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Giganten aus Stahl: Die größten Maschinen der Welt

Giganten aus Stahl: Die größten Maschinen der Welt

Wir Menschen sind heute in der Lage, Maschinen zu bauen, die alles jemals Gesehene in den Schatten stellen – modernste Technik macht es möglich. Egal ob Bagger, Flugzeuge oder Schiffe: Sie werden immer größer, stärker und schwerer. Neben solchen Riesenmaschinen fühlt man sich als Mensch automatisch wie ein Zwerg.
  • Transformer-Figur

    Imago/ZUMA Press

    Er sieht aus wie eine Figur aus dem Blockbuster "Transformers". Es ist der Schaufelradbagger 288 – der Herrscher unter den Baggern. Mit seinem Schaufelrad fördert er Braunkohle, die über Millionen von Jahren im Untergrund entstanden ist. Jeden Tag wälzt der Gigant bis zu 400.000 Kubikmeter Erdreich um. Damit könnte man ein Fußballstadion bis über die Ränge auffüllen. Für diese Menge würden 40.000 Arbeiter gebraucht.

  • Schaufelradbagger 288

    imago/Wim Woeber

    Schaufelradbagger sind die größten Bagger der Welt. Der 288 (Bild) ist zweieinhalb Fußballfelder lang und so hoch wie die Freiheitsstatue. Sein Gewicht: 13.000 Tonnen – so viel wie 2.000 Elefanten. Und er ist der Fleißigste unter unseren stählernen Giganten. Der Bagger arbeitet 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Und das häufig über 70 Jahre lang. Ein Arbeiter, der niemals aufgibt.

  • Cheopspyramide

    imago/blickwinkel

    Dieser Gigant aus Stahl arbeitet in einer Welt tief im Untergrund. Wie ein stählerner Riesenmaulwurf frisst sich der Tunnelbohrer selbst durch härtestes Gestein. Der Mixschild S-317 ist das größte Exemplar seiner Gattung. Der Durchmesser des Bohrkopfes entspricht mit über 15 Metern der Höhe von fünf Stockwerken. Vier ähnliche Bohrer wurden beim Bau des Gotthard-Tunnels eingesetzt. Die Kolosse pressen sich mit einem Druck von 26 Tonnen durch jeglichen Untergrund. Die Menge des ausgegrabenen Gesteins des St. Gotthard entspricht dem fünffachen Volumen der Cheopspyramide in Gizeh (Bild).

  • Antonow An-225

    imago/Ukrainien News

    Das größte Flugzeug der Welt gibt es nur einmal – und es entstand noch zu Zeiten der Sowjetunion: Die Antonow An-225 (Bild) ist ein sechsstrahliges Transportflugzeug, das erstmals in den späten 1980er Jahren zum Einsatz kam. Mit einer Länge von 85 Metern, einer Flügelspannweite von 88 Metern und einer Höhe von fast 20 Metern bietet die An-225 eine wirklich beeindruckende Erscheinung. Nicht auf den ersten Blick zu erkennen ist ihre gewaltige Kraft: Das maximale Startgewicht beträgt 600 Tonnen, wobei 250 Tonnen Zuladung allein im Frachtraum möglich sind.

  • Innenraum Antonow An-225

    imago/Ukrainien News

    Der Gigant der der Lüfte wurde primär zum Transport der sowjetischen Raumfähre Buran konstruiert. Nachdem Russland die Einstellung dieses Raumfahrtprogramms im Jahr 1994 beschloss, wurde der Riesenvogel zunächst eingemottet und auf den Bau weiterer Exemplare verzichtet. Und so ist die An-225 ein Unikat (das Bild zeigt das Flugobjekt von innen) – und hält gleich mehrere Rekorde für die schwerste jemals in einem Flugzeug transportierte Fracht.

  • Crawler Transporter

    imago/ZUMA

    Das PS nicht immer gleich Schnelligkeit bedeuten müssen zeigt dieser schleichende Koloss. Der "Crawler Transporter" bringt Raketen zur Abschussrampe (Bild) und hat früher auch die Space Shuttles der NASA transportiert. Es ist das größte selbst versorgende Fahrzeug der Welt. Der 14 Millionen Dollar teure Gigant wiegt 2.700 Tonnen – so viel wie 15 Jumbo Jets.

  • Crawler Transporter

    imago/sepp spiegl

    Um dieses Gewicht anzutreiben, sind 16 Motoren mit einer unvorstellbaren Gesamtleistung von 11.000 PS nötig. Das ist das Zwanzigfache eines Panzers. Das schlägt sich allerdings auch im Verbrauch nieder – der Transporter schluckt nämlich 350 Liter Diesel pro Kilometer. Glücklicherweise ist seine Strecke zur Abschussrampe nur 5,6 Kilometer lang. Dennoch braucht er wegen seines gemächlichen Tempos dafür über fünf Stunden – ein Kraftprotz im Schneckentempo.

  • Internationale Raumstation

    imago/Science Photo Library

    Zugegeben: Die Internationale Raumstation (ISS) ist in ihrer „natürlichen“ Umgebung konkurrenzlos – trotzdem ist sie das größte von Menschen geschaffene Objekt im Erdorbit und hat damit eine Erwähnung verdient. Und sie ist tatsächlich beeindruckend: Mit Maßen von 100 Metern mal 110 Metern mal 30 Metern ist die ISS die größte Raumstation, die jemals gebaut wurde. Sie wiegt etwa 400 Tonnen; rund 40 Transportflüge waren nötig, um das Material für ihre Konstruktion ins All zu bringen – auch das ist ein klarer Rekord, denn so viel Raketentreibstoff wurde bisher noch nie verbraucht, um ein einziges Objekt in einer Erdumlaufbahn zu platzieren.

  • Internationale Raumstation

    imago/ Science Photo Library

    Auch die bisherigen Flugstatistiken der ISS sind rekordverdächtig: Sie ist schon seit mehr als 5.000 Tagen im All unterwegs und hat dabei fast 80.000-mal die Erde umkreist. Insgesamt legte die ISS dabei fast 3.400 Millionen Kilometer zurück, wobei sie für eine Erdumrundung nur gut 90 Minuten benötigt. Selbst das Ende der Internationalen Raumstation – derzeit geplant für das Jahr 2020 – wird spektakulär: Der 400-Tonnen-Koloss soll dann kontrolliert zum Absturz gebracht werden und fernab jeder Zivilisation im Südpazifik versinken. So soll die Entstehung von Weltraummüll verhindert werden.

  • Emma Maersk

    imago/Geisser

    Die Emma Maersk (Bild) ist das größte Containerschiff der Welt und ein schwimmender Superlativ: Sie ist 397 Meter lang, fast 57 Meter breit und bietet Platz für 14.770 Container. Mit ihren Abmessungen ist sie sogar zu groß um den Panama-Kanal zu durchqueren, woraus sich auch der Name ihrer Schiffsklasse ergibt: Postpanamax. Erst nach der Erweiterung des Kanals, der Atlantik und Pazifik miteinander verbindet, wird auch dieser Gigant der Weltmeere die praktische Abkürzung nutzen können.

  • Emma Maersk

    imago/Xinhua

    Auch der Antrieb der Emma Maersk ist rekordverdächtig: Ein 2.300 Tonnen schwerer Zweitakt-Kreuzkopfmotor sorgt für eine Leistung von fast 110.000 PS. Die ist für einen solchen Giganten der Weltmeere aber auch nötig. Aber: Trotz des scheinbaren hohen Treibstoffverbrauchs von 14.380 Litern pro Stunde zählt die Emma Maersk zu den sparsamsten Containerschiffen der Welt.