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Ostsee

Geisternetze – tödliche Gefahr

Geisternetze – tödliche Gefahr

Geisternetze sind herrenlose Fischernetze, die tonnenweise durch die Meere treiben und noch jahrelang ohne Kontrolle weiter fischen. Die Ostsee von dieser Gefahr zu befreien – das war erklärtes Ziel des WWF im August 2013. 2.000 Netze konnten die Taucher seither bergen.
  • Taucher suchen nach Geisternetzen

    WWF / Philipp Kanstinger

    Der Taucher auf diesem Foto hat ein besonders gefährliches Netz entdeckt: Es hängt oben noch an seiner alten Auftriebsboje und steht dadurch wie eine Falle senkrecht im Wasser.

  • Toter Fisch im Netz

    WWF / Philipp Kanstinger

    Wie gefährlich sind die Geisternetze wirklich? Im März 2014 haben Taucher eine Woche lang die Wracks in der Ostsee abgesucht, um herauszufinden, wie viele Tiere hier verendet sind und welche Netze durch den WWF geborgen werden sollen. Alarmierend: Die Taucher haben selbst in Schleppnetzen, die eigentlich nur dann fangen, wenn sie aktiv durch das Meer gezogen werden, tote Fische gefunden.

  • Muscheln wachsen an Schiffwracks

    WWF / Philipp Kanstinger

    Manche Netze an den Wracks sind komplett von Muscheln überwachsen, so dass man sie kaum noch erkennen kann. Diese Netze lassen sich kaum bergen, sind aber auch keine große Gefahr mehr. Die Taucher haben bei ihrer Expedition aber auch viele Netze völlig ohne Bewuchs gefunden, was wohl an der Imprägnierung und dem Alter der Netze liegt.

  • Denkmalschutz versus Umweltschutz

    WWF / Philipp Kanstinger

    Oft sind die Geisternetze stark in den Wracks verheddert. Das Problem: Einige alte Schiffswracks stehen unter Denkmalschutz und dürfen nicht beschädigt werden. Die Bergung durch den WWF muss sich deshalb auf jüngere Wracks beschränken.

  • Seeskorpion in Gefahr

    WWF / Philipp Kanstinger

    Bodenlebende Fische wie Seeskorpione oder Dorsche sind durch die Geisternetze an den Wracks in der Ostsee besonders gefährdet. Sie suchen am Boden nach Nahrung und können dabei in die Netze schwimmen und sich verheddern.

  • Meer voller Vielfalt

    WWF / Philipp Kanstinger

    Die Ostsee ist das größte Brackwassermeer der Erde, der Salzgehalt des Wassers variiert stark. Das führt dazu, dass Fischarten wie Dorsch und Hering vorkommen, aber auch typische Süßwasserfische wie Barsche und Hechte. Eine große biologische Vielfalt kennzeichnet das relativ kleine und flache Meer, das aber auch mit großen Umweltproblemen kämpft. Die hier abgebildete Ohrenqualle (Aurelia aurita) ist in der Ostsee in großen Mengen zu finden. Quallen gehören zu den Gewinnern der Überfischung und der Überdüngung der Meere. Ihre Biomasse nimmt in den meisten Meeren stark zu Die Ohrenqualle ist übrigens für den Menschen harmlos.

  • Netze soweit das Auge reicht

    WWF / Philipp Kanstinger

    Auf diesem Bild wird ganz deutlich, wie viele Netze sich an einem Wrack verfangen. Manche Ostsee-Wracks sind völlig von Geisternetzen bedeckt. Weltweit besteht fast ein Zehntel des Meeresmülls aus verloren gegangenen und weggeworfenen Fischernetzen.

  • Tödliche Gefahr

    WWF / Philipp Kanstinger

    Geisternetze sind eine tödliche Falle für viele Meeressäuger, Seevögel und Fische. Ihre haltbaren Kunststoffmaterialien zersetzen sich erst nach Jahrzehnten. Helfen Sie uns, die Geisternetze aus der Ostsee zu bergen!

Geisternetze sind herrenlose Fischernetze, die tonnenweise durch die Meere treiben und noch jahrelang ohne Kontrolle weiter fischen.

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