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Menschlicher Körper

Körperfakten – Teil 6: Kann ich mich gesund laufen?

Körperfakten – Teil 6: Kann ich mich gesund laufen?

Wie stärke ich mein Immunsystem? Ist zu viel Koffein tödlich? Wie wird man Ohrwürmer los? Führende Mediziner und Forscher geben faszinierende Antworten auf die spannendsten Fragen zu unserem Körper.
  • Das Netz der Nervenbahnen

    Imago/Science Photo Library

    So gut wie jede Zelle im menschlichen Körper funktioniert wie ein hochkomplexer Nano-Organismus. Sie nimmt Nährstoffe auf, stellt selbst neue Proteine her und nutzt die Nervenbahnen – das Internet des Körpers –, um ständig Verbindung zu ihren Artgenossen zu halten. Mehr noch: Jede Zelle hat quasi ein eigenes Gehirn, in dem Erbinformationen gespeichert und Entscheidungen getroffen werden. Die Zellen steuern damit aktiv unsere Körperfunktionen und kommunizieren untereinander – ganz wie die Neuronen in unserem Gehirn. Es gibt allerdings auch „hirnlose“ Zellen, die keinen sogenannten Nukleus enthalten. Dazu zählen zum Beispiel die roten Blutkörperchen.

  • Fußspuren in nassem Sand

    Imago/Blickwinkel

    Die Forschung weiß es seit Langem: Bewegung ist das beste Mittel, um Krankheiten vorzubeugen, sie zu lindern und sogar zu heilen. Mit ein paar Schritten kann man vielen Erkrankungen quasi davonlaufen. Warum? Durch eine zunehmend ungesunde Ernährung mit reichlich Fett und Kohlenhydraten und immer weniger Bewegung kommt unser Stoffwechsel durcheinander. Im Fettgewebe bilden sich Hormone, die zu Volkskrankheiten wie Arteriosklerose, Diabetes, Bluthochdruck, aber auch zu Demenz und Depressionen führen. Natürlich lässt sich der Stoffwechsel mit einer gesunden, ausgewogenen Ernährung in den Griff bekommen. Bewegung aber hat einen soliden Effekt, der den einer gesunden Ernährung sogar noch übersteigt…

  • glückliches Paar am Strand

    Imago / Westend 61

    Wer ab seinem 25. Lebensjahr täglich 10.000 Schritte läuft, verhindert nahezu jede chronische Krankheit. Es ist jedoch nie zu spät anzufangen: Schon wer sein Bewegungspensum drei Tage lang spürbar steigert, aktiviert seinen Stoffwechsel. Im Alter geht das sogar noch besser: Je älter der Mensch ist, desto schneller werden neue Muskelzellen gebildet. Die bauen Zucker ab, das Risiko für Diabetes und Arteriosklerose sinkt. Die Ärztekammer Nordrhein hat eine Tabelle zur Umrechnung anderer Aktivitäten in Schritte erstellt. Jeweils eine Stunde langsames Radfahren entspricht 7.500 Schritten, zügiges Radfahren 14.500 Schritten, Joggen 12.500 Schritten, und Schwimmen kann mit 11.000 Schritten angerechnet werden.

  • Herz aus Kaffeebohnen mit Tasse und Löffel

    Imago BE & W

    Eine Tasse Filterkaffee enthält rund 115 Milligramm Koffein. Aber erst eine Dosis von fünf bis zehn Gramm Koffein kann zu einer lebensgefährlichen Koffeinvergiftung führen. Dafür müsste man mindestens 42 Tassen Kaffee trinken. Wesentlich gefährlicher sind dagegen Energydrinks: Sie enthalten bis zu 240 Milligramm Koffein. Trinkt man nur einige Dosen eines solchen Energydrinks, kann das zu tödlichen Herzrhythmusstörungen führen. Mittlerweile haben die Behörden in den USA mindestens fünf Todesfälle in Verbindung mit Energydrinks registriert. Alle starben an einem Herzinfarkt. Und auch das Bundesinstitut für Risikobewertung stellt nach der Auswertung von Fällen aus der Notaufnahme fest: „Je geringer das Körpergewicht ist, desto weniger gut verträgt der Organismus Koffein.“

  • Frau trinkt mit zugehaltener Nase ein Glas Wasser

    Imago / epd

    Damit wir im Mutterleib nicht ertrinken. Wenn der Fötus Atemübungen macht, zieht sich für 35 Millisekunden das Zwerchfell zusammen, und die Lunge dehnt sich. Die durch das Pumpen des Zwerchfells entstandene Luft prallt dabei mit einem „Hicks“ gegen die geschlossene Stimmritze. Auch beim Stillen verschließt der Reflex die Stimmritze, damit keine Milch in die Lunge gelangt. Nach dem Säuglingsalter ist der Schluckauf überflüssig und lässt nach. Gegen den lästigen Schluckauf hilft übrigens nur eines: erschrecken. Dabei wird das unbewusste Nervensystem gereizt, und der Körper schaltet alle überflüssigen Funktionen ab. 68 Jahre dauerte der längste Schluckauf der Welt. So lange schluckte der Amerikaner Charles Osborne 20- bis 40-mal pro Minute auf.

  • Querschnitt im Herz eines Menschen

    Imago/Science photo Library

    Das Wichtigste für die Herzgesundheit ist, Alterungsprozesse aufzuhalten. Durch die Regeneration von Gefäßen lassen diese sich verlangsamen oder sogar verhindern – wenn wir dem Körper die richtigen Nährstoffe zur Verfügung stellen. Eine besondere Bedeutung hat dabei das Fett: Tierische Fette aus Fleisch oder Milchprodukten beschleunigen den natürlichen Alterungsprozess der Gefäße massiv. Der Grund: Mit ihnen nehmen wir große Mengen LDL-Cholesterin zu uns. Dieser Stoff verengt die Blutbahnen und kann so einen Herzinfarkt oder Schlaganfall auslösen. Die gesündere Alternative ist pflanzliches Fett. Es enthält überhaupt kein Cholesterin und sorgt dafür, dass bereits vorhandene hohe Cholesterinwerte abgebaut werden. Pflanzliches Fett wirkt also wie ein Jungbrunnen auf das gesamte Herz-Kreislauf-System.

  • Lachs mit Zitrone

    Imago/BF&W

    Bei pflanzlichen Ölen wie Rapsöl, Walnussöl, Olivenöl und Seefischen wie Lachs, Hering und Scholle sollte man ruhig zugreifen. Wohingegen tierische Fette wie Fleisch, Wurst, Eigelb, Butter, Milchprodukte, Räucheraal, Kabeljau oder Forelle eher nicht auf dem Speiseplan stehen sollten.

  • Nahaufnahme eines Auges

    Imago/Michael Weber

    Prinzipiell können alle Teile des Sonnenlichts den Augen schaden, sowohl die sichtbaren Wellenlängen als auch UV-A-, UV-B- und Röntgenstrahlung. Instinktiv handeln wir daher richtig, wenn wir bei großer Helligkeit die Augen zusammenkneifen“, sagt die Augenärztin Dr. Susanne Schumacher. Bei hoher Lichtintensität über mehr als 30 Minuten – etwa am Strand – können die Augen verbrennen. „Wenn Horn- oder Bindehaut im Auge durch Licht beschädigt wurden, sprechen wir von einer Foto-Keratitis“, sagt Dr. Schumacher. „Sie äußert sich durch Brennen, Rötung, Tränen oder Fremdkörpergefühl und sollte in der Selbstmedikation nur kurzfristig und mit Vorsicht behandelt werden.“ Der Augenarzt behandelt den „Sonnenbrand“ mit Vitamin A und pflegenden Salben, speziellen Verbandkontaktlinsen und/oder ein paar Stunden „Ruhe“ in einem abgedunkelten Raum. Der beste Schutz: Sonnenbrillen mit dem Zeichen „UV-400“ im Innenbügel.

  • Durchtrainierter Mann

    Imago/Westend 61

    Wird ein Körperteil länger nicht bewegt, z.B. nach einer Operation, bildet sich die Muskulatur zurück. Aber Forscher der Ohio University haben kürzlich ein Verfahren untersucht, bei dem Muskeln nur mit der Kraft von Gedanken trainiert werden - ohne die betroffenen Körperteile zu bewegen. Die Teilnehmer sollten sich über einen Zeitraum von sechs Wochen einfach vorstellen, sie würden beispielsweise eine schwere Hantel heben. Der Effekt: durchschnittlich 10,8 Prozent mehr Muskelkraft – und das mit nur 15 Minuten Mentaltraining an fünf Tagen pro Woche.

  • Frau mit Nasenbluten

    Imago/Paul von Stroheim

    Der Mythos, den Kopf nach hinten zu legen, ist medizinisch widerlegt: Dadurch läuft das Blut nach hinten in den Rachen und direkt durch die Speiseröhre in den Magen – das kann zu Übelkeit und Erbrechen führen. Besser: aufrecht hinsetzen und den Kopf leicht nach vorne neigen. Etwa zwei Minuten lang mit den Fingern die Nasenflügel zusammendrücken. Dabei ein kaltes Tuch in den Nacken legen – das führt reflektorisch zu einer Gefäßverengung in der Nasenschleimhaut. Wenn das Nasenbluten nach zwei Minuten noch nicht aufgehört hat, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

  • Frau mit erschrecktem Gesichtsausdruck

    Imago/Westend61

    Jeder kennt die Redewendung „Mir gefriert das Blut in den Adern“. Wissenschaftler der Universität Bonn haben herausgefunden, dass dieser Ausspruch wörtlich zu nehmen ist. Sie verglichen das Blut von Patienten, die unter Angstzuständen leiden, mit dem Blut einer gesunden Gruppe. Bei den ängstlichen Patienten kam es zu einer erhöhten Blutgerinnung. Das Thromboserisiko stieg. Damit „gefriert“ ängstlichen Leuten tatsächlich eher das Blut in den Adern als anderen. Deshalb haben Angstpatienten auch ein bis zu viermal größeres Risiko, an einer Herzerkrankung zu sterben.

  • Kreuzworträtsel

    Imago/biky

    „Wenn ein Song im Kopf läuft, ähnelt er einem aktiven Gedanken, er beschäftigt das Gehirn“, sagt der Psychologe Ira Hyman. Möchte man einen Ohrwurm dennoch loswerden, so hilft eine Beschäftigung, die einen angenehm fordert. Etwa wie leichte Sudokus oder Kreuzworträtsel. Zu schwierig sollten sie nicht seien, denn dann lässt man sich leicht ablenken – und dann geht die Kopfmusik wieder von vorne los.

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