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Kurz notiert: Wissen in Bildern

Kurz notiert: Wissen in Bildern

Erstaunliche Forschungsprojekte, spektakuläre Aufnahmen aus der Natur, historische Funde und technische Höchstleistungen: “Wissen in Bildern” zeigt die besten Fotos aus der Wissenschaft – immer aktuell zusammengestellt.
  • dpa/Fredrik von Erichsen

    Der Einfluss veganer Ernährung auf die Gesundheit ist nach Einschätzung eines Wissenschaftlers noch unzureichend erforscht. Bisherige Studien zeigten zwar zahlreiche positive Gesundheitswirkungen. Die Zahl der Teilnehmer mit rein pflanzlichem Speiseplan sei aber jeweils recht gering, sagte Markus Keller vom Gießener Institut für alternative und nachhaltige Ernährung im Vorfeld des Fachkongresses "VegMed" in Berlin. Ein Umdenken in der Forschung und an Hochschulen sei nötig, da immer mehr Menschen bewusst auf Fleisch und andere tierische Produkte verzichteten, so der Ernährungswissenschaftler.

  • dpa/Hotli Simanjuntak

    Die Welt muss sich wegen des Klimawandels zunehmend auf extreme Wetterbedingungen wie Flutkatastrophen, Dürren und Hitzewellen einstellen. Betroffen seien vor allem weniger entwickelte Länder in Ost-, West- und Zentralafrika sowie Südostasien, heißt es in einem 120 Seiten starken Bericht der britischen Royal Society, der in London vorgestellt wurde. Im Jahr 2100 werde sich die Zahl extremer Hitzewellen im Vergleich zu heute verdreifachen. In Gefahr seien dadurch vor allem ältere Menschen über 65 Jahre. Durch die wachsende Erdbevölkerung seien mehr Menschen als bisher betroffen. Auch die Auswirkungen auf die Landwirtschaft drohten verheerend zu werden - unter anderem werde das Arbeiten im Freien in einigen Regionen über längere Zeiträume unmöglich. Die Regierungen auf nationaler, regionaler und kommunaler Ebene müssten jetzt handeln.

  • BUND/dpa

    Das Rote Ordensband ist Schmetterling des Jahres 2015. Das Insekt aus der Familie der Eulenfalter verschwinde in vielen Gegenden Deutschlands, teilte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Düsseldorf mit. Die Einstufung auf der Roten Liste als gefährdet sei nur noch eine Frage der Zeit. Die Raupen des Schmetterling ernähren sich von Weiden- und Pappelblättern. Die Art leide darum unter dem Rückgang von Auenwäldern sowie feuchten Laub- und Mischwäldern mit vielen Weiden und Pappeln.

  • Jupiterimages

    Mit dem Entscheid des Nationalrats vom 24. November sind die Ein- und Ausfuhr sowie der Handel mit sämtlichen Robbenprodukten – wie etwa Felle, Öl und Fleisch – in der Schweiz verboten. „Ein Schweizer Handelsverbot für Robbenprodukte war längst überfällig. Indem wir unseren Markt für Produkte aus grausamen Jagden schließen, helfen wir, Tierleid zu vermindern“, so Sigrid Lüber, Präsidentin von OceanCare. Im Osten Kanadas findet regelmäßig das größte Massaker an Meeressäugern statt. Jedes Jahr gibt die kanadische Regierung Hunderttausende Sattelrobben zur Jagd frei. Seit 2010 besteht bereits ein EU-weites Import- und Handelsverbot für Robbenprodukte, welches von der Welthandelsorganisation WTO im Mai 2014 bestätigt wurde, nachdem Kanada und Norwegen Einspruch gegen das Handelsverbot erhoben hatten.

  • Eisbären

    dpa Infocom/Hinrich Bäsemann/Archiv

    Nur noch 900 Eisbären leben in der Beaufordsee in Alaska und im Nordwesten Kanadas. Im Jahr 2004 waren es noch 1.500 Tiere, teilte die Umweltschutzorganisation World Wide Fund For Nature (WWF) am Freitag in Berlin mit. Weltweit gebe es noch etwa 20.000 bis 25.000 Eisbären. "Der Klimawandel macht den Tieren zunehmend zu schaffen", sagte WWF-Expertin Sybille Klenzendorf. "Das sommerliche Packeis auf dem Meer ist seit Jahren auf dem Rückzug und ohne Eis fehlt den Bären die Plattform zum Robbenjagen." Die durchschnittliche Lufttemperatur in der Arktis sei in den vergangenen 100 Jahren um rund fünf Grad Celsius gestiegen. Der WWF befürchtet, dass sich die Zahl der Eisbären weiter verringert, wenn der Klimawandel nicht gestoppt wird.

  • Der Aletschgletscher in der Nähe des Lötschentals.

    dpa Rainer Jensen

    Die Gletscher der Schweizer Alpen sind infolge des Klimawandels bereits stark geschrumpft. Die Eisdecken auf den Berghöhen nahmen nach Erkenntnissen von Forschern im Jahr 2010 insgesamt noch 940 Quadratkilometer ein. Das ist fast ein Drittel weniger als 1973, wie aus Angaben des Gletscherinventars der Universität im schweizerischen Freiburg hervorgeht. Demnach befinden sich heute die meisten und größten Gletscher der Schweiz in den Berner und Walliser Alpen. Zahlenmäßig seien die "Zwerge" - also Gletscher mit einer Fläche von weniger als einem halben Quadratkilometer - am häufigsten. Das mit Abstand meiste Eis ruht in wenigen "Riesen" wie dem Großen Aletschgletscher. Auch das Eisvolumen sank beträchtlich. Die Gletscher verloren 22,5 Kubikkilometer Firn und Eis. Die resultierenden Schmelzwassermengen hätten seit 1973 gerechnet zweimal den Vierwaldstättersee auffüllen können. Besonders stark war der Schwund bei Gletschern im Tessin, Engadin und Südbünden.

  • Naturschutzzonen wachsen weltweit

    dpa infocom/Carsten Rehder

    Weltweit stehen immer mehr Landschaften und Meere unter Naturschutz. Derzeit sind es über 200.000 Einzelflächen mit zusammen fast 33 Millionen Quadratkilometern - einer Fläche größer als Afrika. Allerdings schützen die Länder nicht immer die Gebiete, die es am nötigsten hätten - nämlich die mit besonders hoher Artenvielfalt. Außerdem müsse das Management in vielen Bereichen verbessert werden. Das wird aber teuer: Nach dem Bericht wären im Jahr für den Schutz aller relevanten Flächen und das nachhaltige Management 76 Milliarden Dollar (61 Mrd Euro) nötig. Insgesamt stehen 15,4 Prozent der weltweiten Landfläche samt Inlandsgewässern sowie 3,4 Prozent der Ozeane unter Naturschutz. Bis 2020 sollen es nach dem Willen der Unterzeichner der UN-Konvention über biologische Vielfalt 17 Prozent Land- und 10 Prozent Meeresfläche sein - ein ambintioniertes, aber realistisches Ziel, wie Experten meinen.

  • dpa/Tim Brakemeier

    Eine UN-Konferenz in Ecuadors Hauptstadt Quito hat den internationalen Schutz für wandernde Tierarten von acht auf 31 Arten erweitert. Hai-, Rochen- und Sägefischarten stellen die wichtigste Untergruppe dar. Konferenzteilnehmer unterstrichen die Bedeutung, den zum Teil kommerziell gefangenen Arten bessere Überlebenschancen zu gewähren. Auch der Eisbär soll nicht mehr wie bisher nur von den Arktis-Anrainerstaaten in Schutz genommen werden. Das schmelzende Eis der Arktis hat den Lebensraum des Eisbären stark verringert und zudem auch den Zugang von Touristenschiffen und Erdölbohrungen erleichtert, die eine zusätzliche Gefährdung für den „König der Arktis“ darstellen. Weitere Nutznießer der Konferenz waren der Schnabelwal, bestimmte Zugvögel und zentralasiatische Steppentiere. Dazu zählen die Saiga Antilope, die mongolische Gazelle und der asiatische Esel. Allein der Antrag zum Schutz des Löwen wurde zurückgenommen, weil kein Konsens unter den afrikanischen Staaten erreicht werden konnte.

  • dpa_Hideyuki-Tsukagoshi-Tokyo Institute of Technology

    Ein neuer japanischer Roboter kann nicht nur fliegen, sondern auch Türen öffnen. Ziel sei es, den Roboter in zerstörten Gebäuden wie zum Beispiel der Atomruine Fukushima einzusetzen. Es gibt bereits Roboter, die etwa über Trümmer oder unebenes Gelände fliegen können. Ein unüberwindbares Hindernis sind jedoch Türen, weswegen ihr Einsatz bei der Rettung von eingeschlossenen Opfern in beschädigten oder eingestürzten Häusern begrenzt ist. Dem neuen Roboter mit einer Kantenlänge von 60 bis 70 Zentimetern gelang es bei einem Versuch nun, eine Tür eigenständig zu öffnen und hindurch zu fliegen. Hierzu nutzte der Flugroboter Saugnäpfe, mit denen er sich an die Türoberfläche haftete, die nach außen aufging. Sodann presste er seinen Roboterarm mit einem Airbag-ähnlichen Gerät gegen den Türgriff, der nach unten ging, worauf die Tür auch einen Spalt weit aufsprang. Dann nutzte der Roboter den Winddruck seiner Propeller, um die Tür weiter aufzumachen.

  • dpa/Peter Endig

    Wenn es ums Fressen geht, werden Schimpansen zu Frühaufstehern. Vorsorglich bauen sie zudem ihre Schlafnester direkt entlang der Strecke zum nächsten Frühstücksbaum. Das fand ein internationales Forscherteam um Karline Janmaat vom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie heraus. Im westafrikanischen Taï-Nationalpark an der Elfenbeinküste untersuchte Janmaat mit ihren Kollegen das Verhalten von fünf weiblichen Schimpansen. Dabei stellte sich heraus, dass die engsten Verwandten des Menschen auch selektiv vorgehen. Sie wollen die ersten sein, wenn die Früchte besonders lecker und knapp sind. Bei anderen Früchten ist das nicht der Fall. Das schlussfolgerten die Forscher, nachdem sie das Verhalten der Primaten dokumentiert und mit den Obstsorten und dem Standort der Bäume in Beziehung gesetzt hatten. „Unsere Erkenntnis ist: Schimpansen leben nicht nur im Jetzt. Sie können ihre Handlungen vorausplanen“, sagte Janmaat. Das bedeute auch, um in knappen Zeiten ihre großen Gehirne ausreichend zu versorgen, sicherten sie sich den Erstzugriff auf energiereiche Nahrung.

  • dpa/Senckenberg-Forschungsinstitut Frankfurt

    Klein wie ein Foxterrier, aber 14 Klauen - was ist das für ein seltsames Tier? Paläontologen des Senckenberg-Forschungsinstituts Frankfurt (Main) haben einen ihrer spektakulärsten Funde der vergangenen Jahre vorgestellt: das Fossil einer trächtigen Urzeit-Stute mit gut entwickeltem Fötus im Bauch. Die Stute hat je vier Klauen an den Vorder- und je drei an den Hinterbeinen. Das rund 47 Millionen Jahre alte Fundstück aus der Grube Messel bei Darmstadt sei außergewöhnlich in seiner Qualität, sagte Forscher Jens Lorenz. „So etwas gibt es bisher nirgendwo auf der Welt.“ Die Skelette mit gekrümmter Wirbelsäule zeigen auf, wie sich die heutigen Pferde entwickelten. Ihre Urahnen waren nicht größer als heutige Hunde. Es gebe aber auch verblüffende Übereinstimmungen, betonte Franzen. So seien zum Beispiel Schwangerschaft und Geburt bei diesen Tieren bereits ganz ähnlich verlaufen wie heute.

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