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Essen aus dem Labor

In-vitro-Kochbuch: Wenn aus Kunstfleisch Fleischkunst wird

In-vitro-Kochbuch: Wenn aus Kunstfleisch Fleischkunst wird

Noch ist künstliches Fleisch aus dem Labor keine Alternative zum saftigen Rindersteak. Zu teuer und zu aufwendig ist die künstliche Produktion. Ein Kochbuch für Synthetik-Fleisch gibt es trotzdem jetzt schon. Welt der Wunder zeigt, was in Zukunft auf unseren Tellern landen könnte.
  • In Vitro Meat Cookbook

    Next Nature Network/In Vitro Meat Cookbook

    Das kommt heraus, wenn Köche, Designer und Künstler sich zusammentzun: Das "In Vitro Meat Cookbook" beinhaltet kuriose Rezepte mit künstlich hergestelltem Fleisch und soll die Diskussion über den immens hohen Fleischkonsum der Weltbevölkerung anheizen. „Liebe Fleischliebhaber, liebe Vegetarier“, begrüßt Koert van Mensvoort seine Leser im Vorwort des Buches. „Wir müssen über die Zukunft unseres Fleisches reden!“ Der Hintergrund: Die Weltbevölkerung soll bis zum Jahr 2050 auf neun Milliarden Menschen wachsen, womit es unmöglich sein wird, so viel Fleisch pro Kopf herzustellen, geschweige denn zu konsumieren, wie es aktuell der Fall ist.

  • Next Nature Network/In Vitro Meat Cookbook

    „In vitro“ ist lateinisch und heißt „im Glas“ – das künstliche Fleisch kommt demnach direkt aus dem Reagenzglas, bzw. der Petri-Schale. Das Bild zeigt künstlich hergestelltes Tierfett in Form von Perlen. Zerplatzen sie im Mund, breitet sich eine leichte Fleischnote aus – optimal als Topping für Salate oder als geschmackvollen Schmalzersatz zum Anbraten.

  • Next Nature Network/In Vitro Meat Cookbook

    Und so funktioniert’s: Tierische Ausgangszellen (Stamm- bzw. Muskelzellen) werden einem lebenden Organismus schmerzfrei via Biopsie, also mittels einer speziellen Nadel, entnommen. In Nährlösungen können diese auch außerhalb der Tiere wachsen und sich vermehren. Ob Huhn, Rind oder Schwein – die Köche der Zukunft können alle Fleischarten „designen“ – sogar welche aus einem ganz anderen Zeitalter…

  • Next Nature Network/In Vitro Meat Cookbook

    Ein kulinarisches Highlight für alle Dino-Fans: die Dino-Haxe. Das Fleisch entstammt zwar Hühnchen-Zellen, aber der Dinosaurierknochen aus dem 3D-Drucker macht dieses Gericht perfekt für alle, die Jurassic-Park mit allen Sinnen erleben möchten. „Lassen Sie den Dinosaurier 15 Minuten ruhen, bevor Sie ihn servieren und zerteilen“, empfiehlt das Buch.

  • Next Nature Network/In Vitro Meat Cookbook

    Die passende Vorspeise dazu: „Dodo Nuggets“. So bezeichnen die Künstler die synthetische Alternative zu den Chicken McNuggets.

  • Next Nature Network/In Vitro Meat Cookbook

    Das imitierte Fleisch bringt zwar Vielfalt auf den Teller – allerdings lässt sich am fertigen Gericht von außen nicht mehr erkennen, welches Tier serviert wurde. Wie etwa beim gestrickten Fleisch, für das der Koch Kelle und Messer aus der Küche verbannen und Stricknadeln hervorholen muss. Hühner-, Rind- oder Lammfleisch? Die verknüpften Proteinfäden können alles sein – nur kein echtes Fleisch.

  • Next Nature Network/In Vitro Meat Cookbook

    Fertiggerichte der Zukunft sind tierlieb, ökologisch, nachhaltig – und trotzdem schnell zubereitet: Bald schon könnte man sich den Speck einfach von der Rolle ziehen. Auch wenn es auf den ersten Blick etwas unappetitlich erscheint. Praktisch ist es allemal.

  • Next Nature Network/In Vitro Meat Cookbook

    Dieser „Rustic-in-Vitro-Jamón-iberico-Style" eignet sich hervorragend als Vorspeise. Die Autoren empfehlen, den Schinken ganz klassisch mit Melone zu servieren.

  • Next Nature Network/In Vitro Meat Cookbook

    Die Unterscheidung von Vegetarier, Veganer, Pescetarier und Fleischesser wird es in der Zukunftsküche nicht mehr geben, wenn es nach den Designern geht. Der Fleischobst-Teller besteht aus einer Muskelfleisch-Textur-Mischung, die auf Basis von Fruchtzellen wie Beeren, Orangen oder Mangos hergestellt wurde.

  • Next Nature Network/In Vitro Meat Cookbook

    Wer trotzdem eher Fisch bevorzugt oder Pescetarier ist, könnte sich auf dieses Gericht aus der Laborküche freuen. Das Bild zeigt Sashimi und entstammt nach den Vorstellungen der Buchautoren aus den Zellen eines Thunfisches.

  • Next Nature Network/In Vitro Meat Cookbook

    Echte Austern aus dem Pazifik sind aufgrund ihrer schleimigen Konsistenz nicht jedermanns Sache. Ob man bei der Labor-Auster schon eher zugreift, bleibt fraglich. Bei diesem schleimig-glibbrigen Appetizer isst das Auge sicherlich nicht mit…

  • Next Nature Network/In Vitro Meat Cookbook

    … genausowenig wie bei diesem Fleisch-Drink. Das Bild erinnert eher an einen blutigen Vampir-Cocktail als an einen nahrhaften Fleisch-Smoothie. Für die nächste Halooween-Party ist es auf jeden Fall ein perfektes Gimmick.

  • Next Nature Network/In Vitro Meat Cookbook

    Wer’s lieber bunt mag, wird sich in der In-vitro-Küche wohl fühlen. Denn nicht nur Geschmack und Form – auch die Farbe darf der Koch individuell gestalten. Wie wäre es zu Ostern mal mit leuchtenden Hackbällchen auf einem Nudelnest anstatt der klassischen bunten Ostereier?

  • Next Nature Network/In Vitro Meat Cookbook

    Das "In Vitro Meat Cookbook" gibt auf 186 Seiten einen Eindruck davon, was Hobbyköche der Zukunft eines Tages servieren könnten und zeigt Gerichte, die theoretisch auch heute schon möglich sind. Hinzu kommen Essays, Interviews und Grafiken über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Laborfleisch.

Noch ist künstliches Fleisch aus dem Labor keine Alternative zum saftigen Rindersteak. Zu teuer und zu aufwendig ist die künstliche Produktion. Ein Kochbuch für Synthetik-Fleisch gibt es trotzdem jetzt schon. Welt der Wunder zeigt, was in Zukunft auf unseren Tellern landen könnte.

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