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Diese 14 Weisheiten sind kompletter Unsinn

Diese 14 Weisheiten sind kompletter Unsinn

War Marilyn Monroe eine Blondine? Ist Shisha-Rauchen ungefährlich? Macht vegetarisches Essen schlank? Bestimmte Klischees und falsche Binsenweisheiten halten sich hartnäckig – selbst wenn ihr Wahrheitsgehalt längst widerlegt ist. Welt der Wunder zeigt die 14 besten Beispiele des gefährlichen Halbwissens.
  • Hat Kolumbus Amerika entdeckt?

    Imago/Imagebroker

    Christoph Kolumbus (1451-1506) gilt als Entdecker der neuen Welt. Allerdings handelt es sich hierbei um eine eher zweifelhafte Ehre, schließlich verdankte er seinen Amerika-Aufenthalt einem kapitalen Navigationsfehler. Kolumbus suchte eigentlich nach einem neuen Seeweg nach Indien. Was aber viele Geschichtsbücher verschweigen: Kolumbus war bei weitem nicht der erste, der amerikanisches Festland betrat. Fünf Jahre vor ihm hatte der italienische Seefahrer Giovanni Caboto bereits das Land betreten – ebenfalls nicht beabsichtigt. Er dachte, er sei in China. Lange vor ihm, im Jahr 985, hatten die Wikinger die neue Welt entdeckt. Spekuliert wird zudem, ob Phönizier, Araber oder Ägypter nicht schon viel früher eine Amerika-Reise unternommen hatten.

  • Hatte ein Tag schon immer 24 Stunden?

    Imago/Westend61

    Die Einteilung des Tages in 24 Stunden wirkt auf uns wie eine feststehende Tatsache, doch das Gegenteil ist der Fall. Die Begrenzung der Zeit ist völlig willkürlich. In grauer Vorzeit lebten unsere Vorfahren nach dem Rhythmus der Natur: Sonnenaufgang, Sonnenhöchststand und Sonnenuntergang waren die sichtbaren Zeichen der Zeit, lange bevor Uhren den Stundentakt vorgaben. Damals waren die lichten Tage im Sommer tatsächlich länger als im Winter, denn unabhängig von der späteren Definition einer Uhrzeit, war es Nacht, wenn es dunkel wurde. Erst die Babylonier führten den noch heute gültigen 24-Stunden-Tag mit zwei Mal zwölf Stunden ein.

  • Ist nichts schneller als das Licht?

    Imago/Science Photo Library

    Kein Teilchen kann sich schneller bewegen als das Licht. So lautet eine der grundlegenden Annahmen von Albert Einstein und seiner Relativitätstheorie. Die Quantenphysik jedoch stellt diese These in Frage. Physiker der Universität Köln beispielsweise wollen in sogenannten quantenmechanischen Tunneln Photonen mit superluminarer Geschwindigkeit gemessen haben, was andere Forscher als Interpretationsfehler auslegen. Auch die Beobachtung, dass manche quantenmechanisch verbundenen Teilchen sich gänzlich ohne zeitliche Verzögerung zu beeinflussen scheinen, sorgt für Aufruhr. Solange die Präzision der wissenschaftlichen Radarfallen allerdings noch nicht beweisbar ist, behält Einstein wohl vorerst Recht.

  • Ist die Erde eine Kugel?

    Imago/India Picture

    Die Antwort scheint einfach, wenn man sich einen Globus ansieht. Doch die Wahrheit ist: Der Globus lügt! Unsere Erde hat mitnichten eine perfekt geometrische Kugelform. Sogar aus einer Raumstation betrachtet, fallen die Unebenheiten nicht weiter auf. Genauer betrachtet jedoch ist der blaue Planet ein Ellipsoid. Die Erde sieht – rein von der Form her – weniger aus wie eine Kugel und eher wie eine Mandarine, denn die Ober- und Unterseite sind leicht abgeplattet. Zu verdanken ist diese Beule rund um den Äquator der Fliehkraft. Immerhin 21 Kilometer weicht die Erde von der perfekten Kugelform ab.

  • Müssen wirklich alle Lebewesen sterben?

    Imago/Westend61

    Kaum zu glauben, aber es gibt tatsächlich Wesen, die in gewisser Weise unsterblich sind. Die Rede ist von einer bestimmten Quallen-Art. Die Turritopsis nutricula beherrscht einen Trick, um quasi unendlich weiter zu existieren. Wird die Qualle alt und die Körperfunktionen lassen nach, sinkt sie bewusst auf den Meeresboden, um sich selbst einer Verjüngungskur zu unterziehen. Dabei nimmt sie den Zellen des Außenschirms ihre ursprüngliche Funktion und wandelt sie dafür in jugendliche Zellen um. Diese neue Generation von Körperzellen ist in der DNA völlig identisch mit dem Ausgangsmaterial. So wird aus einer alten eine junge Qualle. Rein theoretisch könnten diese Lebewesen Millionen Jahre alt werden, was allerdings an Fressfeinden, Klimaerwärmung und anderen Fallstricken scheitert. Diese Fähigkeit, erwachsene Zellen wieder zu jugendlichen zurückzubilden und eine Rejuvenation (Wiederverjüngung) herbeizuführen, ist der einzige bekannte Fall in der Tierwelt.

  • Freuen sich Hunde immer, wenn sie mit dem Schwanz wedeln?

    Imago/Westend61

    Ein wedelnder Hundeschwanz signalisiert für die meisten Menschen: Der Vierbeiner freut sich. Das ist jedoch nicht zwingend so. Denn dieses Verhalten zeigt generell, dass sich das Tier auf irgendeine Art aufgeregt, wachsam und handlungsbereit ist. Ob das in einem bestimmten Fall wirklich ein Zeichen von aktueller Freude ist oder beispielsweise ein Imponiergehabe, um mit dem Schwanz den eigenen Duft in die Umgebung zu fächern, bleibt für Menschen eine Fremdsprache.

  • Schließt Käse den Magen?

    Imago/Westend61

    Am Ende eines üppigen Mahls noch ein Stück Käse? Glaubt man dem Volksmund, ist das ein bewährter Ernährungstipp, um Sodbrennen oder saures Aufstoßen zu vermeiden. Dass Käse den Magen schließt, ist allerdings ein Irrtum, der auf den römischen Schriftsteller Plinius zurückgeht. Er war der Ansicht, das Eiweiß im Käse würde die verbliebene überschüssige Magensäure verbrauchen – zu Unrecht. Ein wirklich empfehlenswerter Abschluss der Mahlzeit ist in den Augen von modernen Feinschmeckern dagegen ein leichtes Dessert oder eine Tasse Kaffee.

  • Verhindert Olivenöl im Topf, dass Nudeln verkleben?

    Imago/Westend61

    Olivenöl gegen verklebte Nudeln im Topf – auf der langen Liste der Küchenirrtümer liegt dieser vermeintliche Tipp ganz weit vorn. Funktionieren wird er dennoch nicht, denn da Öl leichter als Wasser ist, schwimmt es an der Oberfläche und kann die Nudeln gar nicht flächendeckend trennen. Ob die Olivenöl-Hersteller hinter dieser Propaganda stecken, ist eine Frage für Verschwörungstheoretiker. Fest steht: Damit die Nudeln im Topf nicht verkleben, helfen Salz, sprudelnd kochendes Wasser und regelmäßiges Umrühren.

  • Macht vegetarisches Essen garantiert schlank?

    Imago/BE&W

    Fastfood-Fans werden immer dicker, Vegetarier dagegen sind gertenschlank. Das ist zwar häufig der Fall, doch nicht zwingend schützt der Verzicht auf die Fleischeslust auch vor Kalorien. Kalorienreiche Nahrungsmittel wie Müsli mit Nüssen, Schokolade, Nuss-Nougat-Creme, süßer Joghurt und viele Käsesorten enthalten zwar weder Fisch noch Fleisch, sind aber noch größere Kalorienbomben.

  • Nach dem Essen schwimmen gehen

    Imago / Zuma Press

    Schon als Kind lernt man: Nach dem Essen erst mal warten, bevor man ins kühle Nass springt. Eine Regel, die bewegungshungrigen Kindern nicht einleuchten will. Und in diesem Fall haben tatsächlich nicht die Erwachsenen Recht. Seinen Ursprung hat der falsche Ratschlag darin, dass Erwachsene sich nach üppigen Mahlzeiten müde und träge fühlen, weil die Energie im Verdauungsprozess gebraucht wird. Kinder dagegen sind mit überschüssiger Energie ausgestattet und spüren auch nach dem Essen einen starken Bewegungsdrang. Den sollte man als Eltern zulassen, denn sonst entsteht schnell falsches Ernährungsverhalten. Ob man also seelenruhig zuschaut, wie sich die Kalorien in Körperfett umwandeln oder ob man aktiv wird, sollte jeder selbst entscheiden - egal in welchem Alter.

  • War Marilyn Monroe eine Blondine?

    Imago/AD

    Ihr Künstlername war nicht die einzige Mogelpackung im Leben der Marilyn Monroe: Die als Norma Jean Baker geborene Schauspielerin gilt zwar als Inbegriff der blonden Sexbombe, doch ihre Karriere begann sie noch mit brünetten Locken. Den Filmtitel „Blondinen bevorzugt“ nahm sie sich wohl auch persönlich zu Herzen. Das sorgte nicht überall für Bewunderung: Dunkel- und rothaarige Frauen demonstrierten auf dem Zenit von Marylin Monroes Karriere in den USA gegen die Diskriminierung der Nicht-Blondinen.

  • Was hat die Zeitungsente mit einer Ente zu tun?

    Imago/Imagebroker

    Dieses Federvieh wird man garantiert nie in freier Wildbahn erleben: die Zeitungsente. Tatsächlich hat die eigentliche Wortbedeutung auch gar nichts mit dem Tier gemein. En-Te steht für die Buchstaben N.T. Diese wiederum sind die englische Abkürzung für „not testified“, also ungeprüft. Journalisten schrieben N.T. unter eine Meldung um deutlich zu machen, dass es sich möglicherweise nur um ein Gerücht handelt. Mit der Zeit verselbständigte sich der Begriff im Volksmund aufgrund des Gleichklangs – und wurde zur Ente.

  • Ist desinfizierende Seife gesünder?

    Imago/Science Photo Library

    Manche Seifenhersteller brüsten sich in Werbebotschaften damit, dass ihre Produkte beim Händewaschen 99 Prozent der vorhandenen Bakterien abtöten. Als positiv nimmt man das aber nur wahr, wenn man davon ausgeht, dass Bakterien an sich immer schlecht und böse sind. Das jedoch entspricht nicht den Tatsachen, denn die Hautflora braucht dringend ihre eigenen Bakterien. Wer körperfremde Bakterien und Schmutz entfernen und gleichzeitig die guten Bakterien der Haut schonen will, ist mit einer pH-neutralen Flüssigseife am besten beraten.

  • Ist Shisha-Rauchen ungefährlich?

    Imago/Ralph Lüger

    Dass Zigaretten ungesund sind, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Das Ritual des Shisha-Rauchens dagegen gilt als angesagt, da es für seine Anhänger eine Mischung aus orientalischer Ruhe und modernem Zeitgeist verkörpert. Und während auf Zigarettenschachteln mahnende Worte zu lesen sind, steht auf der Verpackung des aromatisierten Tabaks für die Shisha-Pfeife, dass 0,0 Gramm Teer enthalten sind. Klingt nach 0,0 Prozent Gesundheitsgefahr, doch der Schein trügt: Die aufgenommene Kohlenmonoxid-Menge ist deutlich höher als beim Zigarettenrauchen. Dazu kommt, dass dem Shisha-Tabak fürs Aroma Zucker und Sirup zugesetzt werden, die beim Verbrennen krebserregende Stoffe freisetzen. Wer täglich eine Shisha-Sitzung zelebriert, atmet umgerechnet so viele Schadstoffe ein wie ein Raucher, der zehn Zigaretten konsumiert.

  • Weitere populäre Irrtümer

    Riva Verlag/Privatarchiv Norbert Golluch

    Mehr amüsante Unwahrheiten aus dem kollektiven Bewusstsein, die dringend behoben werden müssen? Jede Menge weitere vermeintliche Fakten, die keiner Überprüfung standhalten, finden sich in dem Buch „444 neue populäre Irrtümer“ von Norbert Golluch. Er erklärt unter anderem, warum Wetterfrösche keine Ahnung vom Wetter haben, CDs am Innenspiegel nicht gegen Radarfallen schützen und gesalzenes Wasser nicht schneller kocht.

War Marilyn Monroe eine Blondine? Ist Shisha-Rauchen ungefährlich? Macht vegetarisches Essen schlank? Bestimmte Klischees und falsche Binsenweisheiten halten sich hartnäckig – selbst wenn ihr Wahrheitsgehalt längst widerlegt ist. Welt der Wunder zeigt die 14 besten Beispiele des gefährlichen Halbwissens.

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