normale Größe. 1864 baute Galen Clark an dieser Stelle eine ähnliche Hütte. Clark war der Entdecker der Mariposa Grove – einem Hain, der sich im heutigen Yosemite National Park befindet. In dem Haus befindet sich heute eine Ausstellung über die Ökologie und Geschichte der Mammutbäume.

  • Ein Ast so dick wie ein Baumstamm

    imago/Imagebroker

    Der „Grizzly Giant“ zählt zu den größten und ältesten Bäumen der Mariposa Grove im Sequoia National Park. Er ist schätzungsweise 1.800 Jahre alt. Ein Ast auf der Südseite des Baumes hat einen Durchmesser von zwei Metern und ist damit dicker, als der Baumstamm aller Nicht-Mammutbäume in der Mariposa Grove.

  • Großer Baum, große Zapfen?

    Thinkstock/Nancy Nehring

    Im Gegenteil: Die Zapfen im Bild führen die Besucher der Nationalparks leicht in die Irre, denn sie stammen gar nicht von den Mammutbäumen. Trotz der unvorstellbaren Größe der Bäume, sind die Zapfen der grünen Giganten gerade einmal so groß wie ein Ei. Die fußgroßen Zapfen im Bild stammen von der Coulter-Kiefer; sie können bis zu 35 Zentimeter lang und bis zu drei Kilogramm schwer werden.

  • Überraschend klein

    imago/blickwinkel

    Tatsächlich sehen so die Zapfen eines Riesenmammutbaumes aus. Sie werden höchstens acht Zentimeter lang. Ein einzelner Baum kann 11.000 dieser Zapfen tragen – und damit bis zu 400.000 Samen pro Jahr verteilen.

  • Ein Panzer aus Holz

    Thinkstock/PobladuraFCG

    Mammutbäume sind wahre Überlebenskünstler. Sie besitzen eine feuerfeste Rinde, die bis zu siebzig Zentimeter dick wachsen kann. Damit sind sie bestens vor Waldbränden geschützt, denn bei großer Hitze sondert die Rinde eine schützende Flüssigkeit ab. Auch Ungeziefer wie Termiten oder sogar Pilze können dem Baum nichts anhaben: Der hohe Gerbsäuregehalt des Holzpanzers macht sie dagegen resistent.

  • Heimat der „Ewoks“

    imago/United Archives

    Bei diesem Anblick wundert es nicht, dass die Wälder der Mammutbäume häufig in Filmkulisse auftauchen: Der Redwood National Park in Kalifornien ist die Heimat der „Ewoks“ aus „Star Wars“ und einiger Dinosaurier aus „Jurassic Park“.

  • Auch in Deutschland heimisch

    imago/blickwinkel

    Sogar in Deutschland kann man einige Exemplare der grünen Riesen bewundern: Der höchste Bergmammutbaum Deutschlands steht in Weinheim an der Bergstraße und misst 56,4 Meter. Er wurde „erst“ 1872 gepflanzt und ist somit nicht der älteste Mammutbaum in Deutschland. Diesen Titel verdient der 158 Jahre alte Riesenmammutbaum im nordrhein-westfälischen Kleve. Damit können die Bäume zwar noch nicht mit ihren kalifornischen Verwandten mithalten – doch in ein paar hundert Jahren werden sie genauso imposante Größen erreichen.

Der „General Sherman Tree“ ist der lebende Gigant unter den Bäumen der Erde: Er ist der größte seiner Art, wiegt so viel wie zehn Blauwale zusammen und ist länger als das größte Passagierflugzeug der Welt. Die Mammutbäume, zu denen er gehört, gab es auf unserem Planeten schon zur Zeit der Dinosaurier.

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