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Gesund und fit ins neue Jahr starten

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Nach den Feiertagen widmen sich viele Menschen ihrer Körpergesundheit und -pflege. Egal ob finnische Sauna oder türkisches Hammam – die Geschmäcker sind dabei ganz unterschiedlich. Dies sind die traditionellen Formen für körperliche Erholung auf der ganzen Welt.
  • Frau und Mann in Sauna

    iStock/Geribody

    Die Sauna ist auch bekannt als finnisches Bad und gilt in Finnland als ein fester Bestandteil der Kultur. Früher war sie Badezimmerersatz und auch Kinder wurden hier geboren. Denn die Sauna war der sauberste Ort und der einzige mit heißem Wasser. Heute dient sie neben der Entspannung auch der Körperreinigung und ist gleichzeitig ein gesellschaftliches Ereignis. Bei großen Familienfesten kann es schon mal mehrere Saunagänge geben. Mit Büscheln aus Birkenzweigen wird der Körper geschlagen – das regt die Blutzirkulation an. Abgesehen davon haben regelmäßige Saunagänge noch weitere Vorteile: Sie pflegen die Haut, härten ab gegen Erkältungen und entspannen die Muskeln. Allerdings ist die Sauna nicht für jeden geeignet. Denn die Temperaturen reichen in der Regel von rund 60 bis 80 Grad.

  • Frau in Banja

    iStock/JackF

    Die Banja ist das russische Dampfbad und der finnischen Sauna sehr ähnlich. Sie besteht in der Regel aus drei Teilen – einem Dampf-, einem Wasch- und einem Erholungsraum. Hier müssen Besucher noch höhere Temperaturen aushalten. Sie können sogar über 100 Grad liegen. Im Gegensatz zur finnischen Sauna wird im russischen Dampfbad noch stärker mit Aufgüssen gearbeitet, meist mit ätherischen Ölen oder auch alkoholischen Getränken. Das Abschlagen mit Birkenzweigen ist hier ebenfalls üblich. In den Banjas wird strikt nach Geschlechtern getrennt und oft treffen sich hier Geschäftsleute.

  • Frau auf Podest im Hammam

    iStock/mmaeyer

    Das traditionelle Dampfbad in der Türkei ist der Hammam – auch bekannt als türkisches oder orientalisches Bad. Hierbei handelt es sich um einen wichtigen Bestandteil der islamischen Badekultur. Ein Hammam besteht meist aus Marmor mit einer runden Liegefläche in der Mitte. Wie auch die Sauna dient der Hammam der Reinigung, spielt aber auch eine Rolle bei der Schönheitspflege. Männer rasieren sich, Frauen epilieren hier ihren Körper. Dabei werden die öffentlichen Bäder nach Geschlechtern getrennt. Der Hammam ist jedoch auch ein wichtiger Treffpunkt, um sich auszutauschen und zu unterhalten.

  • Mann im Wasser des Sento

    iStock/epicurean

    Auch in Japan spielt die Badekultur eine wichtige Rolle und dient hauptsächlich der Entspannung. Sentos sind die traditionellen Badehäuser, denn lange gab es auch hier keine privaten Badezimmer. Moderne Sentos sind nach Männern und Frauen getrennt. Bevor es ins Bad geht, steht eine gründliche Reinigung auf dem Programm – zum Teil inklusive Rasur und Zähneputzen. Die Bäder selbst haben in der Regel eine Temperatur von rund 40 Grad und dienen der Entspannung. Neben den Badehäusern gibt es die Onsen: Bäder, die von natürlichen heißen Quellen gespeist werden und deren Becken oft im Freien liegen. Diese existieren fast überall in Japan. Auch hier ist die gründliche Reinigung vor Betreten des Beckens Pflicht, um das Wasser nicht zu verschmutzen.

  • Frau liest Buch in heißer Quelle

    iStock/Photo Concepts

    Island besitzt ebenfalls aufgrund seiner vulkanischen Aktivitäten eine Vielzahl heißer Quellen, deren Wasser eine große Rolle in der isländischen Badekultur spielt. Die heitur pottur – die sogenannten Hot Pots sind beheizte runde Pools, die es auf der ganzen Insel sowohl in natürlicher Form als auch künstlich angelegt gibt – wobei die natürlichen zum Teil nur Platz für zwei Personen bieten. Viele Privathäuser auf Island besitzen eigene Hot Pots. Die Wassertemperatur beträgt meist zwischen 36 und 42 Grad, so dass auch eine Nutzung im Winter angenehm ist. Hier treffen sich die Isländer zum Erholen und Entspannen, zum Diskutieren und für ein Feierabendgetränk.

  • Öffentliche Thermalquelle in Budapest

    iStock/ProjectB

    Die ungarische Hauptstadt ist die größte Kurstadt Europas. Über 120 heiße Quellen speisen 21 Bäder inklusive zehn Heilbäder. Dabei reicht die Geschichte der Budapester Bäder rund 2.000 Jahre zurück. Mit den Osmanen hielt auch deren Badekultur Einzug in Budapest. Zwei der bedeutendsten Bäder stammen noch aus der Zeit der osmanischen Herrscher: das an der Donau gelegene Rudas-Bad und das Király-Bad. Auch das Széchenyi-Heilbad, einer der größten Badekomplexe Europas, ist ein Highlight. Sein Wasser stammt aus den tiefsten und heißesten Thermalquellen der Stadt. Die Budapester Bäder dienen neben ihrer Kurfunktion als wichtige soziale Treffpunkte. Wo andere in die Kneipe gehen, geht es in der ungarischen Hauptstadt gemeinsam ins Bad.