weltderwunder.tv

INHALTE

FOLGEN SIE WELT DER WUNDER

Künstliche Intelligenz: Mein Freund der humanoide Roboter?

Künstliche Intelligenz: Mein Freund der humanoide Roboter?

Roboter beflügelten schon immer die menschliche Fantasie. Besonders spektakulär wirken die sogenannten humanoiden Roboter. Die menschenähnlichen Maschinen wirken beängstigend real. Dabei sollen sie uns doch nur helfen. Oder?
  • Woher kommt das Wort Roboter?

    Imago/Insidefoto

    1920 taucht der Begriff Roboter in einem Theaterstück zum ersten Mal auf.. Der tschechische Autor Karel Čapek bezeichnet in „R.U.R. -– Rossum´s Universal Robots“ künstliche Arbeiter, die menschliche Aufgaben übernehmen müssen, als „robot“. Im Tschechischen bedeutet „robota“ unter anderem „Zwangsarbeit“ und gegen ebendiese rebellieren die Protagonisten des Stücks. Dass sich vom Menschen geschaffene Wesen gegen ihren Schöpfer wenden, war sogar schon vor dem 20. Jahrhundert ein beliebtes literarisches Motiv – vom „Golem“ bis zu Mary Shelleys „Frankenstein“.

  • Warum faszinieren uns Menschmaschinen?

    Imago/Insidefoto

    In der Robotik gelten humanoide Roboter als Königsdisziplin. Denn nichts könnte eine größere technische Herausforderung darstellen, als die komplexe „Konstruktion“ des menschlichen Körpers und Geistes nachzubauen. Gelenke, Antrieb und Steuerung sind die einfachsten Schritte. Doch wie koordiniert man die Bewegungen der Gliedmaßen, damit ein natürlicher Gang entsteht? Was muss man beachten, damit ein Roboter-Lächeln nicht künstlich wirkt? Wie sollte eine Maschine „denken“? Über diese Fragen zerbrechen sich die Entwickler seit Jahrzehnten den Kopf. Die Fortschritte in der künstlichen Intelligenz sind dabei immer an den Entwicklungsstand der Computertechnologie gekoppelt. Manche Forscher glauben, dass Roboter bereits in 20 bis 30 Jahren so lernfähig sein könnten, dass ihre künstliche Intelligenz auf Augenhöhe mit der menschlichen liegt.

  • Hat da Vinci den ersten Roboter erfunden?

    Imago/Steinach

    Dass Leonardo da Vinci ein geniales Multitalent war, ist unbestritten. Aber hat der Erfinder und Maler auch den ersten Roboter entworfen? 1950 erregte der Fund eines Bauplans Aufsehen, der dafür spricht: Offensichtlich hatte das Genie 1498 einen mechanischen Ritter konstruiert, der die Gäste am Hof unterhalten sollte. Anhand von da Vincis Vorlage wurde dieser erste Versuch, einen Roboter zu kreieren, nachgebaut.

  • Ein Butler für jeden Haushalt?

    Honda

    Das Unternehmen Honda kennt man vor allem als Hersteller von Autos und Motorrädern. Das spektakulärste Projekt der Firma ist allerdings dieser Roboter. Das Kürzel ASIMO steht für „Advanced Step in Innovative Mobility“. ASIMO wurde bereits im Jahr 2000 zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt und seitdem ständig weiterentwickelt. Die aktuelle Generation des sympathischen Helfers macht nicht nur als Butler eine gute Figur, sondern begeistert auch die Massen als Bühnen-Entertainer. Deshalb ist er ein gern gebuchter Stargast auf Elektronikmessen. ASIMO kann sogar Fußballspielen. Ob er in Zukunft auch als private Haushaltshilfe tätig sein wird, bleibt abzuwarten.

  • Ist das auch ein Roboter?

    Imago/Imagebroker

    Die meisten von uns denken beim Begriff Roboter vorwiegend an die menschenähnlichen Roboter wie sie uns auf Elektronikmessen, in Spielzeugläden und auf der Kinoleinwand begegnen. Generell betrachtet, ist ein Roboter eine technische Apparatur, die dem Menschen mechanische Arbeit abnehmen soll. Dazu zählen also auch Industrieroboter, die eher an abstrakte Greifarme als an menschenähnliche Blechwesen erinnern – wie die abgebildeten Maschinen der Firma KUKA aus Augsburg. Industrieroboter kommen beispielsweise im Automobilbau zum Einsatz, aber auch in der chemischen und elektronischen Industrie.

  • Gibt es eigene Gesetze für Roboter?

    Imago/Unimedia Images

    Will Smith, Auge in Auge mit einer Roboter-Armee: Der Film „I, Robot“ basiert auf der gleichnamigen Kurzgeschichtensammlung von Isaac Asimov. 1942 postulierte Asimov in seiner Erzählung „Runaround“ die „Drei Gesetze der Robotik“, die auch in Wissenschaft und Forschung Beachtung fanden: 1. Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen. 2. Ein Roboter muss den Befehlen eines Menschen gehorchen, es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum ersten Gesetz. 3. Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht dem ersten oder zweiten Gesetz widerspricht.

  • Haben Roboter einen Blutkreislauf?

    imago/United Archives

    Treffen mit dem eigenen Doppelgänger: Der Schweizer Psychologe Bertolt Meyer trifft auf Frank, den ersten „Bionic Man“. Die Bionik überträgt Naturphänomene auf technische Innovationen – in diesem Fall die menschlichen Körperfunktionen. Frank sieht nicht nur aus wie sein menschliches Vorbild, er „atmet“ sogar mit Hilfe einer künstlichen Lunge, verfügt über einen artifiziellen Blutkreislauf und führt – dank Spracherkennungs-Software – gerne Smalltalk.

  • Mein Freund der Roboter?

    Imago/China Foto Press

    Asien ist für sein Faible für Roboter bekannt. Zunehmend erobern die Menschmaschinen dort auch die Gastronomie. Im „Robot Restaurant“ im chinesischen Kunshan kellnern die Roboter nicht nur, sondern kochen auch selbst. Der Betreiber ist überzeugt, dass sich sein visionäres Geschäftsmodell in Zukunft weltweit durchsetzt. Wie heutzutage die Flachbildfernseher und Computer, sollen Haushaltsroboter eines Tages zu den selbstverständlichen Unterhaltungselektronik in unseren vier Wänden gehören.

  • Können Roboter Menschen pflegen?

    imago/Joachim Sielski

    Der Kopf von Roboy erinnert an ein Kindergesicht. Seine Fähigkeit, menschliche Gestik und Mimik möglichst lebensecht zu imitieren, soll die Distanz zwischen Mensch und Maschine verkleinern. Roboter wie er sollen zukünftig ältere und pflegebedürftige Menschen unterstützen. Ob das wirklich ein Ersatz für menschliche Wärme sein kann? Nicht die einzigen Bedenken, die manche gegenüber den Maschinenwesen haben. Doch ob die Roboter uns arbeitslos machen oder ein angenehmeres Leben ermöglichen, hängt nicht von ihnen ab, sondern von der Menschlichkeit ihrer Schöpfer.

  • Gibt es eine Fußball-WM der Roboter?

    Imago/Xinhua

    1997 wurde ein ganz besonderes Fußball-Projekt ins Leben gerufen: Beim „RoboCup“ treten Jahr für Jahr künstliche Kicker an. Wer nun denkt, es handele sich bei dieser zweifelhaften Sportart um die Schnapsidee einiger Kindsköpfe, liegt falsch. Der „RoboCup“ ist ein seriöses wissenschaftliches Projekt, denn trotz des hohen Unterhaltungswertes verfolgt das Event einen Forschungszweck: Da Fußball hohe Ansprüche an Beweglichkeit, Teamgeist, individuelle Taktiken und vorausschauendes Denken stellt, ist der Sport eine ideale Herausforderung, um die Intelligenz und Motorik der Roboter zu verbessern. Das langfristige Ziel ist äußerst ambitioniert: Im Jahr 2050 sollen die humanoiden Rasensportler gegen den menschlichen Fußball-Weltmeister antreten und gewinnen! Vom aktuellen Stand der Technik kann man sich bereits Ende April 2015 im Rahmen der „RoboCup German Open“ in Magdeburg überzeugen.

  • Mensch oder Maschine

    Imago/China Foto Press

    Das Bild zeigt einen Menschen und einen Roboter. Aber wer ist wer? Der echte Mensch ist der Herr zur Linken. Der japanische Professor Hiroshi Ishiguro experimentiert an der Osaka Universität mit humanoiden Robotern. Seine Philosophie: Je menschenähnlicher, desto besser. Der Wissenschaftler verriet einmal in einem Interview, dass sich seine Tochter prächtig mit einem Roboter unterhält, den er als perfektes Ebenbild von sich selbst erschaffen hat.

  • Was ist das Uncanny Valley?

    imago/ITAR TASS

    Die Sache mit der Menschenähnlichkeit humanoider Roboter hat allerdings einen Haken, der in der Robotik als „Uncanny Valley“ bekannt ist. Das Phänomen, welches als „unheimliches Tal“ beschrieben wird: Bis zu einem gewissen Realitätsgrad empfinden wir menschenähnliche Objekte als angenehm faszinierend. Erreicht die Authentizität jedoch einen kritischen Punkt, rauscht die Akzeptanz abrupt in den Keller und das Künstliche Wesen wird uns unheimlich. Unser Unterbewusstsein sendet das Warnsignal: Da stimmt etwas nicht! Forscher gehen allerdings davon aus, dass die Sympathie wieder steigt, wenn das Kunstwesen so realistisch wirkt, dass es nicht mehr von einem echten Menschen unterschieden werden kann. Stellt sich nur die Frage, ob wir dieses unheimliche Tal auch durchschreiten wollen.

Roboter beflügelten schon immer die menschliche Fantasie. Besonders spektakulär sind die sogenannten humanoiden Roboter. Die menschenähnlichen Maschinen wirken beängstigend real. Dabei sollen sie uns doch nur helfen. Oder?

Abonniere unseren Newsletter

Schön, dass du uns gefunden hast. Du möchtest weitere Nachrichten aus der Welt der Wunder? Dann trag‘ dich hier ein:

Abonniere unseren Newsletter

Schön, dass du uns gefunden hast. Du möchtest weitere Nachrichten aus der Welt der Wunder? Dann trag‘ dich hier ein: