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Geheime Verbrechen der Weltgeschichte

Geheime Verbrechen der Weltgeschichte

Barack Obama ein Mörder? John F. Kennedy ein Kriegstreiber? Königin Victoria in den Drogenhandel verstrickt? Viele berühmte Politiker haben ein zweites Gesicht – und sind für Verbrechen verantwortlich, über die bis heute der Mantel des Schweigens gelegt wird…
  • Mann mit Jacke

    Imago/Westend61

    Die Menschheitsgeschichte steckt voller Grausamkeiten. Die meisten sind bis heute ungesühnt - und viele so gut wie unbekannt. Weil diejenigen, die diese Verbrechen begangen haben und begehen, mächtig sind, protegiert werden oder es verstehen, ihr Tun und ihre Absichten geschickt zu verschleiern...

  • Barack Obama

    Imago/UPI Photo

    Er ist der König der Drohnen: Durchschnittlich jeden vierten Tag steigen seit dem Amtsantritt von US-Präsident Barack Obama unbemannte Flugzeuge von US-Basen im Nahen Osten auf, um Menschen zu töten. Ferngelenkt werden diese Drohnen zumeist von der USAF-Basis Creech in Arizona. Die Piloten sitzen in schmucklosen, mit Computern und Bildschirmen ausgestatteten Containern. Per Knopfdruck lösen sie die Drohnen aus. Bei den neuesten Versionen erfolgen Start und Landung vollautomatisch, sie finden sogar eigenständig ihren Weg ins Einsatzgebiet.

  • Barack Obama

    Drohnen sind vergleichsweise billig im Unterhalt und töten präzise - und immer öfter: Die „Washington Post“ schreibt, dass die Amerikaner jetzt neue Stützpunkte am Horn von Afrika und auf den Seychellen aufbauten für den Drohneneinsatz in Somalia und im Jemen. Rund 2.300 Menschen sterben von Obamas Amtsantritt bis heute durch dieses Kriegsgerät: meist in Pakistans Grenzregionen zu Afghanistan, einem Rückzugsgebiet der Taliban. Mindestens 218 Zivilisten sind unter den Opfern. Die anderen Toten sind meist sogenannte Low Ranking Militants, bewaffnete Angehörige paschtunischer Stämme. Doch in ihrer Kultur ist es für einen Mann normal, eine Waffe zu tragen.

  • Demonstrant

    Imago/IPON

    Die Rechtslage ist klar: Militärische Gewaltanwendung ist im Rahmen von Kampfhandlungen gegen eine eindeutig umrissene Konfliktpartei erlaubt. Doch der Kontakt von Stammeskriegern zu al-Qaida ist oft alles andere als eng. Ob und welche Verbrechen die Toten begangen haben, ist ebenfalls vielfach unklar. Obama lässt die Drohnen also auf Basis einer Entscheidung fliegen, die man sonst nur von Diktatoren kennt: Die US-Drohnen töten aufgrund eines Anfangsverdachts. Die Opfer können sich nicht verteidigen, so wie es internationales Recht vorschreibt. Zudem sterben die Menschen zurzeit meist in Staaten, denen die USA nicht den Krieg erklärt haben. Sie sterben in einer rechtlichen Grauzone. Jeder Drohnenangriff mit Todesfolge birgt nach Meinung von Rechtsexperten das Risiko in sich, ein Kriegsverbrechen zu sein.

  • Barack Obama

    Imago/ZUMA Press

    Recht ist eine zivilisatorische Leistung, die vor Willkür schützt. Doch die USA halten sich im Krieg gegen den Terror nicht daran. Letztendlich müsste Barack Obama sich als Oberbefehlshaber für den Drohnenkrieg vor einem Gericht verantworten - eine absurde Vorstellung angesichts der politischen Realität. So absurd wie die Wirren des Krieges gegen den Terror.

  • Indien 1877

    Imago/ United Archives International

    Wie richtet man ein Weltreich zugrunde und pulverisiert 3.000 Jahre Geschichte - fast ohne Waffengewalt? Die Antwort lautet: Indem man ein Land mit Drogen überschwemmt und Millionen Menschen zu Junkies macht. Wenn heute von Drogenkartellen die Rede ist, liegt der Gedanke an organisierte Kriminalität nahe. Wer aber hat das globale Geschäft mit Rauschgift erfunden? Tatsächlich ist es die East India Company, die größte britische Handelsgesellschaft, die den Opiumhandel als Erste in großem Stil betreibt. Geschützt und unterstützt wird sie von der britischen Krone...

  • Königin Victoria

    Imago/United Archives International

    Ein Zeitsprung in das Jahr 1839: „Ich habe gehört, dass das Rauchen von Opium in Ihrem Lande streng verboten ist. Warum lassen Sie zu, dass es anderen Staaten Schaden zufügt?“ Der Brief des kaiserlichen Sonderkommissars für Drogenbekämpfung, Lin Zexu, an Königin Viktoria von England ist von Verzweiflung diktiert: „Mögen Sie, o Königin, diese verbrecherischen Händler ausmerzen. Bitte geben Sie uns rasche Antwort, wie Sie den Opiumschmuggel zu beenden gedenken.“ Eine Antwort erhält Lin Zexu nie. Es ist nicht einmal bekannt, ob die Königin es für nötig hielt, den Brief zu lesen.

  • Der Angriff auf Dagu Forts

    Imago/Imagebroker

    Warum auch? Ähnlich wie heute die USA haben die Briten im 19. Jahrhundert ein riesiges Handelsdefizit mit China. Dessen Waren - Porzellan, Seide und vor allem Tee - sind heiß begehrt und werden mit Edelmetall bezahlt. Der hochprofitable Schmuggel von billigem Opium aus Indien nach China verhindert den Ruin der britischen Staatsfinanzen. Als China sich wehrt, kommt es zu den zwei sogenannten Opiumkriegen. Die Militärexpeditionen erzwingen Chinas Öffnung. Die Macht des Himmlischen Kaisers versagt. Europa erniedrigt China. Bis heute beeinflusst diese Schmach die Politik Pekings gegenüber dem Westen.

  • Opiumfeld

    Imago/Xinhua

    Aber die Handelskriege unter Königin Viktoria haben noch eine andere Folge. Bis heute scheint die Förderung des Drogenhandels eine geostrategische Waffe zu sein. Auffällig ist: Wo die Großmachtstellung der USA bedroht ist, boomt der Drogenhandel. So geschehen in den 60er-Jahren in Asien, in den 80ern in Südamerika. Sichern sich die USA mit Duldungsvereinbarungen zum Drogenanbau die Loyalität lokaler Eliten? In Afghanistan ist der Opiumanbau vor der Herrschaft der Taliban nur eine Randerscheinung. Heute beträgt der Weltmarktanteil afghanischen Opiums 90 Prozent.

  • Demonstranten

    Imago/Xinhua

    Es ist die bis dahin größte Demütigung, die der Supermacht USA je zugefügt wurde. Am 4. November 1979 besetzen 400 Studenten die Botschaft der USA in Irans Hauptstadt Teheran und nehmen die Botschaftsangehörigen als Geiseln - 444 Tage lang. Diplomatische Initiativen schlagen fehl, eine US-Militäraktion zur Geiselbefreiung scheitert katastrophal. Am Ende stehen die USA als zahnloser Tiger da, dem Studenten auf der Nase herumtanzen können. Gelingen konnte die politische Aktion, weil der Führer der Islamischen Revolution, Ruhollah Chomeini, aus dem Exil nach Iran zurückgekehrt war. Der bisherige Machthaber, Schah Reza Pahlavi, flieht in die USA. Bis dahin denkt man im Westen noch, Chomeini sei eine Art islamischer Gandhi.

  • Demonstranten

    Imago/Xinhua

    Die Geiselnahme erwischt die USA unter Präsident Jimmy Carter kalt. Niemandem sind die Dimensionen des Antiamerikanismus im Umfeld des neuen starken Manns Ruhollah Chomeini klar: "Warum nur? Mit welchem Ziel?", schreibt eine der Geiseln in ihr Tagebuch. "Wir haben in den letzten Monaten doch mit allen Mitteln versucht, zu zeigen, dass eine stark religiös motivierte Gesellschaft eine ist, mit der wir uns als religiöse Nation identifizieren können." Die 444 Tage in Geiselhaft sind für die Betroffenen ein einziges Martyrium, angefüllt mit Schikanen, brutalen Verhören, Einzelhaft und Scheinerschießungen. "Tod den USA" wird in jenen Tagen zum Standardslogan jeder antiwestlichen Demonstration in Iran. Die Besetzung der Botschaft ist ein Wendepunkt im Verhältnis des Westens zum Islamismus. Misstrauen und Feindschaft überlagern im Lauf der nächsten Jahrzehnte die bis dato guten Kontakte.

  • Mahmud Ahmadinedschad

    Imago/ITAR-TASS

    Wer sind die Männer, die diese weltpolitische Kamikaze-Aktion 1979 in die Wege leiten? Als 2005 Mahmud Ahmadinedschad sechster Präsident Irans wird, melden sich die ehemaligen Geiseln Chuck Scott, David Roeder, William J. Daugherty und Don A. Sharer bei der US-Nachrichtenagentur The Associated Press zu Wort. Sie hätten Irans neuen Machthaber als Drahtzieher der Botschaftsbesetzung identifiziert. Andere Ex-Geiseln widersprechen dem. Dementis kommen auch aus Iran, z.B. von Abbas Abdi, einem Organisator der Botschaftsbesetzung, der inzwischen zur reformbereiten Opposition in Iran zählt.

  • Ronald Reagan

    Imago/ZUMA/Keystone

    Und das Weiße Haus? „Die Aussagen der Geiseln lassen Fragen zur Vergangenheit Ahmadinedschads aufkommen“, heißt es im Jahr 2005. Seitdem schweigt die US-Administration. Vielleicht hat sie allen Grund dazu: Die Geiseln werden 1980 nur 20 Minuten nach dem Ende der Amtsantrittsrede des neuen US-Präsidenten Ronald Reagan freigelassen. Es gibt Stimmen, die behaupten, dass die US-Administration im Vorfeld der Amtsübernahme Reagans die Freilassung der Geiseln gegen Waffen und Geld aus den USA hinausgezögert hat, um Carters Chance auf eine Wiederwahl zu ruinieren.

  • Ngo Dinh Nhu

    Imago/ZUMA/Keystone

    Am 1. November 1963 naht das Ende. Die meuternden Armeeeinheiten umstellen den Palast, in dem sich Südvietnams Präsident Ngo Dinh Diem versteckt. Seit der Einsetzung durch die Amerikaner hat er mit seinem Bruder Nhu und der ihm unterstellten Armee und Geheimpolizei Zehntausende politische Gegner umbringen lassen: Kommunisten, Dissidenten, buddhistische Mönche. Alles, um den Vormarsch der kommunistischen Guerilla Nordvietnams zu stoppen. Doch dann lässt das Weiße Haus seinen willigen Vollstrecker Diem plötzlich fallen. Das Telegramm 243 weist den US-Botschafter an: Entweder Diem wirft Nhu aus dem Amt als Geheimdienstchef, oder die USA überlassen Diem seinem Schicksal. Doch Blut ist bekanntlich dicker als Wasser: Diem verweigert den Gehorsam. Bald darauf liegen die Brüder erschossen in einem Truppentransporter der Putschisten.

  • Lyndon B. Johnson und Kohn F. Kennedy

    Imago/ZUMA Press

    Wer ist für die Ermordung verantwortlich? Die Putsch-Generäle - oder der Absender des Telegramms 243, die US-Regierung? An deren Spitze: John F. Kennedy, der 35. Präsident der USA und der „gefährlichste Kalte Krieger, den wir seit Ende des Zweiten Weltkrieges hatten“, sagt der US-Historiker Richard Walton. Im Mai 1961 hatte Kennedy den Vizepräsidenten Lyndon B. Johnson in Südvietnams Hauptstadt Saigon geschickt als Zeichen dafür, dass die USA im Kampf gegen das kommunistische Nordvietnam fest hinter Südvietnams diktatorisch regierendem Präsidenten Diem stehen. Von der CIA ausgebildete Agenten jagen Eisenbahnlinien, Fabriken und Militärbasen im Norden Vietnams in die Luft. In zwei Jahren steigt die Zahl der US-„Militärberater“ von 700 auf 16.000.

  • Flieger im Vietnamkrieg

    Imago/ZUMA Press

    Es folgt der Einsatz von Hubschrauber-Einheiten, die mit schweren MG vietnamesische Dörfer unter Beschuss nehmen, von Napalm werfenden US-Bombern, von krebserregendem Agent Orange zur Entlaubung des Dschungels. Außerdem werden Free Kill Zones deklariert, in denen ohne Warnung getötet werden darf. Alles nach dem Motto: Search and Destroy. Kriegsverbrechen ohne Ende. Kennedy behauptet, die USA würden in Vietnam jeden Preis zahlen, um „den Erfolg der Freiheit zu sichern“. Tatsächlich geht es darum, den Einfluss Moskaus in Asien zu bekämpfen. Der Vietnamkrieg ist Kennedys Krieg und kein Freiheitskampf. Vietnam durchleidet einen der grausamsten Kriege der Geschichte. Bis zum Waffenstillstandsabkommen 1973 werden zwei Millionen Vietnamesen getötet sowie rund 60.000 US-Soldaten.

  • Die Kennedys

    Imago/ UPI Photo

    Am Ende verlieren die USA den Krieg - ohne dass danach ganz Südostasien, wie befürchtet, kommunistisch wird. Das Scheitern seiner Politik erlebt John F. Kennedy nicht mehr. Er stirbt durch ein Attentat nur drei Wochen nach der Ermordung Ngo Dinh Diems. Kennedy wird danach zur politischen Lichtgestalt verklärt. Dabei war er es, der die USA politisch in eine Sackgasse führte, in der sein Land das verlor, was es heute gut gebrauchen könnte: seinen Nimbus als Verteidiger der Schwachen und der Freiheit.

  • Henry Hammill Fowler

    Imago/ZUMA/Keystone

    „In den Weiten unseres Finanzuniversums gibt es zwei Fixpunkte: Das Gold ist die Sonne und der Dollar der Mond“, sagt US-Finanzminister Henry Fowler im Jahr 1968. Fowler kann sich diese Überheblichkeit leisten. Die USA haben im 20. Jahrhundert ungeheure Goldreserven angehäuft. Der goldgestützte Dollar wird 1944 zum Rückgrat der Weltwirtschaft. Der Vertrag von Bretton Woods legt fest: Jederzeit sind 35 Dollar in eine Unze Gold umtauschbar.

  • Richard Nixon

    Imago/ZUMA/Keystone

    Doch als 1969 Richard Nixon Präsident wird, ist das System bereits vollkommen ruiniert. Tausende Tonnen Gold hat der Vietnamkrieg verschlungen. Die Goldbindung des Dollar steht nur noch auf dem Papier. Zu den einschneidenden wirtschaftspolitischen Maßnahmen Nixons gehört darum, die Axt an das Weltwirtschaftssystem anzulegen: Er hebt 1971 kurzerhand die Goldbindung des US-Dollar auf. Der Markt entscheidet plötzlich, wie viel Gold der Dollar wert ist. Eine Maßnahme, die als „Nixon-Schock“ das Weltwährungssystem erschüttert. Finanzinstitute, Rating-Agenturen und die Börsen werden in Folge dieses Schocks die neuen Herren der Wirtschaft. Es ist der Startschuss zu einer gewaltigen Entstaatlichung und Deregulierung des Weltwirtschaftssystems.

  • Wall Street

    Imago/Travel Stock Image

    „Der Markt managt die Märkte“ wird die neue Doktrin der sogenannten Neoliberalen. Auf der einen Seite erzeugt das neue System gigantische Mengen an billigem Geld. Billig, weil es an keine realen Werte mehr gebunden ist, sondern an das bloße Versprechen, dass der Wert auf den Geldscheinen tatsächlich existiert. Auf diesem Versprechen fußt das Wirtschaftswachstum der letzten 40 Jahre. Darum ist die derzeitige Finanzkrise auch so gefährlich. Es könnte nämlich sein, dass sie entlarvt, dass der Boom der letzten Jahrzehnte auf einer gigantischen Spekulationsblase beruht, an deren Anfang die einsame Entscheidung eines US-Präsidenten im Jahr 1971 stand. Alan Greenspan, legendärer Vorsitzender der amerikanischen Federal Reserve von 1987 bis 2006, schreibt schon im Jahr 1966: „Ohne Goldstandard kein Schutz für Erspartes vor der Inflation ... Das ist das schäbige Geheimnis der Tiraden gegen das Gold.“

  • Geld und Gold

    Imago/McPhoto

    Es scheint, als erinnerten sich die Finanzmächtigen jetzt an diese Worte Greenspans. Weltbank-Chef Robert Zoellick wird mit der Forderung nach einem neuen Goldstandard zitiert, um den Währungsstreit zwischen Yuan, Dollar, Euro und Pfund zu beenden, der hinter den Fassaden der Weltfinanzkrise tobt. Doch ob dieser neue Goldstandard ein Segen wäre, gilt als unsicher. Einige folgenreiche Finanzkrisen entstanden trotz goldgedeckter Währungen. Statt Inflation gab es Deflation, weil die Goldbindung das Gelddrucken unterband. Dies birgt das Risiko in sich, dass Schulden nicht bezahlt werden können und der auf Wachstum angewiesene Immobilienmarkt kollabiert. Bestes Beispiel: die Weltwirtschaftskrise ab 1929. Damals verloren Immobilien bis zu 90 Prozent an Wert.

  • Leopold II

    Imago/United Archives International

    "Die Szenen, die ich sah, ohne den Unterdrückten helfen zu können, ließen mich fast wünschen, ich wäre tot", berichtet der Missionar Joseph Clark über das, was er in Belgisch-Kongo erlebte. Bis Adolf Hitler an die Macht kommt, setzt ein König den "Maßstab" für Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Sein Name: Leopold II., König von Belgien. Der ewige Bürgerkrieg im Herzen Afrikas, der rücksichtslose Raubbau seiner Natur- und Bodenschätze - all das nimmt seinen Anfang, als Belgiens Monarch 1884/85 in den Besitz eines Gebiets am Kongo kommt, das etwa 70-mal größer ist als sein Königreich. Hier, im "Freistaat Kongo", regiert er wie ein blutrünstiger Tyrann. Die 20 Millionen Einwohner werden Leopolds Sklaven. Er beutet sie mit unerbittlicher Brutalität aus. Denn der Westen giert nach Kautschuk für die aufstrebende Autoindustrie - und Belgisch-Kongo hat die größten Vorkommen an Kautschuk-Pflanzen weltweit.

  • Bild von Leopold II im Kongo

    Imago/Leemage

    Die Kolonialgeschichte Afrikas steckt voller Grausamkeiten. Doch was sich im Kongo abspielt, lässt sogar hartgesottenen Kolonialherren das Blut in den Adern gefrieren. Hungersnöte brechen aus, weil jeder stirbt, der sich weigert, Kautschuk für Leopold II. zu sammeln statt Lebensmittel anzubauen. Als Beweis, dass die von Weißen angeführten Todesschwadronen ihre Munition nicht für die Jagd benutzen, werden sie angewiesen, die Hände der Ermordeten zur Verrechnung mit den verschossenen Kugeln abzuhacken. „Muss Leopold hängen?“, titelt eine Zeitschrift damals - ungewöhnlich für die damalige Zeit.

  • Leopold II

    Imago/alimdi

    Rund zehn Millionen Menschen sterben, bis internationaler Druck 1908 dazu führt, dass Leopold II. seine Kolonie dem Staat übereignen muss. Zu diesem Zeitpunkt ist es mit dem Kautschuk-Monopol vorbei und Leopold bereits einer der reichsten Männer der Welt. 1904 wird ein führender Kritiker Leopolds gefragt, ob der belgische König sich nicht vor dem soeben gegründeten internationalen Schiedsgericht in Den Haag für das Leid im Kongo verantworten müsste. Die Antwort ist: „Leider ist Den Haag nicht autorisiert, gekrönte oder ungekrönte Staatsoberhäupter anzuklagen.“ Leopold II. stirbt 1909, ohne je für seine Verbrechen zur Rechenschaft gezogen worden zu sein.

  • 360° Panorama von Dresden 1945

    Imago / Jens Jeske

    Der Befehl ergeht um 22.13 Uhr am 13. Februar 1945: "Masterbomber an Plate-rack-Verband. Bombardieren Sie die konzentrierten roten Zielmarkierer nach Plan, sobald Sie wollen." Das Inferno beginnt. Bis zum 15. Februar verwandeln Brand- und Sprengbomben die Stadt Dresden, das strahlend schöne und bis dahin vom Krieg fast unversehrte Elbflorenz, in eine Todeshölle. Mehr als 20.000 Menschen sterben. Der „Erfolg“ kommt für die Briten und Amerikaner überraschend. Warum gibt es keine nennenswerte Flugabwehr? Opfern die Nazis Dresden, um den Widerstandswillen der Deutschen zu stärken?

  • Winston Churchill

    Imago/United Archives International

    Die Zerstörung Dresdens ist bis heute der umstrittenste Bombenangriff auf eine deutsche Stadt im Zweiten Weltkrieg. Ist es ein Kriegsverbrechen? Schon damals gibt es kritische Stimmen - auch in Großbritannien. Im Fokus der Kritik: der Befehlshaber der britischen Bomber, Premierminister Winston Churchill, Hitlers erbitterter Feind. Nicht jeder in Churchills Regierung ist sich Anfang 1945 noch sicher, ob die Flächenbombardements angesichts des absehbaren Sieges weiterhin angemessen sind. Dennoch lässt Churchill Pläne für eine Bombardierung ostdeutscher Städten ausarbeiten. Hintergrund: Die Sowjetunion sieht die Gefahr, dass deutsche Divisionen aus dem Westen in den Osten verlagert werden, um den Vormarsch der Roten Armee zu stoppen, und verlangt, die Infrastruktur Ostdeutschlands zu zerstören.

  • Bomber über Deutschland

    Imago / Leemage

    Die Flächenbombardements sind lange Zeit, bis zu den alliierten Invasionen, fast die einzige Möglichkeit, Deutschland zu bekämpfen. Es gilt, diese Waffe zu nutzen, "soweit es die ungeschriebenen Gesetze des Krieges erlauben", so Churchill - was stimmt, weil die Regelungen der Haager Landkriegsordnung zum Luftkrieg nicht ratifiziert worden waren. Das heißt: Sie sind rechtlich nicht bindend. Moralisch sind sie es jedoch schon. Denn vor dem Zweiten Weltkrieg bildet sich ein Gewohnheitsrecht heraus, das Luftschläge wie den auf Dresden verbietet. Aber während des Kriegs hält sich niemand daran.

  • Winston Churchill

    Imago/ZUMA/Keystone

    Anders als Hitler hat Churchill durchaus Skrupel wegen dieser Art von Terrorkrieg. Aber noch in den letzten Kriegsmonaten schlagen allein in London über 1.300 von den Nazis abgefeuerte V 2-Raketen ein. Wohl darum lässt Churchill die Flächenbombardements erst zwei Monate nach Dresden beenden. Stolz ist er auf die Zerstörung der Elbmetropole nicht. In seinem über 1.000 Seiten starken Monumentalwerk "Der Zweite Weltkrieg" erwähnt er Dresden mit keinem Wort.

Barack Obama ein Mörder? John F. Kennedy ein Kriegstreiber? Königin Victoria in den Drogenhandel verstrickt? Viele berühmte Politiker haben ein zweites Gesicht – und sind für Verbrechen verantwortlich, über die bis heute der Mantel des Schweigens gelegt wird…

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