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Exzentrisches Grünzeug: Die bizarrsten Pflanzen der Welt

Exzentrisches Grünzeug: Die bizarrsten Pflanzen der Welt

Bis zu 500.000 verschiedene Pflanzenarten gibt es auf unserem Planeten. Viele sehen hübsch aus – oder fallen zumindest nicht unangenehm auf. Ganz anders diese Exemplare! Welt der Wunder stellt zehn Pflanzen vor, die Sie definitiv im Gedächtnis behalten werden.
  • Venusfliegenfalle und Riesenrafflesie

    Imago/imagebroker_iStock/mazzzur

    Wussten Sie, dass es Pflanzen gibt, die aussehen wie Toiletten? Dass die größte Blume der Welt auch den unangenehmsten Geruch hat? Und dass eine Pflanze, die an eine verendete Qualle im Wüstensand erinnert, in Namibia als Nationalsymbol verehrt wird? Nein? Gestatten: Zehn Pflanzen, die wirken, als stammten sie von einem völlig fremden Planeten.

  • Titanwurz

    Imago/CTK Photo

    Der Titanwurz ist die größte Blume der Welt. Bis zu drei Meter hoch wird seine Blüte, die sich nur alle paar Jahre entfaltet und dann für gerade einmal drei Tage erhalten bleibt. Doch die Freude über ein so seltenes Naturspektakel hält sich in Grenzen – denn leider entfaltet sich mit der Blütenpracht kein angenehmer Duft. Im Gegenteil: In seinem Galamoment verströmt der Titanwurz, der wegen seines Aussehens auch „Penis-Blume“ genannt wird, einen bestialischen und überaus penetranten Gestank, der an verwesendes Fleisch erinnert. Die tropische Pflanze ist auf der indonesischen Insel Sumatra beheimatet und lockt mit dem fauligen Geruch Aasfliegen an, die ihre Pollen weitertragen.

  • Welwitschie

    Imago/imagebroker

    Ein Haufen verfaulter Blätter im Wüstensand? Das sieht man in Namibia anders. Hier wurde die Welwitschie sogar im nationalen Wappen verewigt. Die ausschließlich in der Wüste Namib vorkommende Pflanze hat nur ein einziges langes Blattpaar, kann aber über tausend Jahre alt werden. Deshalb wird sie im Afrikaans auch „tweeblaarkanniedood“ genannt – das bedeutet „Zwei-Blatt-kann-nicht-sterben“. Während die Blätter von hinten her weiterwachsen, sterben die Blattspitzen vorn in derselben Geschwindigkeit ab.

  • Wurzellose Zwergwasserlinse

    Imago/blickwinkel

    Zwergwasserlinsen, Wolffia genannt, sind die kleinsten Blütenpflanzen der Welt. Sie bestehen gerade einmal aus einem kleinen Haufen Chlorophyll-Zellen in einem Mini-Schwimmpolster, mit dem sie über die Wasseroberfläche treiben. Damit sind sie so winzig, dass ein gutes Dutzend von ihnen auf einen Stecknadelkopf passt. Obwohl Wasserlinsen in Asien beheimatet sind – wo sie übrigens im Rahmen von Diäten verzehrt werden –, findet man sie auch auf europäischen Weihern. In Deutschland allerdings sind sie selten zu sehen

  • Kannenpflanze

    Imago/Nature Picture Library

    Die Form dieser Pflanzen erinnert Sie an eine Toilette? Nicht ganz verkehrt: Die Kannenpflanzen, eine Form der fleischfressenden Pflanzen, verspeisen nicht nur lebende Würmer und Insekten wie ihre Artgenossen, sondern tatsächlich auch Kot. Die Innenseite des Deckels der größten von ihnen, der „Nepenthes rajah“ (Bild), ist mit Nektar benetzt, der Spitzhörnchen anlocken soll. Während die Kleintiere es sich dann auf der „Klobrille“ gemütlich machen, fängt die Pflanze ihre Hinterlassenschaften auf.

  • Venusfliegenfalle

    Imago/imagebroker

    Klappe zu, Fliege tot: Die Venusfliegenfalle ist der Inbegriff einer fotogenen fleischfressenden Pflanze. Ihre spitzen Zähne, die um ihr „Maul“ herum angeordnet sind, können sich innerhalb von nur 100 Millisekunden zusammenschließen – das ist eine der schnellsten bekannten Bewegungen im Pflanzenreich. Nach einem Fang ist die Venusfliegenfalle rund zehn Tage mit der Verdauung beschäftigt. Dass die einzelnen Zähne nicht dichter einander stehen, hat übrigens einen ganz pragmatischen Grund: So können kleinere Tiere wieder entwischen, die für die Pflanze mühsame Verdauung nicht lohnen würden.

  • Lithops

    Imago/blickwinkel

    Ein uninteressanter Haufen Steine – könnte man auf den ersten Blick denken. Doch weit gefehlt: Diese Brocken leben! Lithops heißt diese Pflanzengattung, die sich schlau vor Feinden schützt, indem sie das Aussehen und die Form von Steinen nachahmt. Diesen Vorgang nennen Biologen Mimese. Die „Lebenden Steine“ sind im südlichen Afrika beheimatet.

  • Riesenseerosen

    iStock/Carlos Pinheiro

    Was aussieht wie ein schwimmendes Gläsertablett, ist eine Riesenseerose, die zu Ehren der britischen Königin Victoria deren Namen als wissenschaftliche Bezeichnung erhielt. Dank ihrer speziellen Gewebestruktur ist die Victoria so stabil, dass sie sogar kleine Kinder tragen kann. Der Brite Joseph Paxton war derart beeindruckt von ihrer Tragkraft, dass sie ihm im 19. Jahrhundert als Vorbild für den Bau des Crystal Palace in London diente. Die größte Art der Riesenseerose, die Victoria amazonica, kann einen Durchmesser von über drei Metern entwickeln. Spitze Stacheln auf der Unterseite schützen sie außerdem vor Fressfeinden.

  • Hydnora

    Imago/Nature Picture Library

    Die Hydnora ist ein Parasit. Im südlichen Arabien und in Afrika nistet sie sich beispielsweise bei Agaven ein. Dabei lebt sie, bis auf ihre Blüte beziehungsweise Frucht, komplett unterirdisch. Wäre sie doch ganz dort geblieben – denn ausgerechnet die überirdischen Pflanzenteile sondern einen unerträglichen Gestank ab. Doch auch wenn der intensive Verwesungsgeruch es nicht vermuten lassen würde, die Hydnora ist ein Pfeffergewächs und ihr Fruchtfleisch ist essbar.

  • Riesenrafflesie

    iStock/mazzzur

    Auch die Riesenrafflesie ist ein Schmarotzer – und was für einer. Bis auf ihre gigantische, elf Kilo schwere und fies stinkende Blüte macht sich ihr kompletter Pflanzenkörper in einer Wirtspflanze breit. Immerhin ist dieser nur ein kurzes Leben beschert: Rafflesien blühen nur einige Tage und zerfallen dann zu dickflüssigem, dunklem Schleim. Die Pflanzen sind äußerst selten; Riesenrafflesien wachsen ausschließlich in Indonesien.

  • Flaschenbäume

    Imago/alimdi

    Baobabs werden auch Flaschenbäume genannt – ihre charakteristische Form verrät, warum. Noch dazu können sie bis zu 300 Liter Wasser speichern und so Dürreperioden überstehen. Baobabs sind eine Form des Affenbrotbaums und im tropischen Afrika, auf Madagaskar und in Australien beheimatet. Ab einem gewissen Alter wachsen sie nur noch in die Breite; ausgehöhlte Exemplare wurden deshalb von indigenen Völkern auch als Wohnraum benutzt.

Bis zu 500.000 verschiedene Pflanzenarten gibt es auf unserem Planeten. Viele sehen hübsch aus – ganz anders als diese Exemplare! Welt der Wunder stellt 10 Pflanzen vor, die man definitiv im Gedächtnis behält.

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