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Horror auf acht Beinen: Die gruseligsten Spinnen der Welt

Horror auf acht Beinen: Die gruseligsten Spinnen der Welt

Sie warten in dunklen Kellergewölben, schleichen sich ins Haus oder krabbeln nachts über die Bettdecke: Spinnen. Doch die tief in unserem Kulturkreis verankerte Furcht vor Spinnen ist meist unbegründet, denn nur wenige Arten sind wirklich gefährlich – dafür aber oft ziemlich gruselig.
  • Riesige Spinne

    iStock/gaurav_gadani

    Sie sind nicht jedermanns Lieblingstiere. Egal, ob sie mit acht dürren Beinen über den Fußboden krabbeln oder beim Betreten eines dunklen Raums regungslos über dem Lichtschalter sitzen: Spinnen jagen den meisten Menschen Angst ein. In unserer Gesellschaft herrscht eine irrationale Abneigung gegen diese kleinen Tiere. Und die kann bis hin zur krankhaften Arachnophobie reichen. Dabei sind die Räuber mit den Kieferklauen wichtige Insektenvernichter. In anderen Regionen der Welt – gerade dort, wo die gefährlichsten ihre Art häufiger anzutreffen sind – werden sie toleriert, verspeist oder gar als Gottheit verehrt. Schließlich gelten unter den weltweit rund 40.000 Arten nur etwa ein Dutzend als wirklich bedrohlich. Gruselige Exemplare gibt es hingegen einige mehr, wie unsere Galerie beweist…

  • Walzenspinne

    Imago/blickwinkel

    Diese Walzenspinne wirkt verdammt gefährlich, aber das täuscht. Zwar kann der Biss einer der rund 900 verschiedenen Arten sehr schmerzhaft sein, er ist aber nicht giftig. Das liegt daran, dass die mit bis zu zehn Zentimeter Länge verhältnismäßig große Spinne bei Angriff und Verteidigung auf pure Kraft setzt. Ihre Beisswerkzeuge zählen daher im Verhältnis zu ihrem restlichen Körper zu den größten im Tierreich. Ihre Größe erlaubt es der Walzenspinne, sich sogar von kleineren Säugetieren zu ernähren; üblicherweise stehen aber vor allem Insekten, Webspinnen und Skorpione auf ihrem Speiseplan. Mit einer Geschwindigkeit von rund 15 Stundenkilometern zählen die Walzenspinnen zu den schnellsten Spinnen überhaupt. Sie leben vor allem in sehr trockenen Gebieten wie Wüsten und Steppen und sind daher meist auf dem amerikanischen Kontinent sowie in Asien und in Afrika anzutreffen. Es gibt aber auch einige Arten, die sich im Mittelmeerraum ausgebreitet haben.

  • Sydney-Trichternetzspinne

    Imago/UIG

    Die Sydney-Trichternetzspinne zählt zu den drei giftigsten Spinnenarten der Welt. Ihre Heimat ist Australien; dort vor allem der Bundesstaat New South Wales. Sie bevorzugt feuchte, kühle Lebensräume und errichtet ihre trichterförmigen Netze, die ihr den Namen gaben, gerne in Böden, unter Felsen oder in verrotteten Baumstümpfen. Sie ernährt sich vor allem von Käfern, Schaben und Schnecken. Ein Reptilienpark in Sydney hat unlängst die Australier dazu aufgerufen, die Tiere zu fangen. Der Grund: Der Vorrat an Gegengift ist knapp. Um dieses zu gewinnen, müssen die Spinnen zunächst gemolken werden, was aber nur in Gefangenschaft möglich ist.

  • Trichternetzspinne

    Imago/blickwinkel

    Die Trichternetzspinne besitzt ein für Menschen und Primaten sehr gefährliches Gift, während bestimmte Säugetiere wie Hunde und Katzen dagegen immun sind. Das Nervengift erreicht den Blutkreislauf ziemlich schnell: Der Tod kann bereits 15 Minuten nach dem Biss eintreten, spätestens aber nach drei bis sechs Tagen. Seit 1981 gibt es ein Gegengift, das bei 30 bis 40 jährlichen Bissfällen in Australien zum Einsatz kommt. Seither sind keine Todesfälle mehr bekannt geworden. Vor 1981 starben 13 Menschen durch Bisse der Trichternetzspinne.

  • Riesenkrabbenspinne

    Imago/blickwinkel

    Riesenkrabbenspinnen erkennt man auf den ersten Blick an ihrer Beinstellung. Wie bei einer Krabbe wirken diese leicht nach vorne gedreht. Sie leben in tropischen und subtropischen Gebieten und die meisten Unterarten sind recht groß. Manche Exemplare erreichen Beinspannen von 25 bis 30 Zentimeter. Der Biss einer Riesenkrabbenspinne führt beim Menschen zu Schwellungen und Schmerzen, ist jedoch nicht lebensgefährlich. In der Regel klingen die Beschwerden innerhalb eines Tages ab.

  • Goliath-Vogelspinne

    Imago/blickwinkel

    Die Goliath-Vogelspinne oder auch Riesenvogelspinne ist im tropischen Regenwald Südamerikas beheimatet, wo sie vor allem im nördlichen Teil Brasiliens und Venezuela lebt. Dort gräbt sie Wohnhöhlen in den feuchten Waldboden. Sie gilt mit ihren zwölf Zentimetern Körpergröße und 30 Zentimeter Beinspannlänge als die größte Vogelspinne der Welt. Südamerikanische Ureinwohner verspeisen sie auch. Lauert Gefahr, stößt die äußerst behaarte Spinne ihre Brennhaare ab. Ein Verhalten, das als „Bombardieren“ bezeichnet wird - daher zählt sie zur Gruppe der Bombardierspinnen. Als Jäger in der Dämmerung erbeutet sie Insekten, kleine Säugetiere wie Mäuse und auch Jungvögel. Ihr Gift ist für den Menschen nicht gefährlich, dennoch sorgt es für starke Schmerzen.

  • Brasilianische Wanderspinne

    Imago/blickwinkel

    Die Brasilianische Wanderspinne wird auch Bananenspinne genannt, weil sie gelegentlich mit Bananenfracht in die westlichen Länder gelangt. Sie gehört nicht nur zu den giftigsten Spinnen der Welt, sondern auch zu den aggressivsten. In den Großräumen Sao Paolo und Paraná kommt es jedes Jahr zu mehreren 100 Bissfällen. Der Tod kann innerhalb von 12 bis 17 Stunden nach dem Biss eintreten. Die Wanderspinnen sind berüchtigt wegen ihres Drohverhaltens, bei dem sie den vorderen Teil ihres Körpers in den Himmel recken, ihre Vorderbeine wie zwei Pistolen auf ihren Feind richten und sich von Seite zu Seite bewegen. Daher auch ihr in Brasilien gebräuchlicher Name „Armadeira“, auf Deutsch „bewaffnete Spinne“.

  • indische Vogelspinne Poecilotheria metallica

    Imago/blickwinkel

    Die indische Vogelspinne Poecilotheria metallica sticht durch ihre blaue Färbung ins Auge. Sie ist eine eher schreckhafte und flinke Spinne, die sofort in Drohstellung geht, wenn sie sich belästigt fühlt. Sie beißt jedoch nur in äußerster Not zu. Das Gift des auffälligen Achtbeiners ist stärker als das der meisten anderen Vogelspinnen.

  • Verschiedenartige Vogelspinne

    Imago/blickwinkel

    Die Verschiedenartige Vogelspinne lebt in den Bergwäldern von Martinique und Guadeloupe. Mit jeder Häutung ändert sie ihre Färbung geringfügig. Sie kann bis zu 30 Zentimeter weit springen. Dabei unterstützen sie die langen Haare an ihren Beinen, die sie wie ein Segel benutzt. Die Verschiedenartige Vogelspinne ist nicht besonders angriffslustig und ergreift lieber die Flucht. Sieht sie sich jedoch in Gefahr, hat sie verschiedene Möglichkeiten zur Verteidigung. Befindet sich der Feind noch etwas auf Abstand, beschießt sie ihn bis zu 30 Zentimeter weit mit Kot und streift ihre Brennhaare vom Hinterleib ab. Diese sind mit kleinen Widerhaken versehen, die sich in den Atemwegen des Gegners festsetzen und für ein unangenehmes Gefühl sorgen. Bleibt ihr keine andere Wahl, beißt diese Spinne jedoch auch zu. Ihr Gift ist für den Menschen jedoch nicht schädlicher als ein Bienenstich.

  • Schwarze Witwe

    iStock/JasonOndreicka

    Die Art der Schwarzen Witwe zählt ebenfalls zu den gefährlichsten Spinnen der Welt, ist zwar nicht sonderlich aggressiv, besitzt aber ein äußerst starkes Gift. Sie ist vor allem im Westen Europas weit verbreitet, aber auch in Südeuropa gibt es eine Unterart der sogenannten „Echten Witwen“. Die Witwenarten unterscheiden sich nicht nur durch das Verbreitungsgebiet, auch ihre Zeichnung am Unterleib ist anders. Die Westliche Schwarze Witwe, von Kanada über die westlichen Staaten bis nach Mexiko verbreitet, besitzt am Unterleib eine Zeichnung in Form einer roten Sanduhr (Bild). Nach einem Biss kommt es häufig zu Schwellungen, Muskelkrämpfen und Schweißausbrüchen. Todesfälle sind aber eher selten die Folge.

  • Rotrückenspinne

    iStock/Houshmand Rabbani

    Die Rotrückenspinne, die ursprünglich nur in Australien verbreitet war und durch den internationalen Handel auch nach Südostasien und Neuseeland gelangte, gehört zur Gattung der „Echten Witwen“. Sie ernähren sich hauptsächlich von Insekten; Eidechsen gehen ihr aber auch ins Netz. Wie die Schwarze Witze ist sie nicht sonderlich aggressiv, aber kann dennoch lebensgefährlich für den Menschen sein. Ist der Biss kaum zu spüren, kann das Gift - so vor allem das der Weibchen - im kritischen Zustand einer Lähmung des Atemzentrums zum Tod führen. In Australien werden für Bisse der Rotrückenspinne jährlich die meisten Gegengifte verabreicht. Schätzungen zufolge, werden dort jährlich bis zu 10.000 Bisse gemeldet.

  • Amerikanische Braunspinne

    iStock/Vlady9

    Die Amerikanische Braunspinne oder Einsiedlerspinne (Loxosceles reclusa) ist eine im Süden der USA weitverbreitete Hausspinne. Sie hält sich besonders gern in Garagen, Kellern und anderen dunklen, kühlen Orten auf. Ihr Gift kann schwere Gewebeschäden verursachen. Die Einsiedlerspinne gilt als scheu und setzt ihre Waffen nur dann ein, wenn sie sich bedroht fühlt. Ähnlich wie bei den Witwenarten wird ihr Biss zunächst kaum wahrgenommen. Allerdings breitet sich in den nächsten 12 bis 36 Stunden die betroffene Fläche aus und führt zu Nekrosen, einer sichtbaren Schädigung des Gewebes. Unmittelbar lebensgefährlich ist ein Biss aber nicht.

  • Wasserspinne

    Imago/blickwinkel

    Wie der Name bereits erahnen lässt, ist die Wasserspinne die einzige Spinnenart, die nicht an Land, sondern unter Wasser lebt. Sie ist in den Binnengewässern von den Britischen Inseln im Westen bis nach Japan im Osten verbreitet. Dabei bevorzugt sie klare Seen oder langsam fließendes Gewässer. Zum Luftholen sammelt sie die benötigte Atemluft unter einem dicht gesponnenen Netz in Ufernähe, streckt dabei kurz den Hinterleib aus dem Wasser und taucht rückwärtig wieder unter. Auch für den Menschen kann ein Giftbiss dieser Spinne gefährlich sein. Allerdings gibt es keine nachgewiesenen Todesfälle durch einen Biss der Wasserspinne. Die leicht bis mäßig starken, stechenden Schmerzen sollten jedoch - ähnlich wie bei Bienenstichen - von einem Arzt beobachtet werden.

  • Ammen-Dornfinger

    Imago/blilckwinkel

    Der wärmebedürftige Ammen-Dornfinger gehört zu den Dornfingerspinnen, einer Familie der Webspinnen und ist in Südeuropa und im südlichen Mitteleuropa verbreitet. Neben der Wasserspinne ist sie die einzige mitteleuropäische Spinne, deren Biss für den Menschen spürbare Folgen haben kann. Ihre Kieferklauen sind imstande, die menschliche Haut zu durchdringen. Nach einem Biss breiten sich die Schmerzen im Körper aus und halten mehrere Stunden an. Selten sind schwerere Krankheitsverläufe mit Schüttelfrost, Schwindel, Erbrechen, leichtem Fieber oder Kreislaufversagen. Todesfälle gibt es allerdings nicht. Auch Nekrosen sind bei Giftbissen auszuschließen.

  • Tarantel

    Imago/blickwinkel

    Innerhalb der Familie der Wolfspinnen zählt die Tarantel zu den giftigsten Spinnen. Sie lebt in unseren Breiten meist in Teilen Südeuropas, vor allem in den trockenen Regionen Italiens, Frankreichs und Spaniens. Die Tarantel ernährt sich von Insekten, Lurchen und jungen Mäusen. Ihr Biss ist nicht tödlich, kann aber schwere Schmerzen zur Folge haben. Dabei reichen die Symptome von Kopf- und Muskelschmerzen über Geschwülste bis hin zu Angstzuständen. Bei Bewusstlosigkeit kann ein Giftbiss gefährlich sein. Besonders geplagt von den Bissen sind südamerikanische Feldarbeiter, die sich barfuß auf den Feldern bewegen.

Sie warten in dunklen Kellergewölben, schleichen sich ins Haus oder krabbeln nachts über die Bettdecke: Spinnen. Allein beim Anblick dieser Krabbler reagiert die Mehrheit mit Abscheu. Dabei ist die Furcht vor Spinnen meist unbegründet, denn nur wenige Arten sind wirklich gefährlich – dafür aber oft ziemlich gruselig.

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